[Japan Juli 2015] Tag 07 – Himeji Burg und Kitty Cafe

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Ich habe es mir an diesem Tage eigentlich gönnen wollen, etwas länger zu schlafen. Nachdem wir am Tag zuvor bereits 4:30 Uhr aufgestanden waren, war das natürlich nicht sehr schwierig. Meinen Wecker habe ich am Ende trotzdem auf 7 Uhr gestellt, weil ich noch ein wenig mit meinem Freund schreiben wollte, während er auf Arbeit fährt. Leider ist es aber nur zu ein paar Worten gekommen, weil er schon ziemlich zeitig dort war. Gegen 8 Uhr hatte ich mich dann zum Frühstück begeben und danach hin und her überlegt, wann ich denn nun los mache. Mit dem Gedanken, dass ich den 9:02 Uhr Shinkansen nach Himeji wahrscheinlich eh nicht schaffen werde, bin ich dann trotzdem 8:40 Uhr losgeeilt. Und doch – trotz weiterem Souvenirkaufen traf ich zusammen mit dem Schnellzug ein und konnte gleich hinein hüpfen. Nach Himeji dauerte es gerade mal etwa 20 Minuten.

In Himeji eingetroffen ging es – nachdem ich meine Reisetasche in einem Schließfach verstaut hatte – natürlich direkt zur Himeji Burg (姫路城). Ein lang ersehnter Traum, den ich mir in den letzten Jahren nicht erfüllen konnte bzw. wollte, da sich die Burg in der Restaurirungsphase befand. Dieses Frühjahr wurden die Arbeiten nun beendet und da musste ich die Chance definitiv endlich nutzen. Natürlich war im Vergleich zu den Burgen, die ich die Tage zuvor besucht hatte hier um einiges mehr los. Die weiße Himeji Burg ist ja auch ziemlich berühmt und deshalb strömen dort die Touristen aus der ganzen Welt und vielen Teilen Japans hin.

Himeji

Nachdem ich die ersten Fotos der Burg geschossen hatte, überlegte ich beim Ticketkauf, ob ich nur die Burg oder aber auch den Kokoen ansehen möchte. Denn mein Zeitplan war ziemlich knapp und ich wusste nicht, ob ich beides schaffe. Am Ende habe ich dann doch das Kombiticket genommen, weil es nur 40 Yen teurer war – den Verlust kann man ja einfach verkraften.

Zuerst war ich im Hyakken Roka, einem langen Korridor, in dem sich einige Ausstellungsartikel befanden. Zu Beginn hieß es dort erst einmal Schuhe aus, was mich relativ wenig störte, denn meine Sandalen haben an diesem Tag eh auf einmal angefangen zu reiben. Die langen Korridore sind sehr beeindruckend und man merkt wirklich, wie gerade so gut wie alles neu gemacht wurden ist. In einigen Räumen befinden sich Infotafeln und alte Gegenstände, die man begutachten konnte. Am interessantesten war die Do-it-yourself-Ecke, wo man sich u.a. das Wappen abpauschen oder aber auch eine Burgmauer aus Holzsteinen aufbauen konnte.

Weiter ging es dann Richtung Hauptgebäude. Ich war eigentlich ziemlich froh gewesen, dass es an dem Tag bewölkt war, denn mein Sonnenbrand auf dem Rücken, den ich mir in Aoshima eingefangen hatte, war schon schlimm genug. Doch allmählich kam dann doch die Sonne durch und es wurde nach und nach immer unerträglich wärmer. Zwischendurch gab es sogar Durchsagen, dass man wegen der erwarteten hohen Temperaturen auf sich aufpassen und viel trinken soll.

Wenn ich ehrlich sein soll, hat mich das Innere des Hauptgebäudes etwas enttäuscht. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich wie in den meisten anderen Schlössern eine Ausstellung von Samurai-Rüstungen, Katana und Co. erwartet habe. Das findet man in de Burg Himeji nicht. Hier kann man sich “nur” die Innenarchitektur sowie Details ansehen, die allerdings auch ziemlich interessant sind. Es geht viele Treppen nach oben und später auch wieder nach unten. Durch die vielen Touristen kann das allerdings auch ziemlich dauern. Natürlich auch hier alles barfuß, die Schuhe trägt man in einer Plastiktüte mit sich herum.

