[Rundreise 2014] Auf den Spuren der Atombombe in Hiroshima

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An meinem letzten Tag in Hiroshima wollte ich mich auf die geschichtlichen Spuren der Stadt machen. Denn wie jeder weiß, hat Hiroshima seine traurige Berühmtheit durch die Atombombe, die am 6. August 1945 über der Stadt abgeworfen wurde. Der Weg führte mich u.a. zum Atomic Bomb Dome und dem Friedensgedächtnismuseum Hiroshima.

Zuerst ging es zu eigentlich dem berühmtesten Objekt der Stadt: den Atombombendom. An meinem ersten Tag in Hiroshima habe ich dort nur kurz vorbei geschaut, diesmal habe ich mir etwas länger Zeit dort genommen. Trotz des schönen Wetters war das bedrückende Gefühl sofort wieder da und das sollte auch für den restlichen Tag anhalten. Das Gebäude war eines der wenigen, von denen nach der Explosion der Bombe noch Grundmauern stehen geblieben waren. Heute ist es weltweit als Symbol der Kriegszerstörung und Hoffnung auf Weltfrieden bekannt und auch zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Natürlich waren viele Touristen dort, doch alle strahlten das selbe schwere Gefühle aus.

Im Peace Memorial Park findet man viele Monumente, die an die Opfer der Atombombe erinnern. Besonders hat mich das Children’s Peace Monument beeindruckt. Neben der großen Statur, in der eine Glocke mit Kranich hängt, gibt es noch jede Menge Glaskisten, die mit Origamikranichen gefüllt sind. Aus ihnen wurden dort sogar tolle Bilder gestaltet. Wie der Name sagt, ist dieses Monument den Kindern, die unter Atombombe zu leiden hatten, gewidmet. Vor allem auch Sadako Sasaki, die durch die Geschichte mit den 1000 Kranichen bekannt wurde. (Darüber sollte ich irgendwann auch mal schreiben…) 

Weiter ging es dann Richtung Friedensgedächtnismuseum. Dort kommt man am bogenförmigen Kenotaph vorbei – ein Scheingrab. In diesem Grab befindet sich auch eine Rolle mit Namen zahlreicher Opfer. Im Wasser sind Platen mit Inschriften in verschiedenen Sprachen eingelassen, auch in Deutsch. Wenn man gerade hindurch schaut, kann man den Atomic Bomb Dome sehen. An dieser Stelle finden auch alljährlich am 6. August die Gedenkfeiern statt.



Das Friedensgedächtnismuseum ist sehr beeindruckend. Der Eintritt kostet symbolische 50 ¥ und es gibt sogar Flyer auf Deutsch. Ich habe sehr viel Zeit darin verbracht und mir alles in Ruhe angesehen. Es wird viel von den geschichtlichen Hintergründen gezeigt und wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass die Atombomben über Hiroshima und Nagasaki abgeworfen wurden. Ich habe mich in der Schule nie sehr für Geschichte interessiert, deshalb habe ich auch kaum Hintergrundwissen zum 2. Weltkrieg. Es wurde dort auch angezeigt, dass Deutschland zu den geplanten Zielen der Bombe gehört, die Entscheidung dann aber doch auf Japan fiel.

Es gibt so viel zu sehen – Geschichtstafeln; Videowände; alte Gegenstände, die von den Einwirkungen der Atombombe gezeichnet sind; Bilder, die einem fast das Herz zerreißen… Ich hatte sehr oft mit den Tränen zu kämpfen. Vor allem zum Schluss, als man zu den Augenzeugenberichten kam. Am Ende war ich doch froh, als ich wieder draußen war. Doch das Museum hat mich nachhaltig tief bewegt. Definitiv ein MUSS für einen Besuch der Stadt Hiroshima.


Am späten Nachmittag habe ich mich dann entschieden, dass zu machen, was ich schon lange machen wollte: den neuen Detektiv Conan Film im Kino anschauen! Denn aktuell lief der 18. Conan Film „Dimensional Sniper“ und wenn man schon mal die Chance hat einen Film im japanischen Kino zu schauen, dann sollte man sie doch auch nutzen (^_~)v
Nachdem ich meine Kinokarte gekauft hatte, hatte ich noch etwas Zeit und bin durch das große Kaufhaus geschlendert. Zuerst habe ich ein bisschen Geld an den Ufo Catchern verplembert und dann noch ein paar Sachen im Daiso gekauft. Zu meiner Überraschung bin ich dann einer großen Korilakkuma-Figur in die Arme gelaufen. Ich liebe Rilakkuma!!! ♥ Natürlich habe ich mich in die Schlange der wartenden Kinder eingereiht, um ein Foto mit dem süßen Bärchen zu machen. Die Blicke der Leute drum herum waren sehr interessant *lach*

Dann ging es ins Kino. Der Film war sehr cool. Ich habe sogar ziemlich viel vom Japanisch verstanden. Ein Teil war sogar auf Englisch, wodurch ich noch mehr von der Story mitbekommen habe. Im Anschluss habe ich mich noch beim Merchandise umgesehen. All zu viel habe ich nicht gefunden, aber einen Schlüsselanhänger und ein Plastikbild habe ich mir doch mitgenommen. In der Hoffnung, dass ich in Tottori im Conan Museum in wenigen Tagen mehr einkaufen könnte.

 

 

Damit waren meine paar Tage in Hiroshima auch wieder zu Ende. Es war eine tolle und beeindruckende Zeit, die mich zwar teilweise ziemlich mitgenommen hat, aber jeden Moment wert war. Weiter ging es am nächsten Morgen nach Matsue in die Präfektur Shimane.

 

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