[Rundreise 2014] Unterwegs in Matsue

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Bei der Reiseplanung stand ich irgendwann vor der Problematik, dass ich nach meinem Aufenthalt in Hiroshima eigentlich auf Japans 4. Hauptinsel Shikoku wollte, dann aber bis zur Ankunft meines Freundes in Osaka – mit dem ich dort die Golden Week verbringen wollte – nur noch effektive 3 Tage hatte. Eindeutig zu wenig für Shikoku. Die Entscheidung fiel dann auf die gegenüberliegende Seite – auf die Präfekturen Shimane und Tottori. Zweiteres wegen dem Detektiv Conan Museum und Shimane, weil ich dadurch den berühmten Izumo Taisha Schrein besuchen konnte. Eine Unterkunft für 2 Nächte suchte ich mir in Matsue und bin dann früh mit dem Highwaybus von Hiroshima dorthin gefahren.

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Auch – oder vielleicht weil – Matsue nicht gerade berühmt für ausländische Touristen ist, gibt es dort ziemlich viele Angebote für eben jene. Es gibt in der Touristeninformation viele englischsprachige Prospekte, einige auch mit vielen tollen Bildern. Auch viele Infotafeln sind auf Japanisch und Englisch. Weiterhin gibt es bei vielen Museen und Attraktionen nur für ausländische Besucher bis zu 50% Rabatt auf die Einkaufspreise.

Mein Hauptziel war die Burg von Matsue, wo es mich dann, nachdem ich meinen Koffer im Hotel abgegeben hatte, zuerst hinführte. Der Bau der Burg begann 1607 und heutzutage ist die Burg eine der wenigen in Japan, die noch in ihrer originalen Holzform erhalten geblieben ist. Das merkt man auch im Inneren, denn da ist nun mal ganz viel Holz und es knarzt bei jedem zweiten Schritt. Zudem gibt es auch wieder Ausstellungsstücke wie Samurai-Rüstungen, Bilder und Miniaturen von der Umgebung zu sehen.

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Danach habe ich mir den Jozan Inari Schrein angesehen, wo es sehr viele Fuchsstaturen gibt. Dafür musste man aber erstmal einige Stufen nach oben.

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Da sich das Wetter immer mehr verschlechterte, ging die weitere Planung mehr in die Richtung „in Gebäude rein“ und „weniger draußen herumlaufen“. Somit bin ich dann in die Gedenkstätten für Lafcadio Hearn, der am Ende des 19. Jahrhunderts in Japan lebte und wirkte. Dazu zählen das Lafcadio Hearn Memorial Museum sowie seine Alte Residenz, die sich gleich daneben befindet. Alles sehr interessant. Im Museum bekommt man einen Einblick in sein Leben und in seine Manuskripte. Die Ausstellung ist Japanisch und Englisch beschriftet. In der Residenz kann man den schönen Blick auf den japanischen Garten genießen. Und da es mit den oben erwähnten Rabatten nur jeweils ¥ 150 kostet, kann man da ruhig mal einen Blick rein werfen. Ein kleines Stück weiter kann man sich dann noch eine alte Samurai-Wohnung anschauen, welche auch sehr interessant ist.

Und weil ich dann schon einmal auf den Spuren der Geschichte war, bin ich auch noch in das Matsue History Museum gegangen, wo ich einige Zeit verbracht habe. Am besten hat mir der Video-Bereich gefallen, denn da konnte man sich erholen und einen Film über Matsue und die Umgebung, der an die Decke projektiert wurde, ansehen.

Da der Regen dann immer stärker wurde, habe ich mich entschieden, mit dem Bus zurück zum Hotel zu fahren. Interessanterweise gab es an der Bushaltestelle sogar kostenloses WiFi. So war die Wartezeit wenigstens gerettet, bis ich dann wieder im Hotel war. Am nächsten Tag bin ich zum berühmten Izumo Taisha Schrein gefahren. Dazu findet ihr aber mehr im nächsten Eintrag.

Auf dem Rückweg habe ich einen Stopp im Matsue Vogelpark gemacht. Schon allein aus dem Grund, dass es auf deutsch „Vogelpark“ hieß. Den Grund dafür habe ich allerdings nicht herausgefunden *lach* Aber wenigstens gab es doch auch wirklich Vögel.

Die Anlage ist ziemlich groß und man muss sich dafür wirklich etwas Zeit einplanen. Es gibt verschiedene Hallen mit unterschiedlichen Themen. Eine davon ist unter anderem für Wasservögel. Es gab eine Pinguin Parade und man konnte sich auch einen Kakadu auf den Arm setzen lassen. Die anderen Shows, die es noch geben sollte, hatte ich leider schon verpasst. Es war auf jeden Fall alles schön anzusehen.

Für Blumenfans ist es auch ein Highlight, denn im Center Greenhouse gibt es jede Menge Blumen. Und wenn ich jede Menge sage, meine ich es hier auch so. Es sollen allein 1200 Arten Begonien aus aller Welt sein. Ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Somit neigte sich mein 2-Tages-Aufenthalt in Matsue auch wieder dem Ende. Eigentlich ist der Ort berühmt für den schönen Sonnenuntergang über dem See Shinji. Allerdings war wettertechnisch bei mir kein Sonnenuntergang vorhanden, was mich doch etwas traurig stimmte. Trotzdem hat sich der Weg nach Matsue definitiv gelohnt ♥

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