[Unterwegs] Kurzurlaub in Ito (Shizuoka Pref.) – Teil 2

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Den ersten Teil zu dieser Artikelreihe findet ihr hier

Ito OnsenUnser Hotel in Ito war das Daitokan, etwa 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof entfernt. Ein Grund, warum wir uns dafür entschieden haben, war das privaten Onsen, das die Gäste kostenfrei nutzen dürfen. Das haben wir am Abend natürlich auch gemacht und mir hat es wirklich gut getan. Neben dem privaten Rotenburo-Onsen gibt es dort aber noch andere Bäder. Natürlich öffentliche, die man geschlechtergetrennt nutzen kann. Zudem gibt es dort einen langen unterirdischen Gang, der zu einem weiteren Privatraum mit heißen Bädern sowie zu einem Ruheraum mit Steinen führte. Wirklich sehr interessant! In der Lobby konnte man an einer süßen Anzeige sehe, ob die privaten Räume besetzt sind oder nicht.

Wir hatten ein hübsches Zimmer im japanischen Stil, inklusive Tatami-Boden und Futon zum Schlafen. Aus den Fenstern hatten wir einen Blick auf die Stadt und im Hintergrund konnte man sogar das Meer sehen. Lediglich das Bad war nicht so sonderlich toll und man konnte das Alter des Hotels erkennen. Aber außer zum Toilettengang und zum Zähneputzen haben wir es eh nicht genutzt. Zum Frühstück gab es ein einfaches Buffet im westlichen Stil, welches sehr lecker war. Ich werde das Daitokan irgendwann nochmal ausführlicher auf meinem Travel Blog vorstellen.

Das Wetter an unserem zweiten Tag sollte nicht allzu gut werden, schließlich war der Taifun im Anmarsch, vor dem schon seit Tagen gewarnt wurde. Dass wir mit dem Wetter aber so viel Pech haben sollten, hatte ich dann doch nicht geahnt.

Wir machten uns schon recht früh auf dem Weg zum Bahnhof. Dort holten wir uns in der Touristeninformation den Ito Sightseeing Free Pass, ein Busticket für 1300 Yen, welches wir den ganzen Tag über nutzen konnten. Um 9:00 Uhr fuhr dann der Bus zum Berg Omuro. Die Fahrt dauerte etwa 40 Minuten und das Wetter wurde immer schlechter. Als wir am Eingang zum Lift standen, war fast nur Nebel zu sehen. Trotzdem war es aufgrund des großen roten Torii schon beeindruckend.

Da wir nun einmal dort waren, fuhren wir auch nach oben, auch wenn uns die Mitarbeiter sagten, dass man oben nicht viel sieht. Für meinen Mann und mich war es die erste Fahrt mit einem Sessellift. Ein wenig gruselig im Nebel, aber auch lustig, da mein Mann totale Höhenangst hatte. Ich hatte mehr Angst meine Ballerina-Schuhe unterwegs zu verlieren. Oben angekommen, konnte man wirklich gar nichts sehen. So schlimm hatte ich es mir nun doch nicht vorgestellt. Wir standen quasi im Nebel.

Trotzdem entschieden wir uns die Runde um den Krater des erloschenen Vulkans zu laufen. Gesehen haben wir nicht viel, aber es war dann doch irgendwie lustig so im Nichts herum zu laufen. Allerdings waren wir durch den Nebel auch total nass geworden, was zumindest für meinen Sonnenbrand-Rücken eine gute Abkühlung war. Wir fuhren dann mit dem Sessellift wieder hinunter, aßen noch ein Eis und fuhren mit dem Bus weiter.

Unseren zweiten Stopp legten wir am Ippekiko ein, ein See, der auch als „Auge von Izu“ bekannt ist. Bei schönem Wetter ist es dort sicher sehr idyllisch, bei unserem Nebelwetter eher weniger. Trotzdem blieben wir dort und – da wir ja das Geld für die Bootstour am Tag zuvor gespart hatten, nutzen wir dieses jetzt für eine halbe Stunde Tretbootfahrt auf dem See. Dabei konnten wir nah an das Torii auf einer kleinen Insel heran fahren und haben auch noch jede Menge Enten gefüttert. Spaß hat das Ganze alle Mal gemacht.

Mit dem Bus ging es dann wieder zurück zum Bahnhof in Ito. Da wir noch Zeit hatten, fuhren wir von dort weiter zum Ito Marine Town. Dort gibt es ein Spa und man kann Shoppen, Essen und mehr. Wir stöberten nach ein paar Omiyage, doch fanden nicht viel. Zum Mittagessen gab es etwas aus dem Food Court und ich hatte einen super leckeren Roastbeef Burger. Draußen fanden wir sogar noch ein Fußbad, in dem ich meine Beine aufweichte. Wir beobachteten, dass von den Anlegestellen hier auch Sightseeingboote fuhren. Dafür war das Wetter aber nicht passend genug.

Es ging wieder zum Bahnhof, wo wir uns dann doch noch mit Mitbringsel eindeckten. Ich kaufte Onsen-Manju und verschiedene Cream Daifuku, die wir die nächsten Tage zuhause aßen. Auch ein kleiner Rilakkuma-Anhänger musste mit, schließlich sammle ich ja Anhänger aus den verschiedenen Präfekturen.

Noch bevor wir im Zug saßen, bracht ein heftiger Regenschauer aus. So war es nicht einmal schlimm, dass wir vor unserem eigentlich geplanten Zeitpunkt auf dem Rückweg waren. Unser Kurzurlaub in Ito ging schnell zu Ende, aber wir haben viele Erinnerungen mitgenommen. Zwei Tage später ging es für mich sogar noch einmal in die Präfektur Shizuoka.

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