[Rundreise 2014] Die Vulkaninsel Sakurajima

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Wenn man sich in Kagoshima befindet, ist der Besuch der Vulkaninsel Sakurajima eigentlich Pflicht. Deshalb habe ich mich am zweiten Tag in Kagoshima auf den Weg dorthin gemacht. Ich habe mir für diesen Tag das „Welcome Cute“ Ticket geholt, mit dem man für ¥ 1,000 am Tag alle Busse, Straßenbahnen und auch die Fähre nach Sakurajima und die Busse Vorort nutzen kann. Beim Kauf wurde mir dann auch noch gesagt, dass ich damit die Exkursionsfahrt, die einmal am Tag vom Hafen in Kagoshima nach Sakurajima stattfindet, mitmachen kann. Diese dauert 50 Minuten (die normale Überfahrt nur 15 Minuten) und man kann dadurch einen Teil der Küste sehen. Auf der Fahrt hat sich ein ältere Mann mit mir unterhalten. Ich schätze ihn auf etwa 80 Jahre. Leider habe ich nicht all zu viel verstanden. Er sei mit seinem Sohn unterwegs und lebt schon lange in Kagoshima. Dann hat er mir noch versucht etwas von der Geschichte der Insel zu erklären, aber da fehlt mir der Wortschatz für. Weil ich dann aber noch etwas fotografieren wollte, habe ich mich dann von ihm verabschiedet.
Leider hatte ich an meinen beiden Tagen in Kagoshima nicht viel Glück mit dem Blick auf den Vulkan, der noch aktiv ist und aus dessen einen Krater regelmäßig Rauch aufsteigt. Die Bergspitze war immer in Wolken getaucht. Aber zumindest hat es nicht geregnet.
Auf Sakurajima ist es ohne eigenes Auto ziemlich schwer hin und her zu kommen. Es gibt einen stündlichen Sightseeing-Bus, der eine kleine Runde auf der Westseite der Insel fährt (dazu weiter unten mehr). Dann gibt es noch zwei Bustouren um die ganze Insel, die allerdings etwas mehr kosten und für mich leider zeitlich ungünstig lagen. Sonst kann man noch sein Glück mit den lokalen Bussen versuchen (von denen ich allerdings keine Fahrtroute gefunden habe) oder sich ein Fahrrad leihen. Wenn man ein großes Budget zur Verfügung hat, kann man auch eine Rundfahrt mit dem Taxi machen.
Ich habe erst einmal angefangen die Umgebung am Hafen zu Fuß zu erkunden. Erstes Ziel war der Dinosaurier-Park. Allerdings stellte sich das mehr als großer Kinderspielplatz heraus. Der anstrengende Aufstieg hat sich lediglich wegen der Aussicht gelohnt.
Danach habe ich mir den Tsukiyomi Schrein angesehen und bin danach zum Visitor Center gelaufen. Dort ist eine Ausstellung zur Geschichte der Vulkaninsel – Entstehung, Ausbrüche – und es gibt auch ein großes Model. Als ich gerade fertig war, kam ein älterer Mann zu mir – freiwilliger Mitarbeiter – und hat mich zum „Movie Theater“ gebracht, wo gerade ein Film über Sakurajima mit englischen Untertitel angefangen hat. Es war wirklich sehr interessant.
Anschließend ging es dahin, wo ich mich schon den ganzen Tag drauf gefreut habe: Yokan Nagisa Park Foot Spa! Hierbei handelt es sich um ein etwa 100 Meter langes Fußbad, welches man kostenlos nutzen kann. Das Wasser war angenehm warm und man hat einen wunderbaren Ausblick. Da ich mich entschieden hatte, danach mit dem Sightseeing-Bus zu fahren und noch einige Zeit hatte, saß ich dort über eine halbe Stunde. Meine Beine waren dann ganz rot.
Den Sakurajima Island View Bus gibt es erst seit Oktober 2011. Nachdem ich in meinem alten Reiseführer gelesen habe, dass es eigentlich gar nichts gibt, bin ich froh, dass Touristen zumindest jetzt diese Möglichkeit gegeben ist. Je nach Strecke kostet die Fahrt zwischen ¥ 110 und ¥ 430. Der Bus war aber in meinem Welcome Cute Pass enthalten. Eigentlich mag ich solche Touristenfahrten nicht wirklich. Weil das a) ziemlicher Stress ist und b) man in einen vorgeschrieben Plan gedrückt wird. Der Bus hält hier für fünf Minuten, man kann drei Fotos machen und dann geht es weiter. Wenn man nicht alles in der Zeit schafft, muss man eine Stunde auf den nächsten Bus warten. Wir haben insgesamt drei Sightseeing-Stopps gemacht, wobei das Yunohira Observatorium das Hauptziel war, weil es der für Touristen der nahste zugängliche Ort zum Vulkankrater ist. Allerdings haben die Wolken mir da einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Zumindest hatte ich noch Zeit mir dort ein kleines Souvenir zu kaufen. Da Sakurajima für den Anbau von riesigen Rettichen (etwa 30 kg) und von Mini-Mandarinen (Durchmesser 3 cm) bekannt ist, gibt es alles mögliche mit diesen zwei Gemüse- bzw. Obstsorten. Für mich gab es einen Anhänger von Chopper mit Riesenrettich. Zurück am Hafen gab es für mich noch ein einheimisches Mandarinensofteis und dann ging es mit der Fähre – die 24 Stunden tätig ist und in den Spitzenzeiten alle 10 Minuten fährt – zurück nach Kagoshima.

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