[Rundreise 2014] Ein Tag im europäischen Kobe

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Für einen Tag in Kobe hatte ich mich mit einer japanischen Freundin verabredet, die in Deutschland ein Jahr studiert hatte und dadurch ziemlich gut Deutsch sprechen konnte. Wir haben überlegt, was wir zusammen unternehmen könnten und haben uns dann dazu entschieden die europäischen Gebäude in Kobe mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Kobe ist als Hafenstadt bekannt und so lebten natürlich auch viele ausländische Kaufmänner in der Stadt. Einen großen Teil deren Häuser findet man im Stadtgebiet Kitano-cho, wo auch einige der Wohnhäuser als Museen umfuktioniert wurden. Gleich am ersten Ticketschalter kauften wir uns ein Kombi-Ticket für drei Häuser – Holland, Österreich und Dänemark. Allerdings war eines der Häuser, welches wir unbedingt besuchen wollten, das englische Haus, nicht mit dabei. Und so haben wir uns dort noch ein – ziemlich teures – Kombiticket für die anderen neun Häuser geholt. Als wir der netten Verkäuferin unser Missgeschick geschildert hatten, gab sie uns sogar einen kleinen Rabatt auf unsere Tickets.

Die Tickets sehen aus wie Reisepässe, in denen über jedes Haus etwas geschrieben steht und die dann wie richtige Pässe gestempelt werden. Leider alles komplett auf Japanisch. Ich finde die Idee mit den Pässen trotzdem total süß – man besucht ja auch quasi verschiedene Länder.

Warum wir unbedingt ins Englische Haus wollten? Weil es dort Sherlock Holmes gibt! Das ganze Haus ist natürlich vorwiegend englisch eingerichtet und man findet überall Hinweise auf den berühmten Detektiv. Man konnte sich sogar als Detektiv verkleiden und Fotos machen. 

Auch die anderen Häuser waren interessant – auch, wenn man selbst Europäer ist. Es gibt viele Ausstellungsobjekte und interessante Einrichtungen. Allerdings liegen die Häuser teilweise etwas weiter auseinander und man muss ein wenig laufen, vor allem bergauf. Highlight bei dem Kombi-Ticket ist allerdings, dass man sich einmal einkleiden und Fotos machen lassen kann – in wunderschönen Kleidern!

Wir hatten uns dafür entschieden, diese Fotos im Haus des Kitano Foreigner Club (北野外国人倶楽部) zu machen, weil es dort eine kleine Kapelle gibt, die natürlich ein traumhaftes Ambiente bietet. Als wir in den Ankleideraum geführt wurden, war ich erst einmal total überfordert, denn es gab dort viel zu viele tolle Kleider. Als wir uns dann entschieden hatten, konnten wir in die Kleider schlüpfen, uns Accessoires aussuchen und dann wurde wir fotografiert. Wir konnten danach auch selbst noch Fotos von uns machen und es sind ein paar schöne Aufnahmen dabei heraus gekommen. Leider musste ich feststellen, dass diese Prinzessinnenkleider zwar superschön aussehen, es aber sehr schwer ist, darin zu laufen. Also für die Hochzeit gibt es sowas schon mal nicht 😉

Nachdem wir unsere Häuser-Tour beendet hatten, ging es erst einmal zum Kobe Tower, um dort ein paar Fotos zu machen. Nach oben sind wir allerdings nicht. Anschließend sind wir noch eine Weile durch das Kobe Harborland gestromert, eine Art Shopping- und Amusement-Paradies, in dem man einige Zeit verbringen kann. Dort haben wir auch ein paar sehr lecker Pancakes bei Eggs ’n Things gegessen, obwohl wir dafür eine ganze Weile anstehen mussten. Aber das warten hat sich definitiv gelohnt.

Zurück in der Innenstadt hieß es natürlich noch Purikura machen und dann habe ich mich allmählich von meiner japanischen Freundin verabschiedet und bin zurück nach Osaka gefahren. In meinem kleinen Hotelzimmerchen haben ich dann noch die Planung der nächsten Tage gemacht und bin auch ziemlich schnell ins Bett gefallen und eingeschlafen.
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