[Unterwegs] Eine Entdeckungstour durch Nihonbashi

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Touristen, die Tokyo bereisen, landen meist in Shibuya, Shinjuku, Ikebukuro & Co. Nihonbashi ist zwar einigen zumindest ein Begriff – aber ward ihr auch schon einmal dort? Denn nicht nur geschichtlich hat Nihonbashi einiges zu bieten. Vor allem im Sommer mit dem Art Aquarium wird es richtig bunt. Aber es gibt auch noch andere Highlights, die ich euch hier vorstellen möchte.

Hierbei handelt es sich um einen Kollaborationsartikel. Für diesen Artikel wurde ich von der Geschäftsgruppe Mitsui Fudosan zu einer Media Tour nach Nihonbashi eingeladen.


Das historische Nihonbashi

Nihonbashi war während der Edo-Zeit (1603-1868) das Zentrum von Tokyo. Die Händler starteten hier ihre Unternehmen und unterstützten damit die japanische Wirtschaft bis heute. Nihonbashi war ein wahres Handelszentrum.

Im Jahre 1673 wurde dort durch Takatoshi Mitsui Echigoya gegründet – damals ein Kimono-Geschäft, heute das berühmte Mitsukoshi Kaufhaus. Bis 1932 befand sich in Nihonbashi der größte Fischmarkt, bis er nach einem Erdbeben nach Tsukiji umzog. Heute gehört Nihonbashi zu den Top Finanzbezirken mit zahlreichen Firmen wie dem Hauptquartier der Bank of Japan.

Symbol von Nihonbashi ist und bleibt aber die Nihonbashi, die Japan Brücke, die 1603 durch den ersten Shogun des Tokugawa Shogunates erbaut wurde. 1911 wurde diese renoviert. Nihonbashi war der Startpunkt von fünf der Haupthandelswege. Auch heute noch wird der Mittelpunkt der Brücke als Basispunkt für die Berechnung von Distanzen von Tokyo auf Straßen und Autobahnen genutzt.

Es gibt allerdings einen unschönen Punkt: Kurz bevor den olympischen Sommerspielen 1964 in Tokyo wurde eine Autobahnbrücke über der Nihonbashi gebaut, die das Stadtbild bis heute prägt. Allerdings wurde dieses Jahr bekannt gegeben, dass nach Olympia 2020 wohl 1,2 Kilometer der Stadtautobahn unterirdisch geführt werden soll, um das historische Stadtbild wieder auferleben zu lassen.

Nihonbashi Bootstour

Edo ist auch als Stadt des Wassers bekannt – so gibt es auch noch im heutigen Tokyo zahlreiche Flüsse und Kanäle. Und was bietet sich da besser an als eine Bootstour?

Mit Tokyo Bay Cruising (Webseite) ging es für uns von der Anlegestelle direkt an die Nihonbashi-Brücke auf einer Rundfahrt durch die Tokyo Bay. Wir erhielten viele Informationen in Englisch über die einzelnen Spots, die wir vom Boot aus sehen konnten. Leider sind diese englischsprachigen Touren noch nicht im regulären Plan. Allerdings sollen dieses Jahr wohl noch 2 oder 3 solcher Touren stattfinden und ab dem kommenden Jahr auch das Angebot diesbezüglich erweitert werden. Noch ist die Internetseite nur auf Japanisch verfügbar, aber auch dies soll sich im Hinblick auf Tokyo 2020 bald ändern.

Aber kommen wir zurück zu unserer Tour. Diese führte uns entlang des Nihonbashi-Kanals zum Fluss Sumida. Uns wurde erklärt, wo sich die Stätten für die olympischen Spiele 2020 befinden werden, u.a. das olympische Dorf, wo jetzt noch viel gebaut wird. Auch an der Rainbow Bridge kamen wir natürlich dabei – ein toller Photospot vom Boot aus.

Auch der Fischmarkt ist natürlich ein Thema, denn mit der Tour kommt man auch am New Toyosu Fishmarket vorbei, wohin der Tsukiji Fischmarkt in den nächsten Monaten ziehen soll. Auch den Tsukiji Fischmarkt konnten wir vom Boot aus sehen.

Weitere Highlights auf der Bootstour waren natürlich auch der Blick auf den Skytree und den Tokyo Tower. Aber ich lass jetzt einfach mal die Fotos weiter sprechen.

Zurück nach Edo

Am Bootssteg wurden wir von einer netten Mitarbeiterin der Touristinformation im Kimono empfangen, die uns durch Nihonbashi führen sollte. Dazu kamen viele Erklärungen, allerdings war es zu heiß und so kürzten wir das Ganze etwas ab.

