[Unterwegs] Bustour zum Fuji mit Blumenmeer

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Schön länger wollte ich die berühmte Shibazakura-Blüte in Japan selbst erleben. Dieses Jahr sollte es soweit sein und wir entschieden uns zum Fuji zum Shibazakura Festival zu fahren. Es kam nur die Frage auf, wie wir das am Besten machen. Mit dem Zug würde allein die Fahrt nach Kawaguchiko gute zwei Stunden dauern und von dort müssen wir ja mit dem Bus auch nochmal 30 bis 40 Minuten fahren. So schauten wir nach Alternativen mit dem Bus. Wir fanden dann einen Bus, der von Machida aus fuhr, und für den wir uns auch erst einmal entschieden hatten.
Doch weil Facebook ja gerne Werbung schaltet, wurde ich dann auf richtige Bustouren aufmerksam und da gab es einige verschiedene. Ich diskutierte mit meinem Mann, ihm war es egal, ich soll entscheiden. Somit buchte ich dann eine Club Tourism Yokoso Japan Tour, die uns für 7,900 Yen pro Person nicht nur zum Shibazakura Festival, sondern auch noch zu den Tulpen im GrinPa bringen sollte. Zwischendurch sollte es auch noch was zu Essen geben. Ich war auf jeden Fall gespannt!

Bustour FujiAm frühen Sonntagmorgen des 7. Mai ging es dann also gegen 7 Uhr Richtung Shinjuku mit dem Zug. Dort angekommen weiter zum Treffpunkt im Hotel Gracery und von dort aus in den Bus. Wir bekamen einen Zettel, wo wir im Bus sitzen sollten, einen Übersichtsplan über den Tag sowie pro Person einen Club Tourism-Anstecker, den wir uns an die Kleidung machen sollten, damit alle wussten zu welcher Reisegruppe wir gehörten. Der Bus fuhr los und stoppte auch gleich wieder, weil die restlichen freien Plätze mit weiteren Wartenden vom Treffpunkt Washington Hotel gefüllt werden sollten. Gegen 8:40 Uhr ging es dann aber endlich Richtung Fuji.

Die erste Strecke dauerte zwei Stunden und ich war erstaunt, dass wir trotz Golden Week und Sonntag keinen Stau auf der Autobahn hatten. Schon unterwegs konnten wir erste Blicke auf den Fuji erhaschen. Mit Wolken… Das Wetter war eigentlich meine größte Sorge gewesen für unsere Bustour, denn der Fuji ist mir als sehr schüchtern bekannt und versteckt sich gern hinter Wolken. Vor allem, wenn ich in der Nähe bin. Aber zumindest konnte man ihn sehen und ich hoffte, dass das Wetter im Verlauf des Tages noch ein bisschen besser werden würde.

Wir kamen gegen 10:40 Uhr im GrinPa an, eine Art Freizeitpark mit Attraktionen vorwiegend für Kinder. Allerdings waren wir nicht wegen irgendwelchen Achterbahnen oder Kletterattraktionen dort, sondern wegen des Tulpenfestivals, welches dort zu dieser Jahreszeit stattfindet. Abfahrtszeit des Busses war 11:50 Uhr, so hatten wir eine gute Stunde Zeit den Park zu erkunden. Zuerst wurden wir aber alle in der Gruppe zu den Tulpen geführt. Dann begann die Freizeit.

Mein Mann und ich machten viele Fotos. Die Tulpen waren leider noch nicht alle am blühen, aber es war trotzdem sehr schön. Mir haben die ganzen niedlichen Tierfiguren dort sehr gefallen. Allerdings hat es mich sehr überrascht, dass man obwohl der Eintritt schon 1,200 Yen kostet (war in unserem Bustourpreis enthalten) noch für die einzelnen Attraktionen extra bezahlen musste. Machen wollten wir eh nichts, so liefen wir eine Runde durch den Park und schauten uns alles an. Nachdem wir uns noch ein paar niedliche Brötchen in Katzen- und Bärenform und Rilakkuma-Fuji-Gebäck gekauft hatten, ging es noch schnell auf Toilette und zurück in den Bus, der schon am Eingang wartete.

