[Rundreise 2014] Besuch aus Deutschland in Kyoto

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In den letzten Tagen meiner 5-wöchigen Rundreise sollte sich etwas verändern: ich war nicht mehr allein unterwegs! Eine gute Bekannte und ihre Kollegin, die gern durch die Welt reisen, haben sich entschieden, nach Japan zu kommen – was ja auch Sinn macht, wenn man da gerade jemanden an der Hand hat. So sind die beiden erst mit einer Reisegruppe durchs Land gereist und dann noch ein paar Tage länger in Kyoto geblieben. Ich habe dann den Reiseführer gespielt (^_~)


Nachdem wir uns an unserem ersten Tag gegen Mittag getroffen haben, haben wir uns zuerst auf den Weg zum Inari Fushimi Taisha (伏見稲荷大社) gemacht. Einem Schrein, der vor allem durch die hunderten roten Holztore (Torii) berühmt ist. Natürlich war es dort ziemlich voll und es grenzte beinahe an Unmöglichkeit ein Foto ohne andere Touristen zu machen. Da es die ganze Zeit bergauf ging und es zudem noch ziemlich warm war, waren wir alle drei ziemlich schnell geschafft. Wir entschieden uns dann, doch etwas früher kehrtmarsch zu machen, weil wir ja auch noch ein paar andere Sachen geplant hatten. Viel gesehen habe wir alle mal. Und so habe ich einen Grund noch einmal dorthin zu reisen (^_~)

Anschließend sind wir zum Fushimi Momoyama Castle (伏見桃山城), welches eigentlich auch dort in der Nähe liegen sollte. Wir wurden aber von einem ganz schönen Fußmarsch überrascht. Zu alle dem dann noch die Enttäuschung, dass die Burg nicht für die Öffentlichkeit geöffnet ist und man es nur von außen ansehen kann. Trotzdem lohnt sich er Besuch dort. Denn es sieht wirklich toll aus und hat noch einen schönen Park drum herum.

Am nächsten Tag haben wir nicht all zu viel gemacht und haben eigentlich hauptsächlich das Aquarium in Osaka besucht. Dafür war der darauf folgende Tag in Kyoto voll verplant. Zuerst gab es ein Highlight für meine beiden Mitreisenden: das erste Mal einen Kimono anziehen! Ich hatte schon öfter einen an, aber trotzdem hat es mir wieder sehr viel Spaß gemacht.

Das Angebot mit „traditionelle Kimonos anziehen“ gab es in meinem Hotel, dem Ikoi no Ie. Es gibt dort eine riesige Auswahl, die man sich auf dem Tablet ansehen konnte und es war wirklich sehr schwer sich zu entscheiden. Am Ende lagen wir alle drei in der gleichen farblichen Richtung. Wir wurden dann von einer lieben Japanerin eingekleidet und konnte jede Menge Fotos machen.

Für diesen Tag hatten wir uns am Nachmittag eine Führung durch den Kaiserpalast gebucht. Als ich 2012 in Kyoto war, wusste ich nicht, dass man sich vorher anmelden musste und konnte deshalb nicht hinein. Zwei Jahre später war ich natürlich schlauer und habe uns rechtzeitig im Internet registriert. Mehr Infos zur Anmeldung findet ihr hier. Die Führungen finden wahlweise in japanischer oder englischer Sprache statt und sind kostenlos. Allerdings hatten wir vor der Führung um 14 Uhr noch Zeit und so haben wir uns erst einmal auf den Weg zum Shosei-En (渉成園) gemacht. Einem schönen japanischen Garten, den man wirklich besuchen sollte, wenn man in Kyoto ist.

Zurück zum Kaiserpalast. Nachdem am Einlass unsere Pässe kontrolliert wurden, konnten wir durch die Eingangstore spazieren. In einem Aufenthaltsraum konnten wir uns noch etwas ausruhen, warten das alle da sind und dann ging die Führung los. Es war recht interessant, allerdings bin ich nicht so der Fan von Gruppenführungen und für mich waren es viel zu viele Menschen. Dadurch konnte ich auch kaum schöne Fotos machen, weil überall fotografierende Touristen drauf zu sehen sind…

Sonst war es zumindest ein spannendes Erlebnis den alten Kaiserpalast zumindest halbwegs zu sehen. In die eigentlichen Räume hinein darf man natürlich nicht. Allerdings hatten wir das Glück, dass einige Schiebetüren offen standen, weil im Palast gerade die Vorbereitungen für das in zwei Tagen stattfindende Aoi Matsuri im vollen Gange waren. Highlight des Besuches war natürlich auch hier der Garten, der wunderschön ist.

Danach haben wir uns noch auf den Weg in die alten Einkaufsstraßen Kyotos, um noch etwas durch die Geschäfte zu stöbern und auch im Yatsuhashi-Laden ganz viel zu naschen. Ich könnte mich an den frischen Yatsuhashi totfressen. Schade, dass sie nicht all zu lang haltbar sind…

Zurück in der Innenstadt sind wir dann zum Abendessen noch in ein Izakaya und haben uns dort den Bauch mit leckerem Essen voll geschlagen. Yakisoba, Edamame, Tonkatsu, Gyoza, … Hoch lebe das japanische Essen ♥

 

 

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