[Fünf Tage JR-Pass] Tag 5 – Wiedersehen in Osaka

0

Nachdem ich vier Tage alleine mit meinem JR-Pass unterwegs war, machte ich am Wochenende eine Pause und blieb mit meinem Mann in unserer gewohnten Umgebung. Ganz still saßen wir allerdings auch nicht zuhause. Es gab an dem Wochenende viel für unseren Umzug zu organisieren und wir besuchten die Tokyo Ramen Show, wo wir uns mit leckerer Nudelsuppe vollstopften. Am Montagmorgen ging es für meinen Mann wieder auf Arbeit und für mich mit dem Shinkansen um 7:52 Uhr auf in Richtung Osaka.Osaka Shinkansen

In Shin-Osaka angekommen, musste ich gleich weiter in die Innenstadt. Dort war ich am Bahnhof Tennouji mit meiner Freundin und ehemaligen Tandempartnerin Haruna verabredet. Wir hatten uns eine Ewigkeit nicht gesehen – gute zwei Jahre um genau zu sein – und ich war sehr froh, dass sich die Möglichkeit zu einem Treffen ergab. Aufgrund ihrer Arbeit ist war nämlich von Chiba nach Osaka gezogen, was es schwierig machte, gemeinsam was zu unternehmen.

Unser erstes Ziel war das Café Auréole D’Ange, welches wir aber zuerst gar nicht gefunden haben und so irrten wir eine Weile in der Gegend herum, bis wir dann doch nachfragten. Das Café hatte zu der Zeit eine Kollaboration mit Rilakkuma und so gab es thematisiertes Essen dort. Und da ich ein großer Fan von Rilakkuma bin, wollte ich dort unbedingt hin. Zum Glück war nicht viel los und wir kamen ohne Anstehen hinein. Nachdem wir bestellt hatten, wurde erst einmal die Dekoration mit jede Menge verschiedener Rilakkuma-Plüschtieren bestaunt. Da haben sie echt einige zusammen getragen.

Ich hatte den Rilakkuma Ring Chou bestellt, bestehend aus einem Brandteigring mit ganz viel Schokocreme, kandierter Banane und einem kleinen Rilakkuma zum Essen. Sehr süß, aber lecker. Meine Freundin entschied sich für das Sandwich mit Schinken, Ei und Salat, welches einen kleinen Rilakkuma eingebrannt hatte. Auch das sah ziemlich lecker aus.

Wir nutzen die Zeit im Café zum Reden, schließlich gibt es nach zwei Jahren viel zu erzählen. Mit der Sprachbarriere war es allerdings manchmal ziemlich lustig. Sie hatte zwar in Deutschland studiert und sprach zu der Zeit auch super Deutsch, aber nach mehreren Jahren ohne regelmäßige Anwendung vergisst man das leider viel zu schnell. Und mein Japanisch ist ja auch noch nicht das Gelbe vom Ei. Aber Spaß hatten wir trotzdem dabei.

Wir hatten für den Tag keinen großen Plan gemacht und wollten uns soweit treiben lassen. Es war der 31. Oktober und ich hoffte eventuell sogar auf ein paar Halloween-Veranstaltungen, aber da haben wir doch nicht viel gefunden.

Für meinen Mann sollte ich nach Möglichkeit aus Osaka One Piece Waffeln mitbringen, weil in Kansai andere Sammelsticker drin waren. Da der Mugiwara Store fast nebenan war, ging es also nach dem Café-Besuch erst einmal dorthin. Danach stöberten wir noch etwas in der Abeno Q’s Mall herum, inklusive Game Center und Purikura.

Im Anschluss ging es weiter zur Osaka Station, wo wir auch dem Pokemon Center einen kurzen Besuch abstatten. Ich schaue immer gerne in Pokemon Centern vorbei, kaufe dann aber nichts, weil ich alles so teuer finde und eigentlich auch nicht brauche. Aber vor allem die immer wechselnden Pikachu-Plüschies sind toll zum Angucken.

Da ich bei meinem letzten Besuch 2014 auf dem Umeda Sky Building schlechtes Wetter hatte, fragte ich meine Freundin, ob wir dorthin gehen wollen. Sie willigte ein, weil sie selbst schon eine Weile nicht mehr dort war. So liefen wir also von der Osaka Station zum Gebäude hinüber. Dort waren sie gerade beschäftigt den Weihnachtsbaum aufzubauen. Etwas früh für mich, aber warum nicht. Zwei Monate später kehrte ich dann mit meinem Mann nochmal dorthin zurück, um den deutschen Weihnachtsmarkt drum herum zu besuchen.

Aber zurück zum Umeda Sky Building. Es war auch hier nicht viel los und so kamen wir schnell nach oben. Gegen meinen Willen bezahlte meine Freundin für mich die 1000 Yen für die Eintrittskarte zum Floating Garden Observatorium. In 170 Meter Höhe hatten wir einen tollen Blick über Osaka und ich machte jede Menge Fotos. Auch auf der Außenfläche konnten wir etwas Zeit verbringen, am Ende saßen wir aber eine ganze Weile drinnen in einem der gemütlichen Sessel und Quatschten.

Unseren letzten Stopp machten wir dann im Untergeschoss des Umeda Sky Buildings. Dort gibt es die Essensmeile Takimi Koji, die im Stil der 1910-1920er Jahre gestaltet ist und die mir meine Freundin unbedingt zeigen wollte. Das war wirklich sehr interessant und es gab viel zu sehen. Auch die Toiletten, die wie ein öffentliches Bad gestaltet sind, sind sehenswert.

Zurück am Bahnhof Osaka verabschiedeten wir uns, in der Hoffnung uns bald wieder zu sehen. Ich kaufte noch fleißig Omiyage ein und machte mich am späten Nachmittag auf den Weg zurück nach Yokohama und von dort nach Hause. Damit endete mein einwöchiger JR-Pass und ich war froh, ihn nochmal nutzen zu können. Das kann ich nun, da ich in Japan wohne und kein Tourist mehr bin, nämlich nicht mehr…


Fünf Tage mit dem JR-Pass

→ Tag 1 – Yahiko in Niigata
→ Tag 2 – Hikone, Nagahama und Chikubushima (Shiga Präf.)
→ Tag 3 – Ausflug nach Kyoto
→ Tag 4 – Nara und Uji

Gesamtübersicht

 

Share.

Leave A Reply