[Review] Manga Kochbuch Japanisch

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Japanisches Essen ist lecker und in vielen Mangas wird uns immer wieder was tolles gezeigt. Leider kommen die meisten von uns nicht regelmäßig nach Japan, um das Essen Vorort zu genießen und in Deutschland werden Dauerbesuche im japanischen Restaurant mit der Zeit doch ziemlich teuer. Warum dann nicht die Alternative nutzen und einfach selbst kochen? Gute Idee? Dann habe ich hier einen super Buchtipp für euch: das Manga Kochbuch von Angelina Paustian, welches im April beim Cadmos / AV Buch Verlag erschienen ist.
Wie der Name sagt, handelt es sich bei diesem Kochbuch um ein Buch im Manga-Style. Es befinden sich kleine Manga-Geschichten darin, die in die jeweilige Thematik einleiten. Auch geben die zwei Hauptcharaktere – die Perfektionistin Aya und Daisuke, der die Kreationen gern isst – bei jedem Gericht oft noch weitere Tipps und Hinweise.
Zu Beginn des Buchs werden die einzelnen japanischen Zutaten, die man für die Gerichte braucht, vorgestellt. Zudem gibt es auch noch Hinweise, wo man die Zutaten kaufen kann und eine Anleitung, wie man mit Stäbchen isst. Das Buch selbst ist in fünf Kategorien geteilt:
Teil 1 – Nudelsuppen
Nudelsuppen sind sehr beliebt in Japan. In der ersten Kategorie lernt ihr zum Beispiel, wie ihr Gyuniku Udon (Rindfleisch) und Miso Ramen selbst macht. Am meisten reizt mich hier das Rezept für Curry Udon.
Teil 2 – Hauptgerichte
Bei den Hauptgerichten wird euch erst einmal erklärt, wie ihr das Grundnahrungsmittel der Japaner macht: Gohan, also Reis. Mit diesem Wissen, könnt ihr dann mit Oyakodon weiter machen. Sonst gibt es aber auch noch Okonomiyaki in der Hiroshima-Variante, Omuraisu und mehr. 
Teil 3 – Sushi
An welche Speise denken die meisten, wenn sie Japan hören? Ja, Sushi! Nachdem ihr auch hier erstmal lernen könnt, wie man den Reis dafür richtig zubereitet, erfahrt ihr wie ihr u.a. Chirashi-zushi, Norimaki oder Uramaki macht.
Teil 4 – Snacks
Ein paar Sachen für Zwischendurch gibt es auch. Hier findet ihr einige beliebte Sachen wie Onigiri, Takoyaki und Tempura, aber auch Kreationen wie Yakisoba Pan und Ramen-Burger. Letzteren muss ich auch unbedingt einmal ausprobieren.
Teil 5 – Süßspeisen
Meine persönliche Lieblingskategorie, weil ich süße Sachen liebe. Hier findet ihr u.a. Rezepte für Schoko-Bananen-Sushi, japanische Crepe, Panda-Plätzchen, Melonpan, Taiyaki und viel mehr.
Jede Kategorie wird mit einem kleinen, meist amüsanten Manga-Ausschnitt eingeleitet. Jedem Rezept ist eine Doppelseite gewidmet, wobei eine davon ein großformatiges Foto ist. Neben Zutatenliste gibt es dann immer noch eine einfach verständliche Anleitung, wie das jeweilige Gericht zubereitet wird. Allem in allem, ist es sehr niedlich gestaltet.
Manga Kochbuch
Fazit: Als ich das Buch das erste mal durchgeblättert habe, ist mir das Wasser im Mund zusammen gelaufen, denn die Bilder sind wirklich wunderbar aufgenommen und es sieht alles sehr lecker aus. Die Rezepte sind einfach und verständlich geschrieben und auch für Koch-Anfänger nicht all zu kompliziert. Durch die verschiedenen Kategorien hat man einen guten Querschnitt durch die japanische Küche und findet eigentlich immer was passendes zum Kochen. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr darauf die Rezepte auszuprobieren! o(^__^)o

Manga Kochbuch

Das Manga Kochbuch ist übrigens bereits das zweite Buch der Autorin. Ihr erstes Buch „Koch dich japanisch“ erschien im September 2013 und wurde von der Jury des Gourmand Worldcookbook Awards 2013 zum besten Buch Deutschlands in der Kategorie „Japanische Küche“ gewählt. Es ist also auch eine Empfehlung wert.

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Ich konnte mit Angelina Paustian ein kleines Interview führen, welches ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. 