Es ging weiter zum Mittagessen: einem Buffet mit Sushi, Tempura, Roast Beef und vielen anderen Sachen in einer Art Raststätte namens Mori no Eki am Fuße des Fuji. Die obere Etage war nur für uns reserviert und von den Sitzplätzen hatte man Blick auf den Fuji. Wir hatten eine Stunde Zeit zum Essen und dann noch etwas um auf Toilette zu gehen oder im Laden darunter Souvenirs zu kaufen. Das Essen war geschmacklich ok, vor allem die kleinen Brötchen und die Desserts hatten es mir angetan. Es gab eine recht große Auswahl, auch wenn ich kein Fisch-Sushi und Tempura gegessen habe, und wir hatten genug Zeit, so dass ich dann voll gefuttert wieder in den Bus stieg.

Die Fahrt von der Raststätte bis zum Hauptziel der Reise dauerte nun noch einmal eine Stunde. Die Fahrt führte um den Fuji herum und ich saß genau auf der richtigen Seite, um ihn die ganze Zeit zu beobachten. Das erste Mal, dass ich dem heiligen Berg so nah war.

Bustour Fuji

Fuji mit Kühen

Angekommen beim Shibazakura Festival war es natürlich arg voll, das komplette Gegenteil vom GrinPa, wo nur wenige Leute waren. Trotzdem kamen wir gut durch und wir mussten als Gruppe nicht beim Einlass anstehen sondern wurden einfach durch gewunken. Sehr praktisch sowas.

Das Blütenmeer war so beeindruckend! Die vielen kleinen Blüten, die eine riesige Fläche abdecken. Dahinter thront der Berg Fuji mit seiner Schneedecke. Wunderschön. Wir liefen durch das Gelände, machten weiter zahlreiche Fotos und Videos. Dann stellten wir uns bei der Panorama-Brücke an, an der eine lange Schlange wartete. Dort haben sogar noch die Kirschblüten geblüht. Und es gab einen kleinen Fuji aus Blumen.

Auch hier liefen wir alle möglichen Wege ab und schauten uns bei den Essensständen um. Eigentlich sollte es eine Art Taiyaki in Fuji-Form geben, den ich gern gekauft hätte. Leider haben wir den nirgends finden können und uns konnte auch von den dortigen Leuten keiner sagen, wo es die gibt. Da unsere 80 Minuten vor Ort dann aber fast vorbei waren, gaben wir die Suche auf und machten uns auf den Weg zurück zum Bus.

Vom Shibazakura Festival ging es nun gute zwei Stunden zurück nach Shinjuku. Einen kleinen Stopp machten wir auf einem Rasthof etwa in Höhe Hachioji, wo ich mir gewünscht hätte einfach rüber springen zu können, weil wir dort in der Nähe wohnen. So dauerte nach der Ankunft am Bahnhof in Shinjuku um 18 Uhr unser Weg nach Hause noch einmal etwa 1 ½ Stunden. Wir hatten viel gesehen, ich war kaputt und bin nach Konbini-Abendessen und Dusche ins Bett gefallen. Am nächsten Tag sollte es für mich noch eine Bustour geben – diesmal in die andere Richtung – und dafür wollte mein Wecker um 4:30 Uhr klingeln. Das gibt es dann aber in einem anderen Artikel.

Ein Video auf meinem YouTube-Kanal wird dazu auch noch folgen 😉


Mehr zum Thema?

Das Shibazakura Festival auf meinem Travel Blog
Unsere Bustour bei Club Tourism

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2 Kommentare

  1. Obwohl das Wetter scheinbar nicht optimal war, habt ihr immerhin Mt. Fuji sehr gut zu sehen bekommen. ^_^
    Das freut mich!
    Ich hab ja immer so ein Pech mit Fuji … T_T …

    • Ja, ich habe bisher auch immer kein Glück mit dem Blick auf den Fuji gehabt. Der ist immer so schüchtern (>_<)" Deshalb bin ich froh, dass es diesmal geklappt hat. Bei dir wird das bestimmt auch noch ♥

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