[Rundreise 2014] Detektiv Conan Museum

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Am 30. April 2014 habe ich mir einen großen Kindheitstraum erfüllt. Als Fan von Detektiv Conan hatte ich damals – bestimmt vor gut 10 Jahren – mal von einer „Conan Brücke“ gelesen, um die herum viele Figuren von dem kleinen Detektiv zu finden sind. Und natürlich wollte ich da irgendwann einmal hin. Zum Glück gibt es in dem kleinen Örtchen in der Präfektur Tottori nicht nur eine Brücke, sondern gleich an ganzes Museum – die Gosho Aoyama Manga Factory

Von Matsue aus bin ich etwa 2 Stunden mit dem Zug gefahren, um an mein Ziel zu kommen. Von der Stadt Tottori aus braucht man etwa eine Stunde. Eigentlich heißt der Bahnhof Yura, doch als Conan Station ist er inzwischen noch bekannter. Und genau so sieht er auch aus. Wände, Decke, Fenster, Gegenstände – alles mit Conan Motiven. Ich war auf den ersten Blick total überfordert. Sogar so sehr, dass ich die Schließfächer gar nicht gesehen habe. Was auch seinen kleinen Vorteil hatte. Nachdem ich nämlich den Bahnhofsmann gefragt hatte, wo die Schließfächer sind, da ich meinen Koffer dort hinein tun möchte, hat er mir den Tipp gegeben, doch bei der Taxifirma gegenüber zu fragen. Die Schließfächer sein viel zu teuer. Und mein Koffer hätte wahrscheinlich auch nicht rein gepasst. Im kleinen Raum der Taxifirma haben sie mich zwar erst komisch angeguckt, aber als ich dann sagte, dass mich der Bahnhofsmensch geschickt hat, haben sie meinen Koffer behalten. Wobei mir das Ganze auch nicht so einerlei war. 

Bevor ich mich dann auf den ziemlich langen Weg zum Museum gemacht habe, habe ich mich erstmal am Bahnhof umgesehen, denn da fing es mit den aufgestellten Figuren aus Stein schon an. Auf meinem Weg bin ich immer wieder Statuen begegnet. An den Laternen hängen Schilder mit Conan Motiv und im ganzen Ort sind Mamorplatten mit den Titelbildern der Mangaserie aufgestellt. Desto näher man dem Museum kam, desto niedriger wurden die Nummern auf den Mangacovern.

Die Conan-Brücke war wirklich cool. An allen 4 Seiten gab es Figuren von Conan. Und an der Brücke waren auch Zeichnungen von Aoyama verewigt. Leider hat es da bereits schon etwas angefangen zu regnen. Deshalb habe ich mich nicht all zu lange mit Fotos machen aufgehalten.

Vor der Bücherei der Stadt stand eine Statue von Shinichi. So konnte ich ein Foto mit meiner Jugendliebe machen. Glücklich hoch 10! ♥ Auch die anderen Figuren waren sehenswert. 
Wie gesagt, der Weg zum Museum war ziemlich lang. Zwischendurch läuft man an einer Landstraße entlang und man kommt sich schon etwas verlassen vor. Zum Glück haben ab und zu ein paar andere Conan-Fans meinen Weg gekreuzt. Um so mehr habe ich mich gefreut, als ich dann endlich da war. Schon vor der Tür findet man Agasa’s Auto und eine Statur der Detectiv Boys. Herzlich Willkommen bei der Gosho Aoyama Manga Factory!
Als ich mir meine Eintrittskarte gekauft habe, wurde ich natürlich erstmal ausgefragt, woher ich komme. Und, ob ich das Detektiv-Quiz mitmachen möchte. Da habe ich erstmal abgelehnt, weil mein Japanisch für einen Fragebogen auf Japanisch zu schlecht sei. Und schon hatte ich den Zettel auf Englisch in der Hand! 😀 Das Museum ist nämlich auch super auf internationale Conan-Fans eingestellt. Die Infotafeln gibt es sowohl auf Japanisch, Englisch und teilweise Koreanisch. 

Es waren nicht viele Leute da – kein Wunder, es war ja auch Mitten in der Woche – und so konnte ich das Museum in Ruhe erkunden. Meine Quizfragen hatte ich auch ziemlich schnell beantwortet, denn die Lösungen standen immer auf irgendwelchen Infotafeln.

Zu sehen gibt es im Museum ziemlich viel. Figuren, Pappaufsteller, große Bilder, Charakterübersichten, Originalzeichnungen, einen Nachbau von Aoyama’s Arbeitszimmer und und und. Auf einer großen Weltkarte ist zu sehen, wo die Manga schon überall erschienen sind – und die deutschen Bücher findet man sogar an der anderen Seite aufgereiht.

Interessant waren auch die Sachen, wie T-Shirts, Gullideckel, Merchandiseartikel und Co., die ausgestellt sind. Einige von den Gullideckeln kann man auch im Ort finden. 

Im Museum konnte man auch ziemlich viel selbst ausprobieren. Zum einen konnte man an einem Miniaturbeispiel den bekannten „Verschlossenes Zimmer“-Trick erlernen. Es gab auch Spiele (Quiz, Memory). Man konnte auf Conan’s Skateboard fahren und den Stimmenverzehrer in Aktion erleben. Sogar Stempel gab es zu sammeln.

In der oberen Etage gibt es auch noch ein kleines „Gosho Aoyama Theater“ mit Marionetten von Aoyama’s Mangacharakteren und einem Glockenspiel, was ab und zu abgespielt wird. Am Ausgang wurde dann mein Fragebogen ausgewertet – und da ich alles richtig hatte, habe ich meine „Junior Detective Card“ bekommen. Bei jedem weiteren Besuch kann man sich auf einen höheren Rang arbeiten. Auf jeden Fall ein Grund irgendwann noch einmal hinzufahren. Was ich eh vorhabe, denn inzwischen ist der Flughafen in Tottori zum Conan-Flughafen mutiert und das würde ich gern einmal sehen.

Im Anschluss bin ich dann noch in den Merchandise-Shop, wo ich eigentlich schon geplant hatte, viel Geld auszugeben. Allerdings wurde meine Hoffnung auf tolles Merchandise relativ schnell zerstört. Die aktuelle Aufmachung war zwar schön, aber gefiel mir nicht so richtig. Und sehr viel „allgemeine“ Fanartikel waren nicht da. So habe ich mir am Ende „nur“ eine kleine Bento-Tasche, einen Kugelschreiber, ein Clearfile, einen Tottori-Conan-Anhänger, einen Shinichi-Button und Melonen-Bonbons mitgenommen.

Danach habe ich mich allmählich zurück auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Zwischendurch habe ich noch ein paar der Marmorplatten fotografiert, doch da der Regen immer stärker wurde, habe ich mich doch etwas mehr beeilt. Am Bahnhof habe ich dann meinen Koffer wieder vom Taxistand geholt, mich nett bedankt und bin dann weiter zur Stadt Tottori gefahren. Aber damit ich nicht noch mehr den Rahmen sprenge – der Eintrag ist viiiiiel zu lang geworden – gibt es meinen halben Tag in Tottori im nächsten Blogeintrag (^^) 

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