[Unterwegs] Weihnachten in Osaka – Tag 1

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Was wollen wir Weihnachten machen? Eine Frage, die wir uns Mitte November gestellt haben. Schließlich hatte mein Mann drei Tage am Stück frei und das schreite ja förmlich nach einem Ausflug. Aber wohin? Nach einigen Überlegungen sind wir bei den Universal Studios Japan und einem weiteren Tag in Osaka hängen geblieben.

Das war allerdings einfach gesagt als getan. Tickets für die Universal Studios Japan (USJ) haben wir online bestellt. Das Problem war das Hotel. Einen Monat vorher waren natürlich die meisten Hotels zum Heiligabend schon ausgebucht und zu teuer sollte es nun auch wieder nicht werden. Am Ende fiel die Entscheidung, dass wir am 23. Dezember (Feiertag in Japan) nach Osaka fahren, dort einen schönen Nachmittag/Abend verbringen, am 24. Dezember dann ins USJ gehen und am Abend mit dem Shinkansen zurück düsen. Für den 23. Dezember war noch ein Zimmer in einem der Toyoko Inn Hotels frei, als Mitglied für einen bezahlbaren Preis von ¥ 6.300 für zwei Personen inkl. Frühstück.

Was bei unserem Ausflug am meisten in den Geldbeutel schlug, waren natürlich die Zugtickets. Mit guten ¥ 14.000 pro Strecke pro Person ist der Shinkansen alles andere als günstig. Dafür bin ich seit langem mal wieder mit dem schnellen Shinkansen Nozomi gefahren und so waren wir sehr schnell in Osaka.

Am 23. Dezember ging es also früh los. Unser Shinkansen von Shin-Yokohama fuhr um 10:06 Uhr, aber natürlich brauchten wir auch noch eine Weile von unserer Wohnung bis zu diesem Bahnhof. Bis zur Abfahrt saß ich ihm Wartebereich, mein Mann stöberte beim Essen rum. Im Zug habe ich dann eine kleine Packung Tokyo Banana bekommen. So lecker. Während der Fahrt klickten plötzlich jede Menge Kameras. Als ich aus dem Fenster sah, erkannte ich den Grund: ein Regenbogen ♥

Nach Umsteigen und etwa Herumirren waren wir gegen 13 Uhr in Osaka. Bevor wir zu unserem ersten Ziel des Tages aufbrachen, wollten wir erstmal etwas Essen. Mir kam dann die Erinnerung, dass im Untergeschoss des Umeda Sky Building – zu dem wir wollten – eine toll gestaltete Restaurant-Ebene war. So ging es dorthin.

Takimi Koji ist eine unterirdische Essensmeile, die einen mit ihrer detaillierten Gestaltung in die Taisho-Zeit um 1910~1920 zurück führt. Auch wenn man nichts essen möchte, sollte man zumindest eine Runde dort spazieren. Es gibt sogar einen kleinen Schrein mit Omikuji. Bei den vielen Restaurants entschieden wir uns für Okonomiyaki, passend zu Osaka, für mich mit ganz viel Käse. Mein Mann aß dann aber gebratene Nudeln. Beides war sehr lecker.

Dann ging es zurück nach oben zu unserem eigentlichen Ziel: dem deutschen Weihnachtsmarkt. Dieser hat mir sehr gut gefallen und gehört mit zu den besten, die ich bisher in Japan besucht habe. Es gibt einige Essensstände, einiges zu Kaufen (von den Preisen mal abgesehen) und ein paar Sachen zum Anschauen wie Figuren, ein begehbarer Weihnachtsbaum und ein Karussell. Und das Beste: es war nicht so voll. Hätten wir auf dem Weihnachtsmarkt in Yokohama für Essen wohl etwa eine halbe Stunde an jedem Stand anstehen müssen, kamen wir hier gleich dran. So gab es, obwohl wir gerade gegessen hatten, für meinen Mann noch eine Wurst und für mich eine Bretzel.

