[Liebesleben] Unsere Hochzeit – die Details

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Wie die Zeit vergeht, inzwischen liegt unsere Hochzeit schon drei Monate zurück und seit ein paar Tagen bin ich auch endlich bei meinem Mann in Japan ♥ Trotz des momentanen Stress soll es nun auch in meiner „Hochzeitsreihe“ weitergehen, indem ihr heute ein paar Details zu unserer deutsch-japanischen Hochzeit erfahrt. Den Bericht zur eigentlichen Hochzeit findet ihr hier.

Das Hochzeitskleid

Wohl das Wichtigste für die Braut, was meist einige Nerven und vor allem viel Geld kostet. Für mich standen bei der Suche zwei Sachen fest: 1.) Es wird kein bodenlanges Kleid! Das wird nur schmutzig und man ist den ganzen Tag damit beschäftigt nicht darauf rumzutreten. 2.) Ich mag Lolita-Mode und in diese Richtung soll es auch gehen.

Meine Freundin hat mich bei der Suche unterstützt und am Ende hatten wir ein paar weiße Lolita-Kleider. Bei den meisten hatte ich nur Angst, dass ich nicht rein passe. Bis ich dann ein Kleid bei Clobba entdeckt habe, was mir nicht nur gefiel. Es wird sogar maßgeschneidert und ist zudem noch bezahlbar! Die Entscheidung stand, das Kleid wurde per eMail bestellt, noch ein paar Absprachen und Änderungen mit dem Shop gemacht und zwischendurch noch die Handtasche dazu bestellt. Kostenpunkt etwa 200 Euro für Kleid, Petticoat, Handtasche und Versand. Und durch den Zoll ist es auch noch ohne Gebühren durchgekommen. TOP!

Allerdings kam ich irgendwann zeitlich etwas in Bedrängnis. Anfang Februar begann der Bestellprozess, Ende April wurde es endlich Versand. Nur die Frage, wie lange der Versand von China nach Deutschland dauert. Ob das Kleid dann passt oder noch Änderungen gemacht werden müssen. Was ist, wenn es mir dann doch nicht gefällt und ich noch ein anderes suchen muss? Die Hochzeit ist doch schon Mitte Juli!

Hochzeit

Shop-Bild in Weiß-Gold und mein Kleid in Weiß-Silber inkl. Handtasche und Strauß zur Hochzeit.

Ende Mai kam es dann an. Wir hatten großzügig gemessen und so war es ein wenig weit, was meine Mutti aber recht einfach ändern konnte. Mir gefiel das Kleid sehr. Schuhe haben wir recht günstig bei Globus gefunden – die kann ich auch in Zukunft im Alltag tragen. Haare hat unsere Hausfriseurin gesteckt. Dafür gab es kleine weiße Rosen von meiner Freundin, die im Frühjahr geheiratet hatte, dazu habe ich noch einen recht großes Rosen-Perlen-Steckkamm bestellt. Das Make Up habe ich selbst gemacht. Somit stand zumindest das Outfit.

Die Eheringe

Die Ringe – ein Thema für sich. Mein Mann und ich haben uns während meiner Japan-Reise über Neujahr 2015/16 verlobt. Und da er sehr fürsorglich ist und vieles im Internet recherchiert, hat er gelesen, dass vielen Frauen ihre Verlobungsringe nicht gefallen. Das wollte er umgehen, indem ich mir diesen selbst aussuche – sollen diese in Japan doch eigentlich auch das dreifache Monatsgehalt des Mannes kosten. So stand mir der Mund offen, als er meinte, dass er für den Ringkauf umgerechnet etwa 3.000 Euro eingepackt hat. Es dauerte eine Weile und am Ende habe ich mich für einen tollen Ring von Bvlgari (Fedi mit 7 Diamanten) entschieden, der in meiner Größe aber erst aus Frankreich nach Japan geschickt werden musste – und da war meine Reise schon zu Ende. Somit wurde um entschieden und aus meinem Verlobungsring wurde mein Ehering. Es ist zwar eigenartig, dass ich da 2.000 Euro am Finger trage, aber naja. Mein Mann hat sich dann ein etwas günstigeres Exemplar gekauft.

Hochzeit

Unsere Hochzeitsbärchen

Mein Mann und ich lieben Rilakkuma. Natürlich konnten wir es uns nicht nehmen lassen unsere Lieblingsbärchen in unsere Hochzeit einfließen zu lassen. Um so glücklicher war ich, dass ich auf AliExpress.com Rilakkuma im Hochzeitsoutfit gefunden habe. Lief alles super und schnell und wir waren auch mit der Qualität für den recht günstigen Preis zufrieden. Sind zwar keine original San-X Produkte, aber was soll’s. Dafür haben wir aber noch die originalen Bärchen in japanischer Hochzeitskleidung zugelegt, die das dreifache gekostet haben (Link zu San-X).

