[Unterwegs] Bustour zu zwei Blumenparks (Ibaraki & Tochigi)

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Gleich einen Tag nach der Butour zum Fuji (schaut hier rein) hieß es für meinen Mann wieder auf zur Arbeit und für mich auf zur nächsten Tour mit dem Bus. Zusammen mit einem deutschen Bekannten ging es zu einer anderen Tour, die ebenfalls von Club Tourism Yokoso Japan durchgeführt wurde. Dieses Mal aber auf die andere Seite von Tokyo – zu zwei Blumenparks in den Präfekturen Ibaraki und Tochigi.

Bustour Hitachi Seaside ParkDie Tour startete noch früher als die am Sonntag und so klingelte mein Wecker bereits um 4:30 Uhr. Für mich als Nachteule eine wirklich unmenschliche Zeit. Aber ich musste 7:00 Uhr am Washington Hotel in Shinjuku sein und hatte somit keine andere Wahl. Mein Mann bestand übrigens darauf mich halb Sechs zum Bahnhof zu bringen, Japan ist ja so gefährlich *hust* Aber so hatte ich wenigstens jemanden dabei, der mich bis zum Zug wach hielt.

Am Washington Hotel warteten schon einige Leute. Vom Tag vorher wusste ich, dass unsere Reiseführerin erst Leute vom anderen Hotel einsammelt und dann zu uns kommt. Es hieß also warten. Ich wollte noch schnell auf Toilette, wurde dort aber sehr unfreundlich von der Reinigungskraft angeschnauzt. Das habe ich in Japan auch noch nie erlebt. Mit etwas Verspätung ging es dann aber doch zum Bus. Lustiger Weise hatten wir die gleichen Plätze wie am Tag zuvor – ganz hinten in der letzten Reihe. Der Bus war voll besetzt und machte sich am frühen Montagmorgen durch den Tokyoter Verkehr auf in Richtung Ibaraki – Stau diesmal inklusive.

Trotzdem kamen wir noch innerhalb des Zeitplanes gegen 10:00 Uhr bei unserem ersten Ziel an: der Hitachi Seaside Park (ひたち海浜公園). Der Park ist mit seinen 190 Hektar riesengroß und hat das ganze Jahr über die verschiedensten Blumen zu bieten. Zudem findet dort auch das Rock in Japan Festival statt. Vor allem im Frühling ist der Hitachi Seaside Park ein Anziehungspunkt für Touristen aufgrund der Baby Blue Eyes Blüte, im Deutschen bekannt als Hainblume oder Nemophila. Im Park gibt es einen ganzen Hügel mit dieser blauen Pracht und diese war auch unser Ziel.

Der Bus setze uns am Westeingang ab und dann ging es in der Gruppe zum Blumenfeld. Dort angekommen hatten wir dann unsere Freizeit, insgesamt 90 Minuten, in der man aber nur einen kleinen Teil des Geländes erkunden kann. Wir machten uns zuerst auf bis zur Spitze des blauen Hügels, wo es nur so von Menschen wimmelte. Von oben hat man eine tolle Aussicht, über das ganze Grün um einen herum und auch auf das Meer. Wirklich wunderschön.

Danach schauten wir uns die zwei alten japanischen Häuser an und liefen ein Stück in den anderen Teil des Parks in Richtung des Riesenrades. Leider hatten wir aber nicht mehr viel Zeit und so ging es nach ein paar Fotos wieder zurück. Im kleinen Wäldchen waren Tulpen gepflanzt und natürlich stand für das Holland-Feeling auch eine kleine Windmühle dort.

Am Westausgang angekommen, machten wir uns auf die Suche nach unserem Bus, was gar nicht so einfach war. Überall Touristengruppen, überall Busse, nur unserer war nicht zu sehen. Es herrschte ein kleines Chaos aufgrund der vielen Leute. Wir fanden unseren Bus aber zum Glück doch noch und es ging weiter zum Mittagessen.

Wir hatten eine Stunde Zeit für ein Yakiniku-All-You-Can-Eat im Stamina Taro. Es gab aber nicht nur Fleisch dort, sondern auch Salate, Gemüse, jede Menge Süßes und mehr. Eine Stunde war dafür natürlich viel zu knapp, denn man musste sich ja alles erst einmal vom Buffet holen und dann das Fleisch auch noch grillen. Ich war zwar gut gefüllt, hätte aber gern in Ruhe noch mehr durchprobiert. Aber es sollte nun doch weiter gehen. Für ein kurze Toilettenpause hielten wir unterwegs nochmal auf einem Rastplatz an und fuhren dann weiter zum nächsten Blumenpark.

Unser zweites Ziel war der Ashikaga Flower Park (あしかがフラワーパーク) in Tochigi. Das war der, zudem ich ohnehin hin wollte und weshalb ich auf diese Bustour gestoßen bin. Der Park ist bekannt für seine Wisteria Blüte, im Deutschen Blauregen genannt, im Japanischen Fuji (藤). In diesem hatten wir nur 60 Minuten Zeit, was diesmal aber ausreichend war, da dieser Park nicht so groß ist.

Es gibt dort unzählige Fuji-Bäume, manche sogar schon bis zu 100 Jahre, die sich auf eine unglaubliche Weite erstrecken. Es war wirklich beeindruckend unter einem Dach von Blüten zu stehen und es gab so viel zu sehen. Von einfachen Wegen mit Fuji-Bäumen am Rand, über Brücken und Plätze mit Fuji-Himmel oder gar eine ganze Wand voller Fuji-Blüten. Auch die Bepflanzungen im Teich waren sehr hübsch.

Wie es im Hitachi Seaside Park Nemophila-Eis gab, gab es im Ashikaga Flower Park auch Wisteria-Eis. Leider blieb uns dafür keine Zeit, auch wenn es sich bei dem warmen Wetter angeboten hätte. Am Eingang befindet sich zudem eine Art Gärtnerei, bei der man zahlreiche Pflanzen kaufen konnte. Ich konnte mich zum Glück zurück halten.

Die Stunde war schnell um und wir machten uns zurück zum Bus. Dieses Mal war er einfacher zu finden. Die Fahrt zurück an die Shinjuku Station sollte nun noch einmal 1 ½ Stunden dauern. Es gab auf der Fahrt wieder eine Verlosung, doch diesmal wurde unsere Gruppennummer nicht gezogen. Wäre ja auch zu schön gewesen. Gegen 18 Uhr kamen wir in Shinjuku an und ich machte mich auf meinen Weg nach Hause, der noch einmal 1 ½ Stunden dauern sollte. Zuhause erwartet mich mein Mann mit Abendessen und ich war von der Hitze und von den zwei Tagen voller Eindrücke ziemlich platt.

Auch wenn die Busfahrt am zweite Tag zeitlich etwas knapp getaktet war, hat es mir trotzdem gefallen. Ich werde sicher in Zukunft nochmal eine machen.


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