[Yoko kocht] Takoyaki ohne Tako (Rezept)

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Mein Mann liebt Takoyaki über alles. Bei jedem Straßenfest oder wenn wir an einem Stand mit den Tintenfischbällchen vorbei kommen, holt er sich eine Portion. Ich steh dann nur daneben und gucke zu, denn Tako ist absolut nicht meins, wo ich doch keinen Fisch und andere Meerestiere esse.
Bereits vor einigen Jahren hat mein Mann eine Takoyaki Pfanne bekommen – und sie seitdem noch nie ausprobiert. Das wollten wir nun auch schon länger ändern und so hat er sie zumindest vor ein paar Monaten schon mal geschafft, die Pfanne von seinem Elternhaus mit in unsere Wohnung zu bringen. Seit ein paar Wochen wurde es langsam ernst und am Samstag – als mein Mann beim All-You-Can-Eat im Restaurant saßen und mein Mann sich wieder Takoyaki bestellte – kam es dann ganz spontan: lass uns morgen Takoyaki machen!

Was mein Mann in sein Takoyaki machte, war schnell klar: Tako. So kauften wir im Supermarkt eine Packung mit Oktopus, was mir schon beim bloßen Anblick einen Schauer über die Haut laufen lief. Nee, das will ich ganz sicher nicht essen. Für mich kauften wir Schinken, Käse, Mini-Tomaten und Mais. Dazu noch eine Flasche Takoyaki-Soße und eine Tüte Tenkasu (天かす), auch Agedama (揚げ玉) genannt, das sind kleine Krümel aus frittiertem Tempurateig. Den Teig wollten wir erst selbst machen, fanden dann aber einen fertigen Takoyaki-Mix, der uns für den ersten Versuch am einfachsten erschien.

Welche Zutaten benötigt man für Takoyaki?

Takoyaki-Teig

Wie bereits gesagt, haben wir es uns mit dem Teig einfach gemacht. Wir haben lediglich den Takoyaki-Mix mit Wasser und Eiern gemischt und fertig. Wenn ihr den Teig selbst machen wollt, gibt es einige Rezepte im Internet (Bento Daisuki | Neko Bento) oder auch im Manga Kochbuch Japanisch von Angelina Paustian (Review | Amazon). Diese unterscheiden sich teilweise von den Zutaten, aber im Groben benötigt ihr für den Teig Mehl, Dashi (oder Dashipulver und Wasser) und Eier. Alles zusammen gebt ihr in eine Schüssel und verrührt es zu einem glatten, recht flüssigen Teig.

Takoyaki

Takoyaki Mix

Füllung

Wenn man richtige Takoyaki macht, dann kommt dort Oktopus hinein. Diesen schneidet man zuvor in kleinere Stücke, damit sie in das Takoyaki-Bällchen passen. Weiterhin kommen Tenkasu dazu und wer möchte gern noch Frühlingszwiebeln und Beni Shoga (eingelegter rote Ingwer).

Wer wie ich kein Tako isst, kann als Füllung auch wie er möchte alles nehmen, was er gerne isst. Möglich wären u.a. Schinken, Würstchen, Käse, Mais, alles an Gemüse (teils vorher garen) oder für etwas Süße vielleicht auch Ananas. Ich werde in Zukunft auf jeden Fall noch viel Ausprobieren.

Topping

Auf die Takoyaki oben drauf kann man am Ende – je nach Belieben – Takoyaki-Soße, Aonori, Mayonnaise und Katsuobushi geben. Aber auch hier ist man natürlich frei für alles.

Takoyaki

Wie macht man nun Takoyaki?

Üblicherweise hat man für Takoyaki eine entsprechende Pfanne – entweder für den Ofen oder einen elektronischen Takoyaki Maker wie wir. Diese gibt es inzwischen aber auch u.a. schon auf Amazon zu kaufen (einfache Pfanne | elektronische Version, bei der ihr aber auf die Spannung achten müsst). Alternativ habe ich aber auch schon von Takoyaki aus dem Cakepop Maker gehört.

Wenn man alle Zutaten vorbereitet hat, wird die Pfanne erhitzt und jede Vertiefung mit etwas Öl ausgestrichen. Dann gibt man den ersten Teil des Teiges in die Form, so dass die Vertiefungen etwa halb gefüllt sind. Als nächstes kommt die Füllung dazu und zum Schluss noch etwas Teig darüber.

Nachdem der Teig etwas fest geworden ist, versucht man mit einem Holzstäbchen die Kugeln zu drehen. Am Anfang ist das etwas kompliziert, aber mit der Zeit bekommt man den Dreh raus. Wenn sie dann von allen Seiten schön braun sind, die Takiyaki herausnehmen, auf einem Teller platzieren, die Toppings darüber geben und fertig. Guten Appetit! Bei Essen dann allerdings aufpassen: auch wenn die Takoyaki außen schon etwas abgekühlt sind, können sie innen noch unglaublich heiß sein.

Ich fand meine Takoyaki ohne Tako unglaublich lecker und konnte gar nicht mehr aufhören mit essen. Auch mein Mann war von seinen Oktopusbällchen begeistert. Das wird es also bei uns nun öfter geben.

Mein Mann und ich endeten übrigens in einem Wettkampf, wer die schönsten Kugeln herausbekommt. Gewonnen habe ich – mit dem Spruch, dass ich mich dann das nächste Mal alleine ums Drehen kümmere. Da mir das aber jede Menge Spaß macht, freue ich mich schon darauf.


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Rubrik: Yoko kocht
Kochbücher von Angelina Paustian

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