[Konzert] Ayumi Hamasaki – Countdown Live 2013/2014

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Nach vielen Jahren hat sich zum Jahresende 2013 endlich mein Traum erfüllt: Ayumi Hamasaki einmal live zu erleben. Ich bin nun seit fast zehn Jahren Fan von Ayu und habe viele ihrer Konzert-DVDs gesehen. Natürlich besteht dann auch der Wunsch, diese Frau live zu erleben. Nachdem wir für den Countdown Live 2010/2011 keine Karten bekommen hatten, musste es diesmal einfach klappen. Mein Freund hat sich dafür dieses Jahr extra noch schnell im Fanclub angemeldet (dadurch habe ich jetzt auch eine kleine pinke Ayu-Taschenlampe an meinem Schlüssel hängen), und ja – diesmal haben wir Karten bekommen!! Zwar nicht für den 31. Dezember, wo ja das richtige Countdown-Konzert ist, aber zumindest am 30. Dezember konnten wir uns das Konzert ansehen.

Wie jedes Jahr fand das Konzert im Yoyogi National Gymnasium (国立代々木競技場) statt. Die Halle fast 13.000 Menschen und sieht von außen toll aus – ich hoffe ja, dass ich dieses Jahr am 29. Mai nochmal hin kann (^_~)v Zudem ist es nur knapp 40 Minuten von meinem Zuhause entfernt.


Schon auf dem Weg dorthin waren die Parkplätze wieder mit Ayu-Fan-Autos gefüllt. Es macht wirklich Spaß sich die bunten Autos anzusehen. Einige hatten in ihrem Kofferraum ihre Ayupan-Sammlung ausgestellt und bei anderen schalten laut Ayu’s Lieder heraus. Einfach beeindruckend. Mir kam es sogar vor, als hätte ich ein paar Autos von vor drei Jahren wieder erkannt.

Natürlich gab es ganz viele Stände auf dem Gelände vor der Halle: Merchandise, Fanclub, neue Single, Artist-Stamp, Daifuku, Nudelsuppe, … das haben wir uns erstmal alles in Ruhe angeguckt. Ich wollte die Nudelsuppe essen bzw. wollten wir uns eine teilen. Jedoch war der Bereich für die Suppe mit Geländern abgesperrt und es konnte nur rein, wer eine Nudelsuppe gekauft hat (¥ 1,200). Ende vom Lied: ich stand genau an der Absperrung und wir haben die Suppe immer hin und her gereicht, denn alleine hätte ich sie eh nicht geschafft. Sie war lecker, aber das sind japanische Soba für mich meistens. Dadurch habe ich jetzt ein paar coole pinke Ayu-Essstäbchen.

Weiter ging es dann an den Daifuku-Stand, denn die wollte ich mir auch noch mitnehmen. Für ¥ 1,000 gab es drei Schoko-Daifuku inklusive eines Ayu-Beutels.

Am Merchandise-Stand wurde es dann teuer (Link zur Merchandise-Übersicht). Ich hatte vorher überlegt, ob ich mir die Tasche nun kaufe oder nicht, weil für mich ¥ 3,500 momentan viel Geld ist. Aber nachdem ich sie mit eigenen Augen gesehen habe und fast die Hälfte aller weiblichen Besucher damit rumgelaufen ist, habe ich sie mir auch geholt. Dazu gab es noch den Countdown Live-Leuchtstab und das Mini-Shimekazari. Die Ayupan-Figur darauf ist übrigens ein Pin, den man abmachen kann. Die Decke und das Pferde-Daruma waren bereits ausverkauft.

Gegen 16:45 Uhr haben wir uns dann am Eingang mit angestellt, weil wir mit allem fertig waren. Eigentlich sollte ja 17:00 Uhr der Einlass beginnen. Eigentlich. Denn wir standen auch 15 Minuten nach Beginn noch vor verschlossenen Türen. Irgendwann ertönte dann eine Lautsprecherdurchsage und entschuldigte sich, dass die Vorbereitungen noch nicht ganz abgeschlossen sind und sich der Einlass deshalb verspätet. Mit einer halben Stunde Verspätung durften wir dann endlich rein. Natürlich fing dadurch auch das Konzert eine halbe Stunde später an.

Unsere Plätze haben wir relativ schnell gefunden. Das Yoyogi National Gymnasium hat zwei Flügel, Süd und Nord. Wir saßen im Südflügel, auf der zweiten Tribühne, also die ganz oben. Dort saßen wir eigentlich sehr mittig. Wenn wir in die Halle hinein sahen, war die kleine Bühne sogar direkt vor uns.

Bevor ich jetzt mit dem Konzert an sich anfange, hier erstmal die Setlist:
 
