[Veranstaltungen] Eisa Matsuri und Sumidagawa Feuerwerk

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Am letzten Samstag des Juli findet jedes Jahr eins der größten Feuerwerke des Jahres statt: das Sumidagawa Hanabitaikai (隅田川花火大会). Dieses Jahr war es am 26. Juli – und ich konnte es mir natürlich nicht nehmen lassen und war dabei!
Vorher waren wir aber gegen Mittag in Shinjuku, weil dort das Shinjuku Eisa Matsuri stattgefunden hat. Eisa (エイサー) ist ein traditioneller Volkstanz aus Okinawa. Genaueres könnt ihr dazu u.a. auf Wikipedia finden. Viele verschiedene Gruppen haben mitten auf der Straße, die natürlich dafür abgesperrt war, getanzt, gesungen und getrommelt.
Die Veranstaltung in Shinjuku lief über den ganzen Tag (von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr). Auf der Hauptstraße des Festes gab es fünf Bühnen (bzw. abgetrennte Bereiche), wo alle 15 Minuten die Gruppen gewechselt haben und ihre ganz eigenen Performances aufgeführt haben. Das Alter der Tänzer reichte wohl von 3 bis 80 Jahre, wie es mir vorkam, wobei ich die Kinder-Gruppen am süßesten fand.
Der Untertitel des Festivals war “新宿が熱い日“, was etwa “ein heißer Tag in Shinjuku” heißt. Und das war wirklich wahr. Denn es waren 35 °C im Schatten. Und die Tänzer haben in ihren Outfits in der prallen Sonne getanzt. Mir ist beim bloßen Zuschauen und Fotos machen schon das Wasser unter dem Yukata runter gelaufen. Hätte ich da noch mit so viel Elan tanzen müssen, wäre ich wohl tot umgefallen. Wobei ich am Rande auch gesehen habe, wie ein älterer Mann unter den Tänzern während des Auftrittes an den Rand gekommen und zusammen gesunken ist… Ihm wurde natürlich sofort Wasser gegeben und Wind zugefächelt.
Eisa Matsuri

Auch als ich zwischenzeitlich – wohl von der Hitze knallrot im Gesicht – im Schatten eines Gebäudes saß und mein Freund besorgt vor mir kniete, kamen ein paar Helfer vom Festival angelaufen und haben gefragt, ob alles in Ordnung ist. Ein älterer Mann hatte sogar das Bedürfnis uns heimlich zu fotografieren… (=o=)”

Hier ein Video, das ich gemacht habe (^^)

Zum Mittagessen haben wir uns dann ein paar kalte Zaru Udon gegönnt, wobei ich die Chance eher genutzt habe, um mich mit kühlen Wasser voll laufen zu lassen. Ich finde es immer noch total praktisch, dass es in Japan in den Restaurants kostenlos Wasser gibt. Danach haben mein Freund und ich noch Purikura gemacht ♡ Und ich habe mir dann doch noch eine neue 16GB SD-Karte für meine Kamera gekauft, weil ich beim Festival Videos gemacht habe und aber auch noch beim Feuerwerk Videos machen wollte.

Zaru Udon

Dann ging es nach Oshiage zum Skytree. Dort wollten wir zum Ooyokogawa Shinsui Park (大横川親水公園), von wo aus man – nach Recherchen meines Freundes – das Feuerwerk wohl gut sehen sollte. Natürlich war dort schon alles mit Planen reserviert. Wir haben uns dann in den vorderen Teil des Parks zu einer großen internationalen Gruppe gesetzt – bis uns dann mitgeteilt wurde, dass dieser Teil um 17 Uhr geschlossen wird. Also wieder zurück in die andere Hälfte und dort noch ein Stück freien Platz reserviert. Ich konnte mir schon denken, dass wir von da aus nichts sehen werden und habe meinem Freund gleich mitgeteilt, dass ich mich dann zum Fotografieren auf die Brücke verkrümeln werde.

Wir haben dann auf den Rest unserer Gruppe gewartet, die relativ spät kamen und weshalb wir uns dann beeilen mussten, um noch etwas frisches zu trinken im Kombini zu kaufen. Dort standen ja auch zehntausend Menschen Schlange… Ich habe es auch sein lassen müssen, mich bei der Toilette anzustellen. Dort sah die Schlange nicht anders aus. Am Ende waren wir knappe fünf Minuten vor Beginn des Feuerwerkes zurück, ich habe schnell meine Dose Trauben-Alkohol (wuhu~ 3%!) getrunken und dann ging es los. Natürlich sah man von unserem Platz aus nichts. Ich habe aber einen relativ guten Platz auf der Brücke gefunden, nur eins zwei Häuser waren im Weg. Und ab und zu ein Bus, der immer mit großem Gestöhne von allen umherstehenden beschalt wurde

Sumida Hanabi

Das Feuerwerk war an verschiedenen Stellen. Die eine konnte man von uns aus gut sehen, von dem anderen hat man nur ab und zu eine Spiegelung in den entfernten Häusern mitbekommen. Wenn man beides sehen wollte, musste man wohl wirklich in die Menschenmassen direkt am Sumida-Fluss. Bei uns ging es von den Massen zumindest halbwegs.

Hier findet ihr nun ein paar Fotos. Das ganze Spektakel hat 1 1/2 Stunden gedauert. Es waren viele typische Elemente dabei, aber auch einige, die ich noch nicht kannte. Es gab natürlich auch Herzen und Pikachus (^__~) Auf jeden Fall war es aber wieder schön.

Dieses Wochenende geht es wieder mit ein paar Freunden zu einem Feuerwerk, allerdings ist dieses kleiner und nicht so berühmt – und hoffentlich auch nicht so überlaufen. Denn die Massen in der Bahn von Oshiage waren mir dann doch schon wieder zu viel (=.=)” Aber war ja auch nicht anders zu erwarten… Welcome to Tokyo!
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