[Japan in Deutschland] Japan Festival in Berlin

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Am 19.01.2013 sind wir – Ma-chan, Ayano, Nanae und ich – nach Berlin zum Japan Festival gefahren. Nach gut 2 ½ Stunden Fahrt haben wir den Veranstaltungsort – die Urania – zwar schnell gefunden, jedoch war die Parkplatzsuche das größere Problem. Nach einem zwecklosen Versuch auf dem Urania-Parkplatz und einigen Runden im Wohngebiet haben wir irgendwann endlich ein Plätzchen gehabt (auch wenn ein merkwürdiger Mann uns daran hintern wollte, dort stehen zu bleiben) und wir konnten – durch den sehr sehr kalten Wind – zum Japan Festival gehen.
Japan Festival BerlinEintrittskarten gekauft, Garderobe abgegeben, auf Toilette und dann ab ins Vergnügen. Erstmal wurde das Gebäude inspiziert und die zwei Säle gesucht, in denen das Programm stattfand. Dann ging es nach unten in den kleinen „Anime/Manga-Bereich“, wo es u. a. Second Hand Manga zum halben Preis gab (an diesem Stand haben wir später bestimmt eine halbe Stunde verbracht) und einiges Merchandise. Dort gab es auch die supersüßen und kuscheligen Nemu Neko, die ich mir später auch noch gekauft habe. Aber auch ein paar Lolita-/Kitsch-Stände waren dort, die meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatten.
Erster Programmpunkt für uns sollte das Cosplay-Casting sein. Wie es schon von den Aufrufen auf der Facebook-Seite her zu vermuten war, ist dieses mehr oder weniger ins Wasser gefallen. Zwei Gruppen haben ihre Show gezeigt und das war es. Auch die „spontane“ Cosplay-Modenschau war sehr kurz und knapp. Schade eigentlich. Das ganze Cosplay-Programm war eigentlich nicht wirklich der Rede wert. Und auch die zwei Moderatoren auf der Kleist-Bühne waren nicht so wirklich begeisternd.
Da das Cosplay-Casting so schnell vorbei war, haben wir es noch zur anderen Bühne geschafft und konnten uns Setsuko Oshiro und den Saikai Chor ansehen. Das hat das schlechte Cosplay-Programm wahrhaft entschädigt, weil schon das erste Lied einfach super war – und mir die nächsten Tage als Ohrwurm diente. „Tonari no Totoro, Totoro~“ ♫♪  Auch die anderen Lieder waren wirklich sehr schön – und auch der Moderator hier hatte sehr viel Spaß gemacht. Lacher des Programmpunktes war wohl: „ein französisches Lied, gesungen von einem japanischen Chor auf einer deutschen Bühne, anmoderiert von einem amerikanischen Mikrofon.“
Danach hieß es Essen fassen! Also erstmal die Treppen hoch ganz nach oben. Dort gab es neben Sake und Onigiri einen Stand von ein paar japanischen Frauen, die traditionelle Gerichte vorbereitet hatten. Ich habe bei den Süßigkeiten zugeschlagen: Mochi, Dorayaki und eine Anko-Rolle (oder sowas xD). Es war alles sehr lecker, auch wenn mein Anko-Bedarf jetzt für die nächsten Monate gedeckt ist.
Leider gab es hier auch noch eine unschöne Szene, als eine der Verantwortlichen die japanischen Frauen vor allen Gästen zusammengeschissen hat und man sich echt fragen musste, ob man das nicht auch ein wenig abseits hätte machen können…
Japan Festival Berlin
In dieser Etage gab es auch noch ganz viele Info-Stände rund um das Thema Japan, vor allem Reisen, und man konnte sich ganz viel Informationsmaterial mitnehmen. Vor allem die tollen Tragetaschen haben es mir angetan. Das war aber auch leider bei den Ausstellern so in etwa das einzige, was mit dem Land Japan an sich zu tun hatte.
In der Etage darunter war dann der große „Anime/Manga/Cosplay“-Bereich, wo man alles, was das Herz begehrte, kaufen konnte. Ich habe ein (altes) AnCafe-Maganzin gekauft. Die große Detektiv Conan Werbung war auch super. Ich LIEBE Conan ♥ Und die ganzen „Plüsch-Artikel“ waren toll. Dort sind wir dann auch Ari begegnet. Leider war das Wiedersehen nur kurz und wir haben nicht mal ein Foto gemacht (;o;)~
Japan Festival Berlin
Im Anschluss haben wir eigentlich größten Teils nur noch das Programm angeguckt, unsere Japanerin haben ein wenig geschlafen (so süß!) und sind dann immer mal wieder von Bühne zu Bühne gehuscht. Ich zähle mal noch ein bisschen was auf.
Der zweite Chor des Tages, das Ensemble Nagomi, war auch ganz interessant, aber konnte mit dem Saikai Chor nicht mithalten. Den haben wir später auch nochmal angesehen, was mich persönlich sehr gefreut hat.
Die Kimono-Modenschau, auf die ich mich im Vorfeld eigentlich am meisten gefreut hatte, war ganz nett, hat mich dann aber etwas enttäuscht. Die Ballerina haben die Kreationen in einer interessanten Weise präsentiert, aber auch hier war alles – aus organisatorischen Gründen – schnell wieder vorbei.
Das Kendo fand ich persönlich sehr interessant. Nachdem ich am Vorabend beim Japanischen Showabend in Jena (Bericht) schon ein paar Grundkenntnisse vermittelt bekommen habe, war es hier toll, dass ganze in voller Montur und in Aktion zu sehen.
Zum Abschluss sind wir dann noch zum Auftritt von Shiroku gegangen. Ihr Kleidchen war sowas von zuckersüß – der Rest war ganz ok. Bis auf den letzten Song hat mir der Auftritt eigentlich ganz gut gefallen.
Da wir dann alle ziemlich k.o. waren, haben wir uns entschieden, nicht bis ganz zum Schluss zu bleiben und schon halb 8 zu gehen. Vor der Halle haben wir dann noch Iigo-chan getroffen, die wir auch schon seit 1 ½ Jahr nicht mehr gesehen hatten. Sie hat uns noch bis zum Auto begleitet. Da haben wir es wenigstens noch geschafft, ein paar Fotos zu machen (^_^)~
Japan Festival Berlin

Fazit des Tages:

Das Japan Festival in Berlin ist ganz gut, in ein paar Sachen allerdings noch etwas unorganisiert, aber es lohnt sich einmal hinzugehen, wenn man noch nie in Japan war. Vor allem das Bühnenprogramm mit Kultur und traditionellen Künsten war interessant. Der große Rest erinnert an übliche Anime-Conventions und liegt auch preislich dort. Wenn, würde ich nur wegen der Aufführungen auf der Bühne noch einmal hingehen.
Japan Festival Berlin
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Keine Kommentare

  1. Es war wirklich toll in Berlin, und hat großen Spaß gemacht x3 Und ich liebe immer deine tollen, detailreichen Berichte! <3
    Ich freue mich schon auf unseren nächsten gemeinsamen Ausflug x3 ♥

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