[Japanisch lernen] Meine Vorbereitung auf den JLPT N4

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Am Wochenende ist es soweit und der Japanese Language Proficiency Test (日本語能力試験), kurz JLPT, findet wieder an zahlreichen Orten auf der ganzen Welt statt. Das erinnert mich daran, dass ich den Test im vergangenen Dezember ja auch geschrieben hatte und es eigentlich noch einen Artikel dazu geben sollte, wie ich mich darauf vorbereitet habe. Nun ist es also an der Zeit und ich zeige euch die Bücher und Apps, mit denen ich für die Stufe N4 lernte.

Nihongo Challenge Bücher

Zu Beginn meiner Vorbereitungen habe ich mir die Nihongo Challenge Bücher (にほんごチャレンジ) zugelegt. Dabei handelt es sich um drei Bücher mit den Themen Vokabeln, Grammatik & Leseübungen für den N4 sowie ein Kanji-Buch für den N4-5. Kosten tun diese jeweils zwischen 1200 und 1400 Yen. Leider habe ich die Bücher nicht so intensiv genutzt, wie ich eigentlich wollte. Das ist aber typisch für mich, denn ich fange regelmäßig zu spät mit lernen an. Trotzdem finde ich die Bücher sehr gut aufgebaut.

Japanisch lernen

Im Grammatik-Buch gibt es verschiedene Lektionen, die nach Monaten aufgeteilt sind. Es werden unterschiedliche Grammatikregeln erklärt und Beispielsätze gezeigt. Thematisiert werden hier sogar monatsabhängige Sachen wie Neujahr, Valentinstag und Sommerfeuerwerke, aber auch Alltagsthemen und gar Erdbeben. Dazu gibt es dann auch noch Übungsaufgaben. Im hinteren Teil sind dann Textaufgaben für das Leseverständnis.

Das Vokabel-Buch ist ebenfalls in verschiedene Themen gegliedert. Dazu gehören unter anderem Reisen, Arbeit, Hobbies und Dinge aus dem Alltagsleben. Auch hier gehören Übungsaufgaben zu jeder Lektion dazu.

Am Wichtigsten war für mich das Kanji-Buch, denn da habe ich noch heute die meisten Probleme mit. Schließlich braucht man für den N4 ja gut 320 Kanji. In 31 Lektionen sind die Kanji nach Themen gegliedert. Es wird versucht diese mit Bildern und den einzelnen Radikalen darzustellen und alle wichtigen Informationen wie Strichfolge und Lesungen sind gegeben. Dazu auch verschiedene Vokabeln, die dieses Kanji enthalten. In den anschließenden Übungen muss man einmal die Lesung und einmal auch die Schreibweise können. Am Ende mehrere Lektionen gibt es einen übergreifenden Test.

Mit haben diese Bücher sehr gut gefallen und kann sie nur weiter empfehlen.


Weitere Bücher zur Vorbereitung

Beim Stöbern in der Buchhandlung habe ich ein weiteres sehr interessantes Buch entdeckt. Dieses soll einem in 20 Tagen helfen den JLPT zu bestehen. Auf Japanisch nennt sich das Buch 日本語能力試験対策N4漢字・語彙・文法 20日間で合格力を身につける! und kostet 1500 Yen. Es ist aufgeteilt in Kanji, Vokabeln und Grammatik und beinhaltet vorwiegend Testfragen. Also prima, wenn man mit Lernen fertig ist und nun überprüfen möchte, ob man für den Test bereit ist. Im Grammatikteil befinden sich allerdings noch einmal Erklärungen zu den Regeln. Am Ende gibt es nochmal Tests, die genau wie in der Prüfung aufgebaut sind. Lediglich das Hörverstehen kann man nicht testen. Das Buch hat mir so sehr gefallen, dass ich mir schon das nächste für den N3 aus dieser Reihe gekauft habe.

Ich hatte mir auch das offizielle JLPT Practice Workbook für den N4 gekauft. Das kostet nur 700 Yen, hat allerdings nicht allzu viel bieten. Es ist darin genau ein Test abgedruckt. Eine gute Möglichkeit einen Eindruck vom Aufbau des Tests und des Prüfungsbogens zu bekommen, das war es aber auch fast schon. Es war lediglich praktisch, dass hier eine CD für den Hörverständnis-Test enthalten war und ich das so einmal üben konnte. Allerdings denke ich, dass man das mit etwas Suche auf YouTube finden kann. Noch einmal werde ich mir so ein Workbook nicht holen.

Zum Schluss noch ein Buch, welches mir schon lange hilft. Die Praktische Grammatik der japanischen Sprache von Martina Ebi ist ein tolles Buch, welches versucht die grammatikalischen Eigenheiten zu erklären. Da die anderen Bücher alle auf Englisch sind, ist es wirklich sehr praktisch, ein Buch zu haben, welches einem noch einmal auf Deutsch erklärt, was man wissen muss. Dieses ist zwar nicht nach JLPT-Leveln aufgeteilt, aber im Inhaltsverzeichnis braucht man nur nachsehen und kann sich die entsprechenden Regelungen heraussuchen. Das Buch ist mit 23 Euro etwa teurer, lohnt sich aber sehr (zu finden auf Amazon).

Japanisch lernen

Vokabeln lernen mit Apps

Vokabeln habe ich übrigens vorwiegend versucht mit Apps in mein Gehirn zu bekommen. Das hat sogar recht gut geklappt, obwohl ich kein Mensch für’s Vokabelnpauken bin.

Vorwiegend habe ich dabei Memrise genutzt. Ich habe mir sogar für die drei Monate vor dem Test die Pro-Version als Abo gekauft, um intensiv lernen zu können. Genutzt habe ich die Kurse von Nihongo Otsu, die sich die Mühe gemacht haben, die Vokabeln von N5 und N4 auf Deutsch zusammen zu tragen. Ich habe beide Kurse durchgearbeitet und fand diese Methode sehr praktisch. Um noch einmal alles zu wiederholen habe ich dann noch einmal die beiden Level mit der App Kotoba auf Englisch geübt.

Japanisch lernen

Ich habe vor allem in den letzten Wochen und Tagen viel für den Test gelernt. Allerdings sollte man wirklich versuchen so früh wie möglich anzufangen, je nachdem wie weit man schon ist. Ich hab den Test mit 132 von 180 Punkten bestanden, was ich nicht erwartet hätte. Mit einer Quote von 39 %, die den Test bestehen, hatte ich eher Sorgen die 90 Punkte zum Bestehen überhaupt zu erreichen.

Irgendwann möchte ich den N3-Test machen. Wann genau, weiß ich noch nicht, da ich zwar inzwischen Bücher zum Lernen gekauft habe, aber bisher ziemlich wenig damit gemacht habe. Dieses Jahr wird es wahrscheinlich nichts mehr, aber vielleicht dann 2018.

Allen, die den JLPT schreiben, wünsche ich viel Erfolg!
Bleibt dran, ihr schafft das schon (^^)v


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