Auch hier merkt man die Restaurierung. Es wirkt alles ziemlich neu bzw. frisch gemacht. Allerdings weiß ich auch nicht, wie es vorher war. In der Burg wird auch viel auf Smartphone gesetzt. So gibt es eine extra App und Schilder mit QR-Codes, die man bei seinem Rundgang abrufen kann.

Himeji

Wieder draußen angekommen, gelangt man auf einen großen freien Platz, wo natürlich nur eins angesagt ist: Fotos machen! Ich habe natürlich auch mitgemacht (^_~)

Im Souvenirshop hatte ich dann noch ein paar Sachen gekauft. Allerdings war ich schockiert, dass der Hello Kitty Anhänger hier über 700 Yen kosten sollte. Sonst lagen die doch immer bei etwa 500 Yen. Das war  mir dann doch zu happig und ich habe den größeren und dafür billigeren Rilakkuma Anhänger genommen.

Nachdem inzwischen fast 2 Stunden um waren, habe ich entschieden, dass ich den Kokoen nun doch nicht besuche. Einerseits wegen meines Zeitplans, andernseits taten mir die Füße schon wieder weh. Zudem war die Sonne nun ganz stark da und das wollte ich meinem Nacken dann doch nicht weiter antun (obwohl ich ein Jäckchen drüber hatte, hatte ich schon gemerkt, wie es brennt). Also ging ich Richtung Shopping-Meile, wo ich noch durch einige Geschäfte gestöbert bin. Ich war seit einer Woche in Japan und noch nicht wirklich einkaufen. Wurde aber auch Zeit.

Himeji

Mein zweites Tagesziel lag auch genau auf diesem Weg: das Hello Kitty Café, von dem ich Dank Zooming Japan erfahren hatte. Durch sein Äußeres war der Laden auch kaum zu übersehen. Überraschenderweise waren im Laden keine Leute zu sehe. Allerdings gab es auch noch eine weitere Etage, in der ich nicht war. Ich habe mich für Pancakes mit Schokoeis und Banane entschieden, sowie einen Café Latte (obwohl ich ja eigentlich Kaffee gar nicht mag, aber der sah so süß aus). Am Ende saß ich fast eine 3/4 Stunde im Café und habe mich ausgeruht und gesurft. Zum Schluss habe ich mir auch noch Hello Kitty Daifuku mitgenommen, die es am Abend mit meinem Freund geben sollte.

Es war inzwischen nach 13 Uhr und ich machte mich auf den Weg zum Bahnhof. Mit einer Sitzplatzreservierung für den Zug um 14:02 Uhr nach Tokyo konnte ich dann noch ein wenig in den Kaufhäusern rund um den Bahnhof shoppen gehen. Hauptsächlich wollte ich bei Tokyu Hands ein wenig stöbern, aber da ein UniQlo gleich mit auf der Etage war, habe ich die meiste Zeit dort verbracht. Eigentlich war ich auf der Suche nach einem weiteren Jäckchen, welches ich allerdings nicht gefunden habe, dafür aber ein Kleid zum halben Preis, wo ich nicht widerstehen konnte.

Pikachu

Da die Zeit dann doch sehr schnell um war, musste mich beeilen zum Zug zu kommen. Ich musste ja auch noch zum Schließfach. Dann hieß es 3 1/2 Stunden Shinkansen nach Tokyo, wo ich dann noch etwas in Shibuya rumgestromert bin, bis mein Freund mit arbeiten fertig war und wir zusammen Abendessen waren.


☆ Reisetagebuch Juli 2015 
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Schaut doch auch auf meinem Travel Blog vorbei für mehr Informationen.

Burg Himeji
Hello Kitty Café Himeji

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