Von dort aus ging es dann weiter nach Tennoji. Eigentlich wollten wir in den One Piece Shop schauen, allerdings sind wir beim Rilakkuma Store hängen geblieben, wo wir eine ganze Weile verbrachten. Zu meiner Überraschung gab es einen Sale mit Pullovern und Winterkleidung. Da konnte man fast nicht widerstehen. So kaufte ich mir einen etwas dickeren Kaputzen-Pullover und einen Rilakkuma-Schal. Ein paar Tage später kaufte ich mir in Harajuku noch zwei dünnere Pullover. Ich wollte schon immer Rilakkuma-Shirts haben, hatte aber Angst, dass sie mir nicht passen. Aber zum Glück geht die größte Größe *lach*

Als nächstes besuchten wir das Rilakkuma Café, welches sich gleich nebenan befand. Das Café Auréole D’Ange kollaboriert seit September 2016 mit Rilakkuma und bietet spezielle Gerichte an. Dort war ich im Oktober schon mit einer japanischen Freundin. Mein Mann wollte dort aber auch mal hin und da es nun ein Weihnachtsspezial gab, hatte ich auch nichts dagegen. Zuerst hieß es aber Anstehen bzw. Sitzen. Zum Glück dauerte es nur etwa 20 Minuten bis wir rein konnten. Bei der Schlange, die vor uns war, hatte ich eigentlich mit mehr gerechnet. Da mein Mann allerdings keinen großen Hunger hatte, nahm er das Kiiroitori-Mango-Lassi, eine Art Joghurtgetränke mit Mangoeis und Sahne. Ich hatte das weihnachtliche Set mit einem Brandteigring, ganz viel Sahne und Erdbeeren. Natürlich mussten wir dann auch noch Fotos auf dem Rilakkuma-Sofa machen. Ich wünschte, wir hätten so eins auch zuhause.

Da unser Hotel in Tennoji war, war unser nächster Halt dort. Wir checkten ein und machten erst einmal eine längere Pause. Mein Mann war ziemlich geschafft und schlief für anderthalb Stunden. So konnten wir auch die Einkäufe und Klamotten im Hotel lassen, als wir uns gegen 18 Uhr wieder nach draußen machten.

Im Internet hatte ich gesehen, dass in Osaka gerade das Festival of the Lights stattfindet und so wollte ich am Abend dorthin gehen. So machten wir uns mit der U-Bahn auf dem Weg zum Nakanoshima-Park, wo es auf der Strecke bis zur City Hall nur noch bis zum 25.12. die Beleuchtungen zu Osaka Hikari Renaissance 2016 zu sehen gab. Natürlich waren dort jede Menge Menschen. Trotzdem hatten wir auf die Lighting Show recht gute Sicht. Ein Video davon folgt demnächst noch auf meinem YouTube-Kanal.

Es war schön, die ganzen Lichter anzusehen und ich habe es sehr genossen. Es gab Foodtrucks, an denen man etwas zu essen kaufen konnte. Wir entschieden uns für Long Potatoes mit Käsesoße. Vor Ort musste ich auch feststellen, dass es die japanischen Hocktoiletten auch als Dixi gibt, was eine arge Herausforderung war. Ich versuche die ja schon so im Alltag zu meiden…

In den Info-Broschüren, die wir am Info-Stand erhalten hatten, hatte ich noch etwas entdeckt, was ich mir gern ansehen wollte. Natürlich war das nicht mit in der Ecke, in der wir waren, lag aber zum Glück auf der Bahnlinie zurück zu unserem Hotel. So stiegen wir in Nankai-Namba wieder aus dem Zug aus und liefen unterirdisch zum Namba Parks, einem Shopping Center, in dem es an jeder Ecke leuchtete. Treppauf kämpften wir uns durch das Lichtermeer zur großen Rainbow Flower, die wirklich wunderschön war. Genau wie die ganzen anderen Lichterfiguren.

Auf dem Rückweg zum Bahnhof machten wir in einem Restaurant Stopp. Im Zanmai Shokudou (ざんまい食堂) gab es Sushi, Tempura, Soba und mehr. Da ich keinen großen Hunger hatte, aß ich nur ein paar Gurken-Maki und Nigiri-Sushi mit Ei. Die waren sehr lecker und ich hätte gern mehr gegessen, aber da wollte mein Magen nicht mitmachen. Mein Mann gönnte sich sogar zwei Mal Soba und auch ein paar Nigiri. Dann ging es zurück ins Hotel, wo es ganz schnell hieß: ab ins Bettchen! Denn am nächsten Tag sollte es ja früh in die Universal Studios gehen.


Weiter mit Tag 2!! Weihnachten in den Universal Studios Japan!!

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→ Mit dem Amazing Pass unterwegs in Osaka
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