[Rundreise 2014] Unterwegs in Hiroshima

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Von Iwakuni ging es dann die kurze Strecke weiter nach Hiroshima. Da ich eigentlich den ganzen Tag in Iwakuni noch eingeplant hatte, musste ich meine bisherige Planung wieder etwas ändern. In der Hinsicht war es gut, dass ich meine Tagesplanung meist eh erst 1~2 Tage vorher gemacht habe.

Futon

Wie baue ich meinen Futon zusammen?

In Hiroshima angekommen ging es erstmal zum Hostel. Ich habe im K’s House (Link) übernachtet – diese Kette kannte ich schon von einer Reise nach Kyoto im Juli 2012. Und da es mir damals dort sehr gefallen hatte, war ich froh, in Hiroshima mal wieder in einem K’s House vorbei zu schauen. Ich wurde sehr freundlich empfangen, habe noch ein paar Infomaterialien bekommen und konnte dann meinen Koffer schon mal nach ganz oben bringen. Ich hatte mir ein japanisches Zimmer gebucht, welches ich alleine nutze. Auf der Etage gab es nur noch ein weiteres japanisches Zimmer – was dem Geräuschpegel her mit 3~4 Leute belegt war, Dusche/WC und die Dachterrasse. Es war also sonst nicht viel los und man hatte seine Ruhe, was ich persönlich sehr gut heiße.

Danach bin ich etwas durch Hiroshima gelaufen. Auf dem Plan standen Shukkei-en Garten und die Burg Hiroshima.

Vom Hotel bis zum Shukkei-en Garten habe ich etwa eine gute halbe Stunde zu Fuß gebraucht. Zwischendurch bin ich auch an einer großen Kathedrale (?) vorbei gekommen, die ich gar nicht richtig auf ein Foto bekommen habe. Der Shukkei-en kostete einen geringen Eintritt von 260 Yen und dort habe ich mich auch eine ganze Weile aufgehalten und entspannt. Der Garten ist wirklich wunderschön und vor allem die Brücke in der Mitte des Teiches ist beeindruckend. Etwas im Hintergrund habe ich auch ein kleines Schauspiel der Tierwelt erlebt: ein Entenpärchen hat lautstark mit einer Krähe gekämpft, denn diese wollte ihnen die Eier, die eigentlich ausgebrütet werden sollten, stehlen. Leider hat die Krähe es am Ende auch geschafft, eins der Eier zu entwenden. Die armen Enten taten mir dann richtig leid…

Weiter ging es dann zur Burg von Hiroshima. Das Gelände ist riesig und wenn man aus meiner Richtung kam, konnte man hier und dort ein paar Ruinen von alten Gebäuden erkennen. Überrascht war ich, dass die Burg, welche auch Karpfen-Burg genannt wird, sogar eine kleine Broschüre auf Deutsch hatte. Sowas hat man in Japan ganz selten. Im Inneren des Schlosses befindet sich eine Ausstellung, mit alten Burgteilen, Bildern, Schriften, Rüstungen und Co. Von ganz oben hat man – wie auf den meisten Burgen – einen wunderbaren Ausblick. Hier aber vor allem, weil der Fluss gleich daneben entlang fließt.

Burg Hiroshima

Auf dem Burggelände befindet sich auch noch ein Schrein, bei dem ich auch kurz vorbei geschaut und ein paar Fotos gemacht habe. In der Nähe habe ich mir dann auch erstmal einen schattigen Platz gesucht und eine kleine Pause eingelegt. Obwohl es noch Ende April war, war es doch schon ziemlich warm.

Dann ging es weiter zum Ninomaru – eine Art Tor, durch das man in die Burgstadt eintritt – ich bin also quasi von hinten rein und vorne wieder raus *lach* In das Gebäude konnte man auch rein und hat dort eine kleine Ausstellung zur Restaurierung vorgefunden.

Da ich noch Zeit hatte – und keine Lust weiter zu Laufen – bin ich dann in den Sightseeingbus eingestiegen und eine Runde mitgefahren.

Zurück am Ausgangspunkt bin ich dann in Richtung Atomic Bomb Dome gelaufen. Es war schon irgendwie ein arg bedrückendes Gefühl vor diesem Stück Geschichte zu stehen. Allerdings hatte ich mir die Thematik Atombombe erst für einen anderen Tag vorgenommen und bin dann nach ein paar Fotos schnell weiter.

Es ging noch über die Shoppingmeile, wo ich einige Zeit verbrachte und dann auch noch einen Crepe gegessen habe, bevor ich dann zurück ins Hostel bin. Dort habe ich mich erholt und die weiteren Sightseeingpläne vorbereitet.

Hiroshima

Am Abend hieß es dann Futon herrichten. Das war zum Glück kein Problem mehr, weil ich das schon öfter gemacht habe. Trotzdem fand ich die bebilderte englische Anleitung dazu ziemlich niedlich. Am nächsten Tag sollte es dann nach Miyajima gehen und am Abend war ich mit „Bekannten“ verabredet. Dazu dann mehr in den nächstens Einträgen.


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Shukkei-en Garden in Hiroshima

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