[Unterwegs] Korilakkuma Café und Meiji Schrein zu Neujahr

1

Im November wurde bekannt, dass in Harajuku ein zeitlich befristetes Korilakkuma Café eröffnet. Eine Reservierung musste man sich vorher online holen – ich hatte eine für den 3. Januar bekommen und so haben wir unseren Ausflug nach Tokyo auch gleich genutzt den berühmten Meiji-Schrein zu besuchen.

Aber alles von vorne. Das Korilakkuma Café eröffnete am 1. Dezember 2016. Eigentlich sollte es das Café nur bis Mitte Januar geben, aber wegen der großen Beliebtheit wurde der Zeitraum nun bis zum 15. Februar 2017 verlängert. Um dorthin gehen zu können, muss man vorher auf der offiziellen Seite eine Reservierung machen, welche pro Person schon einmal 648 Yen kostet. Dafür bekommt man dann aber eines von drei verschiedenen Mikrofasertüchern als Geschenk.

Harajuku Takeshita DoriSo machten mein Mann und ich uns also am 3. Januar gegen Mittag auf den Weg nach Harajuku. Wir hatten spät gefrühstückt, denn unseren Platz im Korilakkuma Café hatten wir erst ab 14:00 Uhr. Es war auch gut, dass wir etwas früher los sind – die Takeshita Dori, durch die wir vom Bahnhof aus durch mussten, war immer noch brechend voll und wir haben einiges an Zeit gebraucht, um uns durch die Massen zu kämpfen. Einer der Gründe, warum ich diese Straße an Wochenende immer versuche zu meiden. Und um die Neujahrstage ist hier natürlich auch die Hölle los.

Am Café angekommen wurde ich nach dem Namen gefragt und dieser dann auf der Tagesliste abgehakt. Dann hieß es anstehen. Schon die Treppen hinauf war alles im Café-Thema gestaltet. Korilakkuma an den Wänden, fluffige Wölkchen an der Decke und die ganze Zeit die entsprechende Musik dazu.

Bereits beim Warten konnten wir unsere Bestellung aufgeben und ich war froh, dass wir uns bereits vor dem Besuch entschieden hatten, welche der Gerichte wir nehmen würden. Im Café selbst wurden wir an einem der mittleren Tische platziert und es war recht eng. Zuerst machte ich aber eine kleine Fototour zu den ganzen Plüschtieren. Auch an den Wänden und Fenstern waren natürlich Korilakkuma-Bilder angebracht und über zwei Beamer wurde die ganze Zeit ein Film zum Thema abgespielt.

Zuerst haben wir unsere Getränke erhalten. Ich hatte die fluffige Erdbeersoda mit Zuckerwatte. Als wir allerdings das Mineralwasser durch die Zuckerwatte ins Glas geschüttet haben, war das eine ganz schöne Sauerei. Mein Mann hatte sich für die Erdbeermilch entschieden.

Zu Essen gab es im Anschluss für meinen Mann das Korilakkuma Curry, was mit dem Reis-Bärchen und den kleinen Sternchen wirklich niedlich aussah. Dazu einen kleinen Salat mit Erdbeere. Ich hatte mir den Korilakkuma Burger bestellt. Dieser war sehr lecker. Das Brötchen war leicht süßlich und dazwischen war Burgerfleisch, Tomate und Zwiebel. Allerdings erwies sich das Essen mit den Händen etwas schwierig und ich bin dann doch auf Messer und Gabel umgestiegen. Auch hier gab es dazu Salat und zusätzlich noch einen kleinen Eimer voll knusprige Pommes.

Und weil ich ja nicht genug bekommen kann, hatten wir uns auch noch eines der Desserts bestellt. Es gab Erdbeerpancakes, die ich eigentlich mit meinem Mann teilen wollte, der war allerdings satt. So habe ich alles allein in mich reingestopft und war danach fast am platzen.

Eigentlich hatte ich ja vor auf dem Rückweg in der Takeshita Dori nach Fukubukuro (Neujahrswundertüten) zu schauen, aber nachdem wir uns schon einmal dadurch geschlagen hatten, hatte ich keine Lust mehr darauf. Wir gingen Richtung LaForet, wo ich erstmal die Toilette aufsuchte und mir dann noch eine günstige Fukubukuro von Swimmers mitnahm. Später nahm ich im nächstbesten Schmuckladen noch eine Tüte für 1000 Yen mit.

Mein Mann war der Überzeugung, dass am 3. Januar der Run auf dem Meiji Schrein vorbei sein sollte. Da gehen alle die ersten zwei Tage im Jahr hin. Desto näher wir aber in Richtung Schrein kamen, desto voller wurde ist. Ich hatte keine Lust auf ewiges Anstehen und sagte meinem Mann, dass wir auch gern in den nächsten Tagen irgendwo anders zu einem Schrein gehen können.

Wir entschieden uns dann aber doch weiter zum Schrein zu laufen und dort zu überlegen, ob wir warten. Irgendwann steckten wir dann mitten in der Masse. Es dauerte dann etwa 40 Minuten bis wir in Gruppen in das Hauptgelände gelassen wurden. Ich kaufte mir ein neues Omamori – einen Talisman – und nahm eines, welches mir Gesundheit bringen sollte, da ich mich in letzter Zeit nicht all zu super fühlte. Im Anschluss wollten wir noch Omikuji kaufen – Papierstreifen, die uns sagen sollten, wie das neue Jahr wird. Allerdings haben wir die „normalen“ nicht gefunden und dafür welche mit Gedichten bekommen. Mal was anderes. Und da es diese auf Englisch gab, gar nicht mal so schlecht. Demnach soll ich mich von nichts unterkriegen lassen und an meiner Überzeugung festhalten.

Wir machten auf dem Weg zurück zum Bahnhof Stopp an einer der vielen Fressbuden, die die Schreinbesucher mit leckerem Essen versorgen. Hier wollten wir uns unser Abendessen mitnehmen. Ich entschied mich für Hiroshima Okonomiyaki. Natürlich war das gerade alle und wir mussten warten, bis neue gemacht waren, was einiges an Zeit dauerte. Dafür konnte ich dadurch zuschauen, wie diese Okonomiyaki-Variante zubereitet wurde. Ein kurzes Video davon findet ihr hier. Mein Mann holte sich Yakisoba.

Hiroshima Okonomiyaki

FukubukuroZuhause packte ich dann erst einmal meine beiden Fukubukuro-Tüten aus. Der Inhalt entsprach meinen Erwartungen von 1000 Yen Tüten. Ein paar interessante Sache, das meiste allerdings so na ja… Nächstes Jahr werde ich eventuell wieder etwas gezielter vorgehen beim Fukubukuro-Kauf. Am lustigsten fand ich die zwei Ketten mit Y und A, passend für Yoko und Aki. Zufall? (^_~)

Unsere kleine Mietze Miko erfreute sich zumindest an den Tüten.

 

 


Das Korilakkuma Café gibt es auch in bewegten Bildern (^w^)~
Schaut einfach mal in mein Video auf YouTube rein!


Mehr zum Thema auf meinem Blog?

Rilakkuma Café in Osaka
→ Fukubukuro – Wundertüten zum Jahresbeginn

Share.

1 Kommentar

Leave A Reply