Hochzeit

Die Torte und Pralinen

Ein wichtiges Thema wurde mir gleich zu Beginn abgenommen: die Hochzeitstorte. Da sich meine Freundin zu der Zeit gerade in ihrer Konditoren-Ausbildung befand, ergab sich das ja praktisch als Hochzeitsgeschenk und ich war darüber sehr glücklich. Der „Wir-probieren-mal-welche-Kombination-am-besten-passt“-Verkostetag war sehr lustig und hat sehr viel Spaß gemacht. Passend zum Rilakkuma-Thema gab es eine zweistöckige Torte, unten Rilakkuma mit Nugat und oben Korilakkuma mit Erdbeere. Die Torte war rasch verspeist und super lecker!

Dazu gab es für die Gäste noch ein Pralinenset, auch hier passend zum Thema. Auch diese wurden mehrfach verkostet, bis die Entscheidung auf die verschiedenen Füllungen der Pralinen fiel. Das hieß dann für Rilakkuma 3-Schicht-Nugat, für Korilakkuma Erdbeer-Vanille und für das Herz außen Erdbeerschokolade und innen helles Nugat. Wirklich ein Traum ♥ Und alle waren von den Pralinen begeistert.

Danke liebe Evolana, für die viele Arbeit, die du dir damit gemacht hast ♥
Ihre Künstlerseite findet ihr übrigens hier: Sternenstaub – Evolanas Art

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Die Dekoration

Ich mag rot und so hatte ich den Wunsch, dass unsere Festhalle, in der wir gefeiert haben, auch einen roten Touch hat. So ist es auch geschehen. Für das Kaffee-Gedeck habe ich eine ganze Zeit lang Herzen und Rosen aus Servietten gefaltet, welche dann auf den Tellern lagen. Auf den Tischen gab es künstliche Rosenblätter, kleine Glitzerherzen, Schalen mit Sand und Teelichtern und Glückskekse. An der Frontseite haben wir jeweils eine große Japan- und Deutschland-Flagge aufgehangen, dazu noch jede Menge Herzluftballons.

Weitere Details

  • Der Brautstrauß stellte eine Japan-Flagge dar – rote Rosen in der Mitte und weiße drum herum.
  • Etwas Blaues – das war das Strumpfband, angefertigt von Loliya.
  • Fotograf für die Pärchenbilder an der Klosterruine war Ed’snaps Photography.
  • Das Fotobuch zur Hochzeit habe ich bei Pixum gemacht.
  • Ich habe keine Ahnung, was die Hochzeit insgesamt gekostet hat.

Alles geschafft? Ich hoffe, dass ich viele Details zu unserer Hochzeit wieder geben konnte – habe ich mit diesem Post auch fast die 1.000 Wörter wieder geknackt. Falls noch Fragen sind, können sie gern in den Kommentaren gestellt werden.


Das war Teil 2 unserer Hochzeitsreihe. Weitere Teile zu den Themen, wie man in Deutschland einen Japaner heiratet, wie das in Japan nun mit dem Ehegattenvisum abläuft und wie wir uns eigentlich kennen gelernt haben, werden in den nächsten Monaten folgen.

Alles findet ihr in der Kategorie LIEBESLEBEN

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4 Kommentare

  1. Kate Kern

    Mir gefallen eure Ringe, auch wenn ich denke, das man für den Preis breitere noch bekommen hätte, Ich mag diese schmalen Ringe einfach nicht, Ich hätte da so angst das ich ihn verbiegen könnte….Aber das Kleid ist wundervoll, gab es das Gold Kettchen nicht dazu? Das passte so schön auf dem Bild, Aber ich mag deinen Blog zu eurem Hochzeitstag Deko Haufen 🙂

    • Lost in Japan

      Hahaha, und ich mag keine breiten Ringe. Ich habe lieber solche schmalen. Aber das ist ja Geschmackssache. Zu dem Kleid gab es dann nur noch die silbernen Ketten, da Gold ausverkauft war. Wobei mir der Anhänger vom goldenen auch besser gefallen hätte.

    • Ich gehe davon aus, dass die aus Platin sind. Die kriegt man nicht so einfach verbogen. 😉 Unsere Hochzeitsringe sind 2nd Hand von den Schwiegereltern, da hat sich über die Jahre noch nichts verbogen.

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