[Musik] Anna Tsuchiya @ Sapporo City Jazz in Tokyo

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Am 1. November habe ich eine meiner Lieblingssängerinnen – Anna Tsuchiya – live erleben können. Das Konzert hat im Rahmen des “Sapporo City Jazz in Tokyo” Festivals stattgefunden. Veranstaltungsort war das White Rock Music Tent auf der Tokyo Designers Week, welche ich mir vorher noch eine Weile angesehen habe (dazu mehr später).
Es ist nun schon wieder fast drei Wochen her. Doch obwohl dort zwei Pressefotografen rumgesprungen sind und tausende Fotos gemacht haben, finde ich bis auf ein einziges keine davon. Zwei Bilder sind dann noch von Anna’s Blog. Deshalb habe ich eigentlich mit dem Blogeintrag gewartet… Auch von einer Setlist ist keine Spur. Zumindest habe ich mir ein bisschen was vor Ort notiert.

Aber nun zum Konzert.

Das White Rock Music Tent war eine große runde Kuppel. Dadurch entstand eine ganz besondere Atmosphäre, weil die Decke wie im Planetarium beleuchtet werden konnte. Zudem war auch noch die Akustik besonders. Es handelte sich zudem um ein Dinner-Konzert, heißt man saß an Tischen (immer acht Personen) und konnte nebenbei sein Abendessen genießen – was meine Tischnachbarn auch alle machten, ich nicht. Ich saß in der zweiten Reihe, von der Bühne aus gesehen auf der linken Seite. Ich hatte auch einen super Blick und Anna stand zwischenzeitlich nur zwei Meter von mir entfernt (*w*)

Als Anna auf die Bühne kam war ich total verzaubert von ihrer Schönheit. Sie sieht wirklich toll aus!! Sie trug ein knielanges weißes Spitzenkleid und hohe, glitzernde Schuhe. Dazu die Haare streng nach hinten zu einem Zopf gebunden. Wie eine richtige Lady.

Angefangen hat das ganze mit einem Klassiker: Broken Rose. Und ich hatte sofort Tränen in den Augen. Irgendwie war das in dem Moment einfach alles zu viel für mein Gehirn. Es konnte diese übergroße Freude, dass ich Anna gerade wirklich vor mir sehe, nicht verarbeiten – und die Traurigkeit, dass die zwei Menschen, mit denen ich sie gern zusammen gesehen hätte – Anika und Evo – nicht mit dabei sein konnten. Zum Glück hatte ich noch ein paar Taschentücher dabei…
Dann performte sie noch ein paar ihrer bekannten Hits wie Ginger und In My Hands. Der Bass wurde übrigens von einem Kontrabass gespielt, was mir sehr gefallen hat. Richtig Stimmung kam dann bei Staying Alive auf. Ah-ah-ah-ah Staying alive ♪♪ Nun hat sie auch ihre viel zu hohen Schuhe ausgezogen. Das zeigt nun wieder, dass Anna doch nicht DIE Lady ist, sondern auch manchmal mehr das ausgeflippte Girly von neben an. Das hat man auch jedes Mal bei ihren Ansagen gemerkt. Man musste eigentlich immer lachen, denn sie hat eine so besondere Art und sie wirkt einfach nur unglaublich sympatisch. Ich habe sie an diesem Abend allein dadurch noch um einiges mehr in mein Herz geschlossen.
Danach ging es mit Stand By Me etwas ruhiger zu. Nun ging es mehr in die internationale Richtung und es folgten einige Coversongs, die ich aber größtenteils nicht kannte (z.B. From A Distance). Richtig zur Sache ging es dann wieder beim Cover von Bon Jovi’s Living on a Prayer, was sie wirklich richtig toll gesungen hat und was ich dann noch eine ganze Weile im Ohr hatte – da kommst du von ‘nem Anna Tsuchiya Konzert und hast Bon Jovi als Ohrwurm…
Sie spielte natürlich auch noch Kuroi Namida, wo ich mich noch einmal zusammen reißen musste, denn dieses Lied ist auch wirklich sehr gut zum Rumheulen geeignet…

Bis zur Zugabe waren es, glaube ich, 14 Lieder. Dann verschwand sie von der Bühne und wir haben alle so lange geklatscht, bis sie wieder kam. Und da ging noch ein größerer Lacher durch den Saal. Denn nicht nur, dass sie ihren Bassisten in ein Ariel-Kostüm gesteckt hatte, nein, zwei andere und sie selbst hatten nun Schulmädchenuniformen an. Dazu war sie extrem geschminkt und ihre Haare wild zusammen gebunden. Sie sagte, dass das jetzt noch ihr Halloween-Outfit ist, obwohl Halloween ja einen Tag zuvor war.

Als Zugabe folgte erst noch eine Ballade – I Believe in Love – und danach, beim letzten Song, standen endlich alle auf und “tanzten” durch die Gegend. Denn Brave Vibration kann man nicht im Sitzen genießen.
Das Konzert war eigentlich viel zu schnell vorbei. Ich hätte ihr noch Stunden zusehen können. Sie ist einfach so wunderbar. Ich habe das Konzert sehr genossen und sie jetzt noch mehr lieben gelernt. Ich hoffe sehr, dass ich sie bald nochmal live erleben kann.

Zur Tokyo Designers Week.

Dieses kreative Festival hat vom 18.10. bis 4.11. in Tokyo stattgefunden. Von meiner Freundin Momo wusste ich schon davon, weil sie alle 10 Tage dort arbeitete, da ihre Firma dort vertreten war. Das war auch mein erster Anlaufpunkt vor Ort. Es war ein relativ großes Gelände im Freien und ich konnte mich dort gut eine Stunde bis zum Einlass beschäftigen. Mit am Besten hat mir ein Stand gefallen, wo einem Sticker in die Hand gedrückt wurden und man sich dann in dem Raum kreativ auslassen konnte. Es hat wirklich viel Spaß gemacht.

Es gab auch Ausstellungsstücke von Schülern und einen kleinen Markt, wo Leute ihre eigenen Sachen (Schmuck, Taschen, etc.) verkauft haben. An vielen Ständen wurden Vorträge halten. Was ich noch sehr interessant fand, war der 3D-Drucker! Ich habe zwar schon davon gehört, aber vorstellen konnte ich mir das ganze einfach nicht. Nun habe ich gesehen, wie das funktioniert.

PS:  Wenn ihr Anna Tsuchiya mögt, schaut doch gerne mal auf der Facebook-Seite des deutschen Street-Teams vorbei (^_~)v
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Keine Kommentare

  1. Nawwwwww <3 Scheint ja wirklich richtig toll gewesen zu sein, das Anna-Konzert, aber das wundert mich nicht xDD Ich wäre soooo gern dabei gewesen ;^; Aber es freut mich so sehr, dass du sie sehen konntest. Irgendwann werden wir sie gemeinsam live sehen, da bin ich sicher x3 ♥

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