☆ Wie und wo hast du japanisch kochen gelernt?
Japanisch kochen habe ich in Japan von vielen verschiedenen, lieben Menschen gelernt. Zum einen waren da natürlich meine Chefs in der Küche, in der ich gearbeitet habe. Morgens und Mittags haben mir die lieben japanischen Hausfrauen gezeigt wie man ein japanisches Frühstück zubereitet und was man z.B. bei einer Misosuppe und Kareraisu (Curryreis) beachten sollte. Abends wurde mir dann von meinem Chef, der Sushimeister ist, gezeigt wie ich Fleisch, Sushi, Fisch, Gemüse und andere Leckereien zubereiten kann. Vor allem an Tagen, an denen uns wenig Gäste besucht haben 🙂
Dann habe ich noch das Glück gehabt, dass meine japanischen Freundinnen sehr gerne kochen und wir uns öfter mal zum Kochen und anschließendem J-Dorama gucken verabredet haben.

☆ Wie lange warst du in Japan und was hast du dort gemacht?

Ich habe ein Jahr in Japan gelebt und seitdem bin ich nur zu Besuch da. Ich hatte das Glück über die ijgd (internationaler Jugendgemeinschaftsdienst) aus Berlin einen Platz für ein freiwilliges soziales Jahr zu bekommen. Meine Einsatzstelle war dabei das Kyoto Utano Youth Hostel. Dort habe ich die Gästezimmer, das Ofuro und das ganze Youth Hostel gereinigt, in der Küche gearbeitet und zu besonderen Events (z.B. Glühwürmchen in Arashiyama gucken) haben wir den Gästen Touren angeboten. Das war sehr spannend, vor allem da ich auch im Youth Hostel gewohnt habe und alle Mitarbeitet ein tolles Team sind. Man lernt sehr viel dort und die Arbeit hat Spaß gemacht 😀

☆ Was gefällt dir am Besten an der japanischen Küche?

Am Besten gefällt mir, dass darauf Wert gelegt wird jede Geschmacksrichtung in einem Menü abzudecken. Die Komposition eines Menüs aus süß, salzig, herzhaft, sauer und bitter regt die Geschmacksnerven an und man ist nach dem Essen satt und zufrieden. Außerdem mag ich die Einfachheit mit der in der japanischen Küche gekocht wird. Natürlich gibt es wie in jeder Küche auch schwere Gerichte, aber die japanische Küche versucht mit wenigen Zutaten viele verschiedene Geschmäcker zu schaffen. Das finde ich wunderbar.

☆ Was ist dein Lieblingsrezept aus deinem aktuellen Kochbuch?
Ohhh… das ist schwer zu sagen, ich esse zu gerne, um mich auf ein Lieblingsgericht zu beschränken 😀 Kann ich auch drei nehmen? Dann wären das Gyuniku Udon, Ramenburger und Ichigo Keki.
Manga Kochbuch
☆ Was sollte man deiner Meinung nach auf einer Japan-Reise unbedingt einmal essen?
Also was man unbedingt einmal auf einer Japan-Reise essen sollte sind frische Ramen, Gyudon und natürlich Sushi! Jede größere Stadt in Japan hat auch eine eigene Spezialität, die man als Omiyage (Mitbringsel) seinen Freunden und Mitarbeitern nach einer Reise mitbringen kann. In Tokyo unteranderem z.B. Tokyo Banana (lecker! Ich liebe die :D) und in Kyoto z.B. Yatsuhashi. Das kann ich auch nur empfehlen, da die Spezialitäten immer sehr nett anzusehen,lecker und nur in der jeweiligen Stadt vorzufinden sind.
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Hiermit bedanke ich mich einerseits bei der Autorin Angelina Paustian recht herzlich für die tolle Zusammenarbeit und die Beantwortung der Interviewfragen, andererseits aber natürlich auch sehr beim Cadmos Verlag, der mir das Buch zum Reviewen zur Verfügung gestellt hat.

Wer nun Interesse hat, kann das Manga Kochbuch oder aber auch „Koch dich japanisch“ natürlich käuflich erwerben. Online findet ihr sie u. a. auf der Seite des Verlags (Buch 1 / Buch 2) oder auch auf Amazon (Buch 1 / Buch 2). Ihr könnt aber auch euer Glück auf meiner Facebook-Seite versuchen, denn der Verlag hat mir nicht nur Review-Material zur Verfügung gestellt, sondern auch noch zwei Exemplare zur Verlosung! Zum Giveaway findet ihr hier. Teilnahmeschluss ist der 31.05.2015

Manga Kochbuch

 

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