[Tradition] Fukubukuro – Wundertüten zum Jahresbeginn

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Es ist Neujahr in Japan – und neben dem ersten Schreinbesuch steht noch etwas auf der To-Do-Liste vieler Japaner: Shopping!! Die meisten Geschäfte haben jetzt für wenige Tage hohe Rabatte. Oder sie bieten Fukubukuro (福袋) an.

Fukubukuro 2014

Kanji des Tages

Fukububuro – was das ist?

Ganz einfach: fuku (福) steht für Glück und bukuro / fukuro (袋) steht für Tüte. Also sind es Glückstüten, im deutschen würden wir dazu  Wundertüten sagen. Und ja, manche Tüten verheißen dem Käufer wirklich Glück, denn meist sind sie mit 50 % oder mehr Warenwert gefüllt, als was man dafür bezahlt. Einziger Haken: man weiß nicht, was sich in den Tüten genau verbirgt. Und nicht immer sind es Dinge, die man wirklich selbst gebrauchen kann.

 

Auch ich habe mich heute um Shoppen auf den Weg nach Harajuku und Shibuya gemacht. Vorweg, ich habe dieses Jahr nicht mal  ¥ 10,000 ausgegeben und bin trotzdem vollbepackt nach Hause marschiert.

Fukubukuro 2014

Menschenmassen in der Takeshita Dori in Harajuku

Angefangen habe ich meine Schnäppchenjagd auf der berühmten Takeshita Street in Shibuya. Dort habe ich drei Tüten aus zwei Schmuck-/Accessoire-Läden mitgenommen (¥ 315 u. ¥ 525 von Paris Kid’s, ¥ 1,000 von Osewaya). Bei der Tüte von Osewaya hingen an allen Artikeln noch die Preisschilder dran. Ich habe sie spaßeshalber mal zusammengerechnet und kam bei dem Haufen an Ketten, Haarschmuck und Ohrringen auf einen Warenwert von ¥ 18,165. Klar, ist das meist davon ausrangierte Ware aus dem Vorjahr und einige Sachen davon werde ich nie benutzen, aber die Summe hat mich schon etwas schockiert. Es sind aber ein paar wunderschöne Ohrringe mit dabei.

Mein Lieblingsladen auf der Takeshita Dori, Bodyline, hat leider keine Fukubukuro angeboten und ich habe dort auch keine größeren Rabatte gesehen…

Weiter ging es dann im Kaufhaus LaForet. Dort gibt es eine ganze Ebene an Lolita-Läden & Co. Ich habe bei den Tüten von Angelic Pretty und Alice and the Pirates eine ganze Weile nachgedacht. Es gab drei verschiedene Preisklassen, angefangen bei ¥ 10,500. Überall war ein Kleid mit dabei. An sich verführerisch, doch weiß ich, dass mir die Kleider zu 90 % zu klein sind. Also habe ich es dann doch sein lassen. Vor drei Jahren, als ich schon mal Fukubukuro-Shoppen war, hatten sie welche für ¥ 5,000 mit Accessoires, sowas wäre mir lieber gewesen. Dafür habe ich mir dann für ¥ 3,000 eine Tüte von Swimmer mitgenommen. Die war randvoll mit allerlei süßen Sachen gefüllt – kleine Schachteln, ein Mülleimer, Schreibblöcke, Stifte, Geschenktüten und und und. Bei einigen Sachen bin ich mir noch nicht ganz sicher, für was sie sind *lach* Am besten hat mir ein Erdbeerbecher mit Glitzersteinchen gefallen. Er ist jetzt Stiftehalter auf unserem Tisch.

Nach einem Kiwi-Erdbeer-Crepé habe ich mich dann auf den Weg nach Shibuya gemacht. Dort habe ich noch eine ¥ 1,000-Tüte von tutu anna mitgenommen mit Socken und Strumpfhosen und im AppBank Store habe ich eine ¥ 1,000-LINE-Tüte gefunden. Ich wollte ja schon lange ein paar LINE-Artikel haben, aber die waren mir bisher immer zu teuer. Jetzt habe ich 8 coole Einsteckfolien, einen Anhänger und sehr süße Cony-Essstäbchen.

Fukubukuro 2014

Tüten über Tüten 😀

In einem China-Laden habe ich dann noch ein paar Rabattaktionen genutzt und mir eine kleine flauschige Panda-Decke mitgenommen und einen flauschigen rosa Pyjama mit pinken Herzen. Mir ist in letzter Zeit nämlich immer kalt in der Wohnung. In dem Laden habe ich dann leider auch gemerkt, dass ich so bepackt bin, dass ich Schwierigkeiten habe durch die Gänge zu kommen, ohne an jeder zweiten Ecke mit meinen Tüten irgendwas runterzuschmeißen. Das Zeichen, dass es genug ist und ich mich auf den Weg nach Hause machen sollte (^_^)

Zusammenfassend lässt sich sagen: ich liebe diese japanische Tradition zu Neujahr. Man hat zwar nicht immer Glück mit seinen Taschen und bekommt manchmal echt irgendwelche sinnlose Ware, aber man kann auch immer mal einen Griff ins Schwarze machen. Außerdem macht es sehr viel Spaß, wenn man dann die Tüten auspacken und sich überraschen lassen kann.

Fukubukuro 2014

Meine Ausbeute

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Keine Kommentare

  1. Ich habe es aufgegeben Klamotten-Fukubukuro zu kaufen, bei Nicht-Loli-Läden, die also eine größere Palette haben, sind so oft Sachen dabei, die nie im normalen Handel waren. 🙁 Vorletztes Jahr habe ich gleich zwei von derselben Marke gekauft (es gab zwei verschiedene Versionen), von all dem Zeug haben mir vielleicht zwei Sachen gefallen. Wir kaufen dafür aber jedes Jahr den Tee-Fukubukuro von Lupicia (3,000Yen) und dieses Jahr habe ich das erste Mal die LUSH-Tüte mit ausschließlich Badesachen finden können (auch 3,000Yen). 😀 Das ist mir sicherer, und den Tee, den wir nicht mögen (es war Maronen-Tee dabei…) verschenken wir einfach 😉

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