[Japan in Deutschland] Shabu Shabu im Umaii in Leipzig

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Leider ist es schon wieder eine ganze Weile her, aber so langsam sollte ich mal mit dem Schreiben hinterher kommen. Am 25. Juli 2016 waren wir für die Kimono-Ausstellung „Ki Mono – Das Ding zum Anziehen“ in Leipzig unterwegs. Passend dazu ermöglichte uns das Ramen-Restaurant Umaii in kleiner Runde das Shabu Shabu All You Can Eat mitzuerleben.

Im Umaii selbst waren wir schon einige Male essen – meist gab es hier für uns Ramen und andere Beilagen. Das Shabu-Shabu-Angebot war uns leider immer zu teuer. Beim All-You-Can-Eat-Angebot ist der Preis mit 12,99 Euro pro Person aber in Ordnung, nur leider wurden diese Aktionen bisher meist sehr kurzfristig angekündigt (zwei-drei Tage vorher) und wenn man wie ich gut 100 Kilometer von Leipzig entfernt wohnt, ist das etwas schwierig zu organisieren. Vor allem, weil die Abende meist an Montagen stattfinden.

Wie schon gesagt, waren wir dieses Mal hauptsächlich wegen der Kimono-Ausstellung in Leipzig und hatten einen Abstecher zum Abendessen ins Umaii eingeplant. Dann kam die Idee, doch mal wegen Shabu Shabu zu fragen. Es war ja sogar auch ein Montag. Und Tatsache! Auf speziellen Wunsch wurde für uns ein Tisch zum Shabu Shabu All You Can Eat reserviert. Yippie!

Shabu Shabu – was ist das eigentlich?

Shabu Shabu (jap. しゃぶしゃぶ) ist ein japanisches Nabemono, ein Eintopfgericht, welches an Fondue erinnert. In einem Topf mit Brühe bereitet der Gast selbst an seinem Tisch sein Essen zu, indem er das Fleisch im kochenden Sud hin und her bewegt. Dadurch entsteht das Geräusch, welches Shabu Shabu seinen Namen gab. Ursprünglich kommt die Idee aus China und wurde von den Japanern nach der Kolonialherrschaft über die Mandschurei mit ins Land gebracht. Deshalb gibt es Shabu Shabu auch erst seit 1948.

Shabu Shabu im Umaii in Leipzig

Im Umaii angekommen wurden wir gleich begrüßt und es war schon ein Tisch für uns vorbereitet. Aus den geplanten sechs Leuten waren leider nur vier geworden, aber so hatten wir auch genug Platz für uns um den Topf mit der Brühe herum. Mit noch zwei Personen mehr wäre es ziemlich eng geworden, hatte wir so schon das Problem alles auf dem kleinen Tisch unter zu bringen.

Als Grundgedeck erhielten wir pro Person eine Schüssel Reis, einen Teller Gemüse sowie zwei verschiedene Soßen. Das Gemüse, darunter u.a. Lotuswurzel, Bambussprossen und Enoki-Pilze, wanderte gleich gesammelt in den Topf. Dazu gab es zwei große Teller mit Rindfleisch, Lachs, Tamago und Inari. Die letzten vier Zutaten durften wir bei unserem All You Can Eat so oft nachbestellen wie wir wollten. Dafür hatten wir dann insgesamt zwei Stunden Zeit.

Shabu Shabu im Umaii in Leipzig

Es war alles sehr lecker und es hat natürlich sehr viel Spaß gemacht in einer kleinen Runde Shabu Shabu zu essen. Das Rindfleisch und den Lachs in der Brühe langsam zu garen und die anderen Zutaten aus der Brühe zu angeln, das bringt einen besonderen Reiz beim Essen mit sich. Und es ist recht gesellig. Schließlich löffelt nicht jeder in seiner eigenen Suppe, sondern alle fixieren sich auf den gleichen Topf. Aufgrund dessen, das wir so viel essen konnten, wie wir wollten, sind wir am Ende aber alle aus dem Laden gerollt. So viel hatte ich lange nicht mehr gegessen. Da ich Inari und japanisches Omlett über alles liebe, hatten wir uns sogar noch einen Teller nur damit bestellt. Nom! ♥

Auch hier bedanke ich mich noch einmal, dass das Umaii uns außer der Reihe spontan die Möglichkeit gegeben hat. Wir haben uns wirklich sehr gefreut. Wer also in Leipzig unterwegs ist und Shabu Shabu mal ausprobieren möchte, hat hier die Chance.

Ich selbst habe Shabu Shabu vor vier Jahren einmal in Japan gegessen. In einem sehr teurem Restaurant, in das uns die Mutter meiner Tandempartnerin eingeladen hatte. Das war nochmal etwas ganz anderes als das, was ich in Leipzig erlebt hatte. Deshalb empfand ich es wahrscheinlich in Leipzig nicht ganz so traditionell japanisch. Aber bevor ich über das Shabu Shabu in Japan schreibe, möchte ich es lieber vor Ort noch einmal essen.

Shabu Shabu


Umaii Ramen Bar in Leipzig
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Mein erster Besuch im Umaii (2012)

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