01. Feel the love
02. WE WISH
03. Free & Easy
04. Because of you
05. CAROLS
06. momentum
07. is this LOVE?
08. Love song (Countdown Song)
09. Merry go round
10. You & Me
11. SURREAL~evolution~SURREAL
ENCORE-
12. Part of Me
 13. Curtain call
14. Boys & Girls
15. Humming 7/4
16. Bold & Delicious (new version)
Als das Licht ausging, war ich erstmal verzaubert. Wir konnte von unseren Sitzplätzen aus ja die ganze Halle überblicken, und es war einfach nur ein Meer aus rosanen Lichtern. Es war so wunderschön, dass mir da schon das erste Mal das Wasser in die Augen stieg.
Angefangen hat das Konzert mit ihrem neuen Song Feel The Love, bei dem Tänzer in der Mitte standen und sich dann mit robotorartigen Bewegungen zur Hauptbühne getanzt haben. Sie waren komplett in Silber gekleidet. Dann kam irgendwann Ayu auf die Bühne, ebenfalls silber-glitzernd gekleidet und die ganzen Leute gingen so richtig ab – nichts mit den verhaltenen Japanern, die ich bisher auf allen anderen Konzerten erlebt habe. Es war sofort Stimmung in der großen Halle.
Nach zwei/drei Liedern hat Ayu jeweils ihre Outfits gewechselt, welche meist irgendwas Glitzerndes an sich hatten. Ich finde das „Überbrückungsprogramm“ bei ihr immer toll. Das eine Mal gab es eine DJ-Einlage, dann ein Video und das Highlight war wohl das Duet von Timmy und (ich glaube) Princess Yoko. Dazu eine Akrobatic-Nummer mitten in der Halle. Wunderschön!!
Ich hatte meinen Freund ja schon darauf vorbereitet, dass ich definitiv irgendwann heulen muss. Eigentlich war ich das ganze Konzert über damit beschäftigt, meine Tränen zurückzuhalten, die unbedingt rauswollten – ich heule oft, wenn ich glücklich bin. Erster Moment, wo zwei Tränen den Weg nach draußen gefunden haben, ohne das mein Freund es mitbekommen hat, war bei Carols. Der Vorhang ging hoch und auf der Bühne stand eine sowas von wunderschöne Ayu, dass es mir zu einem fast die Sprache verschlagen hat und zum zweiten, wie gesagt, die Tränchen kamen. Sie hatte ein weißes glitzerndes Kleid an, welches mit bestimmt mindestens 5 Meter Durchmesser den Boden bedeckte. Die Haare waren zu einer Seite zu einem Zopf gemacht, auf der anderen Seite trug sie eine große Spitzenblume. Wirklich atemberaubend.
Als es im Wechsel zu momentum kurz dunkel wurde, verschwand die große Schleppe und Ayu konnte dann über die Bühne laufen.
Es folgten einige weiter Lieder. Was mich etwas traurig machte, war, dass es keinen Countdown gab. Ja, es war ja auch nicht der 31., aber ich hatte zumindest so nen falschen Countdown erwartet. Aber nein. Nicht mal ein Hinweis darauf, dass am nächsten Tag genau jetzt das neue Jahr beginnen müsste. Zumindest weiß ich jetzt, dass wenn ich das nächste Mal Silvester in Japan bin, ich mir Tickets für den 31. ergattern muss.

Der Mix von Surreal und Evolution war toll und es war eine super Stimmung in der Halle. Es hat soviel Spaß gemacht. Dann verschwanden alle von der Bühne und ich bin erstmal auf meinem Sitz zusammen gesunken. Es dauerte nicht lange bis die ersten AYU-Rufe durch die Halle schallten und die Zugabe forderten. Diese begann mit dem bekannten Are you ready?-Video mit den tanzenden Ayu-A.
Bei der Zugabe hatte sie das weiße Tour-Shirt an und dazu die pinken Schweißbänder. Sie sah wie immer toll aus. Als sich der Vorhang hob, waren erst ein paar Tänzer, die um einen leeren Stuhl tanzten. Ayu wurde dann etwas weiter vorn, auf einem Stuhl sitzend erleuchtet. Als zweites Lied der Zugabe kam Curtain Call. Eins meiner Lieblingslieder. Und da war es aus. Meine Tränen liefen über und ich war das halbe Lied mit heulen beschäftigt. Diesmal hat es mein Freund auch mitbekommen und sich gleich wieder Sorgen um mich gemacht.
Zum Glück ging es dann gleich energiegeladen weiter mit Boys & Girls. Ich habe mich schon immer gefragt gehabt, ob der Text, den das Publikum singen soll, auf den Leinwänden eingeblendet wird (ich kann mir den nämlich nicht merken). Und Tatsache! Es stand da und ich konnte fleißig mitsingen. Auch Humming 7/4 ist ein super Live-Song, der total viel Spaß macht. Everybody GO! Everybody JUMP! Yay~

Als letzter Song des Abends kam dann Bold & Delicious in einer neuen Version. Die Version ist etwas jazzig. Ehrlich gesagt, fühlte ich mich ein wenig an Eyes, Smoke, Magic erinnert. Aber ich mag die Version sehr und sie ist als Abschluss gut. Es gab Klitzer-Streifen, die von der Decke fielen und Countdown-Luftballons. Eigentlich hätte ich gerne einen mitgenommen, aber dafür saßen wir zu weit hinten. Zum Finale versammelten sich dann alle auf der Bühne und winkend senkte sich der Vorhang langsam nach unten.

Meine Einkäufe

Die Menschen sind dann relativ schnell nach draußen geströmt. Wir haben uns einen Nebenausgang gesucht, dass wir nicht mitten in der Maße sind. Es war interessant diesen Menschenschwall zu beobachten. Wir sind dann aber trotzdem nochmal zum Harajuku-Bahnhof abgebogen, denn da gab es Unofficial Goods zu kaufen, sprich, Fanartikel, die es nicht offiziell zu kaufen gibt. Ein Beutel und ein Handtuch hatten mich eigentlich sehr interessiert, doch dann wurde mir wieder bewusst, dass ich schon tausende Beutel und Handtücher von anderen habe. Am Ende habe ich mir aber noch einen Anhänger mitgenommen. Zum Ausklang des Abends sind mein Freund und ich dann noch Okonomoyaki essen gegangen.

Fazit: Es war mein erstes Ayu-Konzert. Und ich kann es nun kaum abwarten, sie noch einmal live zu sehen. Ich bin jetzt noch ein größerer Fan von ihr geworden. Ich hoffe sehr, dass sie diesen Sommer noch tourt und ich hingehen kann – und mein Freund hat sogar gesagt, dass er wieder mitkommt (^_~)v

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