[Review] Meine japanische Küche von Stevan Paul

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Ich bekomme in letzter Zeit immer häufiger Review-Anfragen, was mich sehr freut, aber natürlich sind nicht alle angebotenen Bücher etwas für meinen Blog. Über die Anfrage zum folgenden Kochbuch habe ich mich allerdings sehr gefreut, denn ich weiß, dass viele meiner Leser sich für die japanische Küche interessieren und ich bekomme auch immer wieder Fragen nach Rezepten. Mit Meine japanische Küche habe ich hier ein wirklich tolles Buch, was bestimmt für den einen oder anderen hier etwas wäre.

Hierbei handelt es sich um einen Kollaborationsartikelwas ist das?

Worum geht es im Buch?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei Meine japanische Küche: Rezepte für jeden Tag um ein Kochbuch, welches sich der japanischen Küche widmet. Das Wichtigste hier ist allerdings, dass das Kochen ohne viel Einkaufs-Aufwand und auch ohne Vorab-Kochkurs in den Vordergrund gerückt wird. Der Autor Stevan Paul hat viel in seiner Versuchsküche experimentiert und zusammen gekommen sind 80 Rezepte aus den verschiedensten Bereichen des japanischen Alltags.

Wie ist das Buch aufgebaut?

Das Buch hat eine klare Struktur, beginnend mit einem Vorwort des Autoren sowie einer ausführlichen Warenkunde und ersten Tipps, wie man gewisse japanische Produkte in der heimischen Küche ersetzen oder selbst herstellen kann. Das weitere Buch ist in acht Kapitel aufgeteilt, welche alle mit jeweils einer ausführlichen Einleitung zum Thema beginnen. Darunter persönliche Eindrücke des Autors aus Japan, interessanten Informationen für Japan-Reisenden und auch einigen Fotos.

• Dashi, Miso & Ramen-Nudelsuppen
Im ersten Kapitel dreht es sich rund um die japanischen Suppen. Lernt, wie man herzhafte Brühen und Dashi herstellt, sowie verschiedene Varianten von Miso-Suppen. Zudem findet ihr hier verschiedene Ramen-Versionen (Miso, Shio, Shoyu) und auch Sukiyaki und Shabu Shabu.

• Sushi & Sashimi
Dieses Kapitel beginnt mit verschiedenen Geschichten zum Sushi-Verzehr in Japan sowie der Herausforderung, dies selbst in Deutschland zu machen. Erfahrt hier, wie ihr den perfekten Sushi-Reis macht sowie die verschiedenen Formen von Sushi – darunter neben den bekannten Maki-, Nigiri- und Gunkanmaki-Sushi auch Temaki-Sushi, Chirashi-Sushi aber auch Onigiri. Weiter geht es dann mit Sashimi und der dazugehörigen Fischauswahl – und auch der Herstellung von Sushi-Ingwer.

• Tempura
Ein Besuch im besten Tempura-Restaurant Tokyos gibt die Einleitung für dieses Kapitel, indem ihr alles nötige lernt zum Thema Tempura-Teig, Frittieröl und Frittieren. Auch die Zubereitung von Tempura-Puffern mit Brühe ist dabei.

• Der japanische Grill
Auch in Japan wird gegrillt und hier findet ihr Rezepte für Tataki, Yakitori-Spieße von Huhn und Lachs, Teriyaki-Varianten, Tonkatsu, Steak auf japanischer Art und mehr. Sogar Rezepte für Burger Buns und dazugehöriger Burger sind dabei.

• Izakaya & Familienküche
Was Essen Japaner eigentlich im Alltag? Eine Antwort findet man neben der heimischen Küche auch in kleinen Restaurants und Izakaya. In dem Kapitel geht es um Nebengerichte wie Edamame, Tamagoyaki und Karaage, aber auch Speisen wie Zaru Soba, Rindfleischsalat, Gyoza in verschiedenen Varianten, Okonomiyaki, Yakisoba, und vielem mehr. Zudem sind auch Donburi-Gerichte wie Oyakodon, Gyudon und Mabodon dabei. Dieses Kapitel ist sehr umfangreich und umfasst die meisten Gerichte.

• Japan vegetarisch
Vegetarisches Essen – neben Fisch und Meeresfrüchten – hat in Japan eine lange Geschichte. Auf diese und die tiefe Verbindung zwischen Lieferant und Koch wird in diesem Kapitel zuerst eingegangen. Hier geht es um Seidentofu und viele Salatvarianten mit Soba-Nudeln, grünen Bohnen, Kartoffeln, Kohl und mehr. Auch sauer eingelegte Gemüse und gebratene Variante sind mit von der Partie.

• Süßes Japan
Was wäre die japanische Küche ohne Süßigkeiten? Als Dessert gibt es Obst in Sirup oder süße Bohnen. Auch eine Matcha-Frischkäse-Torte und Matcha-Eis sind dabei, sowie Schokoladengerichte und das beliebte Dorayaki.

• Sake & Co.
Zum Abschluss gibt es noch eine kleine Alkohol-Kunde, um das perfekte Getränk zum Essen zu finden. Erfahrt hier mehr über Sake, Wein, Sherry und Bier in der japanischen Küche.

Wie hat mir Meine japanische Küche gefallen?

Ich finde das Buch sehr spannend, vor allem, weil es nicht nur ein Kochbuch ist, sondern auch teils persönliche Geschichten im Buch mit eingebracht sind – man erfährt mehr über Food-Sample, den Fischmarkt in Tokyo, früh morgendliches Sushi und vieles mehr. Auch die Fotos im Buch sowie der ganze Aufbau sind sehr ansprechend. Sehr positiv ist mir aufgefallen, dass der Buchrücken ausgespart wurde. So kann man das Buch einfach offen liegen lassen, ohne das es wie die meisten Bücher gleich wieder zufällt.

Die Rezepte sind gut beschrieben und auch für nicht so kocherfahrene einfach nachzuvollziehen und nachzumachen. Auch die Alternativvarianten sind sehr hilfreich, da man meist nicht alle japanischen Zutaten so einfach in Deutschland finden kann.

Neben selbstgemachten Gyoza gab es daher im vergangenen Monat auch die Grüntee-Frischkäse-Torte aus dem Buch. Beides war sehr lecker und vor allem letzteres vom Rezept her sehr interessant. Ich wäre nie auf die Idee gekommen gerösteten Sesam für eine Torte zu verwenden!

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Buch sehr vielseitig ist und jede Menge tolle Rezepte aus der japanischen Küche enthält. Es ist etwas teurer, hat aber auch eine gute Aufmachung und man sieht wie viel Arbeit darin steckt.

Ich bedanke mich beim Hölker Verlag, der mir das Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat. Zudem habt ihr auf meiner Facebook-Seite die Chance ein Exemplar zu gewinnen.

Informationen zum Buch

Titel: Meine japanische Küche: Rezepte für jeden Tag
Autor: Stevan Paul
Verlag: Hölker Verlag (Webseite)
Erscheinungsdatum: 17. August 2017
Umfang: Hardcover, gebundene Ausgabe mit 224 Seiten

Das Buch kostet 32,00 Euro und ist in den bekannten Büchershops sowie auf Amazon erhältlich.

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