Mein erstes Mal beim Karaoke

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Wer mich kennt, weiß ja, dass ich sehr gerne singe – vor allem japanische Lieder. So liegt es doch nahe, dass ich unbedingt mal in Japan zum Karaoke gehen wollte. Am 7. Juli 2012 hat sich dieser Wunsch dann erfüllt.
Nachdem ich den ganzen Nachmittag mit meiner Freundin Yuri in Yokohama unterwegs war – ich habe sie im Dezember 2010 beim AJISAI Konzert in Yokohama kennen gelernt; sie spricht nur Japanisch und ein paar Broken Englisch – haben wir uns überlegt, was wir am Abend noch machen könnten. Spontan fragte sie mich, ob ich denn zum Karaoke möchte. Na klar! Super Idee! Lass uns gehen!
 
Erst ging es noch was Essen (Ramen) und dann haben wir den nächst besten Karaoke-Laden aufgesucht. Zu meiner Überraschung war der sehr schön eingerichtet, mit vielen Pflanzen und kleinem Wasserfall mitten zwischen den Treppen. Yuri hat dann etwas in einem Formular ausgefüllt (wie viele wir sind, wie lange wir bleiben wollen, u.s.w.). Dann hat sie noch ein paar Sachen mit der Frau an der Rezeption besprochen, keine Ahnung was, und dann ging es mit der Nummer des Zimmers auf ins Vergnügen! Zuvor konnte man sich im Flur noch Getränke holen. Glücklich darüber, dass es Melon Soda gab, habe ich mich auch dafür entschlossen und ganz rasch meinen Becher gefüllt.
Wie man es sich vorstellt, befindet man sich beim Karaoke in einem kleinen Raum mit Sitzecke und einem Tisch. Vorn an der Wand ist ein großer Bildschirm, auf dem die Videos und Texte abgespielt werden, und darüber ein kleiner Bildschirm, welcher die gewählten Lieder auflistet.
 
Zur Suche und Eingabe der gewünschten Titel gib es zwei verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kann man mit einem computer-ähnlichen Gerät nach Interpreten, Anime-Serien oder direkt dem Song-Titel suchen oder man nimmt sich eins der dicken Bücher, in denen ebenfalls alle Songs aufgelistet sind. Der Einfachheit halber habe ich mich mit dem Computer beschäftigt und schnell gefunden was ich gesucht habe.
 
Zu meinem Erstaunen hat das Singen ganz gut geklappt, auch wenn die Texte nur auf Japanisch angezeigt werden. Ein Hoch auf den, der den Hiragana mächtig ist. Die wenigen Kanji, die nicht umschrieben waren, wusste ich zum Glück selbst.
So hatten wir lustige zwei Stunden, in denen ich Songs von Ayumi Hamasaki, Gackt, Ikimono Gakari, Mika Nakashima (NANA), Yui und anderen zum Besten gab. Spaßens halber habe ich dann mal nach AJISAI gesucht. Sie sind ja leider noch nicht so sehr bekannt. Aber doch! Da waren wirklich 5 Lieder von ihnen dabei. Glückselig habe ich mich dann für „Hallo“ und „Remember“ entschieden und dann mit Yuri, die langsam ihre Stimmer verloren hatte, gesungen.
Irgendwann klingelte dann das Telefon und uns wurde mitgeteilt, dass die zwei Stunden schon um seien. Schade, hatte ich doch gerade „Vanilla“ von Gackt in die Playlist gewählt. Yuri meinte, dass ich das ruhig noch singen könne und danach ging eine schöne Zeit bei meinem ersten Mal Karaoke zuende.
Ich hoffe, dass ich dort bald mal wieder mit meinen Freunden hingehen kann, denn es macht wirklich sehr viel Spaß!
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