[Manga] Rie Honjou hoch Drei

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Diese Woche habe ich mir seit Langem mal wieder ein paar Manga geleistet. Die Wahl fiel auf drei Werke von Rie Honjou (本庄りえ) – ihre Manga sind mir schon seit einer Weile ans Herz gewachsen.

Eigentlich habe ich mir damals die ersten Manga von ihr nur gekauft, weil sie „ab 18 Jahre“ waren und dann auch das hielten, was es versprach. Für alle die, die es nicht wissen: Rie Honjou zeichnet YAOI-Manga, also welche, in denen es um die Liebe und sexuellen Beziehungen zwischen Männern geht. Man sieht also in den ab 18-Manga, das was man erwartet.
Umso mehr war ich nun überrascht, dass die drei Manga, die ich mir von ihr geholt habe, auf einmal „ab 16 Jahre“ waren. Nach dem Lesen wusste ich auch warum. Entweder waren die Sex-Szenen sehr gering gehalten, ober es wurde mit kleinen weißen Balken „geschwärzt“. Da wäre mir das 18+ dann doch lieber gewesen. Aber da kann man nichts machen…
Noch kurz was zu den einzelnen Bänden.
SÜßE FALLE
Angefangen habe ich mit diesem Manga. Darin befinden sich vier Kurzgeschichten. Am meisten hat mir die Hauptgeschichte „Süße Falle“ gefallen, in der es um einen Schüler geht, der seine Eltern verloren hat und in den Armen des Schularztes endet. „Mehr als jeden anderen auf dieser Erde“ ist sehr amüsant. Ein Alien landet auf der Erde und nimmt die Gestalt eines Jungen an. Seine Mission ist es Gefühle & Emotionen auf der Erde kennen zu lernen und diese mit auf seinen Heimatplaneten zu nehmen. Dabei verliebt er sich in einen Mann und bekommt am Ende sogar ein Kind von ihm *lach*  Die letzte Geschichte „Während man auf die Sterne wartet“ bringt uns ins Gefängnis. Dort finden zwei Insassen zueinander, die nicht nur die gemeinsame Zelle, sondern auch noch die Vergangenheit verbindet.
SILBERNER SCHMETTERLING
Willkommen im Tokyo nach dem dritten Weltkrieg – wo sich die reichen Herren in Männerbordellen ihre Zeit vertreiben. Dort arbeitet auch Gincho, übersetzt silberner Schmetterling, der einen neuen persönlichen Diener bekommt. Dieser ist eigentlich hetero, doch das ändert sich im Laufe der Geschichte. Insgesamt ein guter Einblick in ein edles Männerbordell – dem Suitenkaku – mit sehr vielen expliziten Szenen.
In der zweiten Hälfte des Mangas gibt es noch die Geschichte „Auf dem Schulweg zum Liebsten“, welche von der unerwiderten Liebe eines Schülers zu seinem Mitschüler erzählt. Da er Angst hat, abgewiesen zu werden, will er es seinem Schwarm nicht sagen und lieber sein Kumpel bleiben. Doch als dieser dann von einem Mädchen abgewiesen wurde, gesteht er ihm doch versehentlich seine Liebe. Doch ob seine Liebe erwidert wird, bleibt eine Frage der Zeit.
TRÄNEN IM SCHLAF
Hier ist mir zuerst aufgefallen, dass das Cover dem vorherigen Manga sehr ähnlich sieht. Kein Wunder, spielt die Geschichte doch genau zeitlich danach, ebenfalls im Nachkriegs-Tokyo und im Rotlichtviertel. Ein Arzt – seit kurzem verlobt und kurz vor einem Auslandsaufenthalt in Deutschland – trifft bei seiner Arbeit im Freudenviertel auf Shiki, einem der wohl begehrtesten Boys in dem Milieu. Nach einigen Behandlungen, verliert er den Boden unter den Füßen und verfällt Shiki total, bis er ihn am Ende sogar frei kaufen möchte. Dafür muss er aber sein bisheriges Leben aufgeben.
Weiter geht es mit einer Kurzgeschichte namens „Sich lösende Herzenswärme“. Zwei ehemalige Stunden treffen sich auf einmal wieder  – der eine hat einen Tumor, der andere ist Arzt und soll ihn operieren. Doch kann der Arzt seinen Hass ihn gegenüber überwinden, wo er ihn doch beim Uniabschluss sozusagen vergewaltigt hat?
Die letzte Kurzgeschichte „Der verführerische Prinz“ ist eigentlich sehr lustig. Der Sohn eines reichen Scheichs kommt in eine japanische Jungenschule. Eigentlich soll er sich eine japanische Ehefrau suchen, doch er landet bei einem seiner Klassenkameraden.
Allen in allem haben mir die drei Manga gut gefallen. Natürlich sind die Stories fast alle so, wo man eigentlich schon nach drei Seiten weiß, wie es weiter geht, aber so viel kann man bei Kurzgeschichten in diesem Genre ja nicht erwarten. Ich mag Rie Honjou’s Zeichenstil und hoffe, dass ich auch bald mal wieder was von ihr in die Hand bekomme.
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