[Okinawa] Tag 5 – Shikina-en und Naval Underground

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Unser letzter Tag auf Okinawa. Unsere Sachen hatten wir recht schnell im Koffer zusammengeräumt und genossen noch einmal das tolle Frühstück im Hotel. Es gab für mich jede Menge Obst, Wagashi und Eis. Soooo lecker und etwas, was ich wirklich vermissen werde.

Das Wetter mochte uns wieder nicht und es war grau und regnerisch. Trotzdem hatten wir uns vor unserem Rückflug noch zwei Orte herausgesucht, die wir besuchen wollten. Also ging es mit Koffer Richtung Bahnstation, wo wir diesen verstauten und dann auf zum Busbahnhof, von dem wir aus zum königlichen Garten fuhren.

Shikina-en Garten

Der Shikina-en (識名園) war zur Zeit des Ryukyu-Königreich der zweitgrößte Sitz der königlichen Familie und wurde auch genutzt um Gäste zu unterhalten. Der Garten wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts gebaut, aber im zweiten Weltkrieg komplett zerstört. In den Nachkriegsjahren wurde er wieder aufgebaut und wurde im Dezember 2000 als Unesco-Weltkulturerbe anerkannt.

Wir verbrachten eine lange Zeit im Garten, der recht groß ist und kaum Besucher hatte. In dem einfachen Hauptgebäude aus Holz im Okinawa-Stil konnte man sich ausruhen. Wären unserer Pause dort besuchte uns eine Katze, die recht verschmust war und mit uns kuscheln wollte. Da saßen wir nun: auf Okinawa in einem Holzhaus in einem japanischen Garten und beobachteten eine Katze streichelnd den Regen.

Mit dem Bus ging es zurück zum Busbahnhof und wir schauten nach dem Fahrplan für unser nächstes Ziel. Den Bus haben wir natürlich knapp verpasst und so machten wir bis zur nächsten Abfahrt eine Pause im Konbini und aßen eine Kleinigkeit, denn inzwischen war es fast 12 Uhr.

Former Navy Underground Headquarter

Das frühere Marine-Untergrund-Hauptquartier (旧海軍司令部壕, Former Navy Underground Headquarter) wollten wir eigentlich schon am Vortag mit dem Auto besuchen, haben es dann aber zeitlich nicht geschafft. Also fuhren wir nun mit dem Bus dorthin. Von der Haltestelle musste man noch ein ganzes Stück bergauf laufen, um dann vom Haupteingang in die Tiefen des Untergrunds zu steigen.

Der Tunnelkomplex wurde 1944 während des zweiten Weltkrieges gegraben und war 450 Meter lang. Der Bunker diente als Hauptquartier und konnte 4000 Soldaten beherbergen. Nach dem Krieg blieb er lange unberührt und erst später wurden 300 Meter des Komplexes restauriert und 1970 der Öffentlichkeit frei gegeben.

Es ist ein wirklich bedrückendes Gefühl durch die Tunnel zu laufen – immer mit den Gedanken im Hinterkopf was hier geschehen ist. Durch die kleinen Räume und Gänge bekommt man einen Eindruck von der dunklen Atmosphäre. Das Regenwetter draußen passte dazu. Zudem befindet sich am Eingang ein Museum mit Bildern, Daten und weiteren Ausstellungsstücken.

Zurück am Busbahnhof angekommen, hatten wir noch etwas Zeit und gingen Mittagessen. Es gab Ramen und Gyoza, welche wirklich sehr lecker waren. Wir liefen noch einmal entlang der Kokusaidori, um ein paar letzte Souvenirs zu kaufen. Da kamen wir unter anderem auch an den großen Gläsern mit Schlangen-Extrakt vorbei, die auf Okinawa sehr beliebt sind. Na ja… Wir aßen noch Yukishio Softcream (雪塩ソフトクリーム) an einem Stand, wo man Salze mit den unterschiedlichsten Geschmackrichtungen auf dem Eis probieren konnte. Gewöhnungsbedürftig, aber doch lecker.

Es ging mit Nahas kleiner Bahnlinie zum Flughaften und wir checkten diesmal bei Skymark Airline ein. Nachdem wir auf dem Hinflug mit ANA nicht einmal zusammen sitzen konnten, gab es bei Skymark sogar Plätze am Notausgang für uns zusammen – also Beinfreiheit und ein entspannter Flug zurück.

Kurz vor 18 Uhr hoben wir ab und verließen die verregnete Insel Richtung Haneda. Damit war unsere Okinawa-Urlaub und unsere Hochzeitsreise zu Ende. Es waren tolle Tage, auch wenn das Wetter nicht ganz so mitgespielt hat. Die Hauptinsel von Okinawa hat mir sehr gefallen und ich werde definitiv irgendwann zurück kommen – dann werden wir mal die anderen Inseln erkunden.

Okinawa


→ Übersicht unserer Okinawa-Reise

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