[Allgemeines] Zugfahren mit der Suica

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Als ich das erste Mal in Japan war, war ich beim Thema „Zugfahren“ größtenteils mit meinem Japan Rail Pass (hier) abgesichert. Das eine Mal, wo ich aber eine Fahrkarte für die Metro brauchte, war ich ohne große Japanischkenntnisse ziemlich verwirrt. Damals (2010) waren die U-Bahn-Pläne auf dem Bahnhof noch komplett auf Japanisch geschrieben und ich wusste auf der Übersicht weder wo ich war, noch wo ich hinwollte. Dadurch hatte ich auch noch weniger Ahnung, wie viel die Fahrt kosten sollte – aber keine Sorge. Mir wurde sofort weiter geholfen und nun hat sich die Situation um einiges verbessert (^_~)

Um der ganzen Problematik „Fahrkartenkauf“ zu umgehen, gibt es eine tolle Alternative, die ich nie wieder missen möchte: Prepaid-Karten! Je nach Region gibt es unterschiedliche Anbieter. In der Tokyoter Gegend sind Suica und Pasmo am meisten vertreten. Ich habe mir im Oktober 2013 eine Suica geholt und werde jetzt auch größtenteils darüber schreiben (^^)

Die Karte kann für 2.000 Yen am Bahnschalter oder direkt am Fahrkartenautomat gekauft werden. Davon gelten 500 Yen als Pfand, welchen man bei Rückgabe der Karte zurückerstattet bekommt. Die restlichen 1.500 Yen können für das Bahnfahrten benutzt werden.

Wie man genau die Karte aus dem Automaten bekommt, ist hier ziemlich gut erklärt, deshalb spar ich mir das jetzt. Wenn man möchte, kann man sich seine Suica personalisieren. Das heißt, es steht der Name auf der Karte und die Telefonnummer wird gespeichert. So kann die Bahngesellschaft einen erreichen, wenn man sie mal verloren hat. Auf meiner steht auch mein Name drauf. Allerdings war der zu lang |D
Das Aufladen der Karte ist auch nicht sehr kompliziert. Karte in den Kartenschlitz des Automaten stecken, aufladen (Charge) drücken, Geldbetrag auswählen, Geld reinstecken, fertig. Aufladen kann man bis zu 20.000 Yen. Das Guthaben kann auch am Automaten überprüft werden, wird aber auch bei jeder Nutzung an den Bahnschranken angezeigt.
Meine Plüsch-Kartenhülle. Koro-sensei aus Assassination Classroom.
 Und wie benutze ich die Suica nun? Super einfach! An den Bahnschranken gibt es eine Fläche, auf die man die Karte halten muss (über den normalen Ticketschlitzen, sind eigentlich nicht zu verfehlen). Da mit der Karte drüber, es piept kurz und dann kann man durch. Das gleiche wieder beim Verlassen. Wenn es zwei mal piept und rot leuchtet, hat man irgendwas falsch gemacht (^_~) Meistens liegt es daran, dass man nicht mehr genug Geld auf der Karte hat. Wenn man sich aber sicher ist, dass das Geld reicht, dann geh ich nochmal zurück und versuche es nach zwei anderen Personen nochmal – und dann klappt es meist. Oder man geht zum Schalter, der meist an der Seite ist und der Bahnmitarbeiter kümmert sich dann darum.
Da der Chip in der Karte ziemlich stark ist, muss man sie übrigens nicht direkt auf die Fläche legen. Viele haben sie in ihrem Portemonnaie oder ihrer Handyhülle – das Handy hat man ja eh immer in der Hand. Ich habe mir eine Kartenhülle gekauft und ein … wie heißt das? xD Ein Band, dass ich rausziehen kann und sich dann automatisch wieder aufrollt. So hängt meine Karte an meiner Tasche, ich schnapp sie, zieh sie zur Berührungsfläche und lass sie los und sie schnapp zurück. Praktisch hoch 10! Zumindest für mich xD
Meine süße Rilakkuma-Hülle. Die Glitzer-Erdbeeren habe ich selbst drauf geklebt.

Weshalb sich der Kauf einer Suica noch lohnt? Man kann damit nicht nur Zug fahren. Sie funktioniert auch in vielen Bussen und Privatbahnen. Außerdem kann man damit auch an manchen Getränkeautomaten, Kiosks und Geschäften bezahlen! Wirklich praktisch, dieses Kärtchen.

Und noch etwas zu den anderen Karten. Die Auswahl ist wie bereits gesagt je nach Region anders und dadurch ist auch beschränkt, welche Karte man wo benutzen kann. Auf Reisen war ich froh, dass meine Suica unter anderem auch in Osaka und Fukuoka funktioniert hat. Aber natürlich gibt es dort auch spezielle Karten. In der Osaka~Hiroshima Gegend ist das zum Beispiel die ICOCA, in der Fukuoka-Umgebung die SUGOCA und nimoca und in Hokkaido die Kitaca. Natürlich haben auch alle ihre eigenen Maskottchen. Das Schnabeltier Ico habe ich in Fukuyama auf dem Bahnhof getroffen (^^)

 

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Keine Kommentare

  1. Ich finde die Dinger auch unglaublich praktisch, weil es einfach viel schneller geht als mit einer normalen Fahrkarte. Ich will meine Hayakaken (die Karte von Fukuoka), auch nicht mehr missen! Dagegen kommt mir Deutschland mit seinem alten Ticketsystem mal wieder unglaublich rückständig vor ^_~

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