Unser Weg führte uns entlang des COREDO-Komplexes und uns wurde erklärt, dass der Name von Core Edo hergeleitet wurde, also dem Kern / Herzstück von Edo. Wir konnten einen kurzen Blick auf den Fukutoku Schrein werfen, der sich zwischen den vielen Hochhäusern befindet und zurück auf das 9. Jahrhundert datiert wird. Damit bietet er einen wunderbaren Kontrast und bildet einen Ruhepol. Um den Schrein konnten wir Furin, Windspiele aus Glas, bestaunen, die dem Sommer genau die richtige Atmosphäre gab.

Die Gegend ist auf jeden Fall einen Spaziergang wert.

Suigian – Edo-Sushi und traditionelle Performance

Ebenfalls dort befindet sich das Suigian – ein Restaurant der besonderen Art. Denn hier könnt ihr auf der Bühne traditionelle japanische Vorstellungen sehen wie Noh, Kyogen, Gei Nagon (Geisha Performance) und Nihonbuyo (Tanz). Das Ganze findet nicht in so einer steifen Atmosphäre statt wie in einem Theater, wo Noh- und Kyogen-Vorführungen meist zwei Stunden dauern und schwer verständlich sind.

Im Suigian gibt es gemütliche Plätze und man kann die Highlights von den Stücken zusammen mit Erklärungen genießen. Wir erhielten am Anfang eine Einführung in das Thema Kyogen (狂言), eine spezielle Form des traditionellen japanischen Theaters. Alle Schauspieler sind dabei Männer, die ggf. auch in weibliche Rollen schlüpfen. Die Stücke sind meist recht kurz und bestehen aus nur 2-3 Rollen.

Wir schauten eines der bekanntesten Kyogenstücke namen Bou Shibari (Tied to a Pole) an. Davor erhielten wir eine Erklärung zur Handlung, denn die Sprache beim Kyogen ist wirklich sehr schwer verständlich, selbst für Japaner. Es war sehr interessant und hat viel Spaß gemacht.

Uns wurde vom Entwickler und Leiter des Restaurants, Herrn Hidetomo Kimura (über ihn erfahrt ihr im nächsten Punkt noch mehr), erklärt, dass nur professionell ausgebildete Schauspieler im Suigian auftreten. Mit dem Suigian möchte eine außergewöhnliche Welt für seine Besucher schaffen.

Neben den Bühnenvorführungen spielt auch das Essen eine besondere Rolle im Suigian. Vorort bekommt ihr erstklassiges Edo-Sushi, welches aufgrund der langwierigen Zubereitungsarbeit nur noch selten serviert wird. Wir hatten die Wahl zwischen der originalen Sushiplatte oder einer vegetatrischen Version.

Tee und Wagashi stammen aus alteingesessenen Geschäften aus Kyoto. Auch die Schüsseln und das Besteck spiegel authentisch die Edo-Zeit wieder.

Für die Vorführungen im Suigian, die drei Mal am Tag stattfinden, sind die Kosten von den Plätzen abhängig, die ihr wählt. Diese liegen zwischen 3,500 Yen und 10,000 Yen. Für das oben genannten Essen benötigt ihr ebenfalls eine Reservierung. Es gibt aber auch Essen à la carte. Am 20:30 Uhr verwandelt sich das Suigian in die Momokawa Lounge mit einem anderen Preissystem.

Weitere Informationen findet ihr auf der englischen Webseite.

Eco Edo Nihonbashi Art Aquarium 2018

Das zeitlich limitierte Highlight von Nihonbashi befindet sich allerdings noch bis zum 24. September 2018 in der Nihonbashi Mitsui Hall. Denn jedes Jahr findet dort Vom Juli bis September die Kunstausstellung Art Aquarium statt, die im Anschluss durch das Land zieht. Ich habe es dieses Jahr inzwischen zum vierten Mal besucht (seit 2014).

Die Ausstellung befindet sich 2018 bereits in ihrem 12. Jahr. Sie wurde damals vom o.g. Hidetomo Kimura ins Leben gerufen, der als Designer und Zierfisch-Experte bekannt ist. Mit dem Art Aquarium hat er seine zwei Leidenschaften zusammengefasst. Aufgrund dessen wir die Ausstellung 24/7 von biologischen Mitarbeitern überwacht, die sich um das Wohl der Goldfische und anderen Lebewesen in den Aquarien kümmern.

Dieses Jahr trägt die Ausstellung den Titel Edo: Coolness of Kingyo. Innen findet ihr zahlreiche visuelle Ausstellungsstücke, die einen wirklich beeindrucken. In großen und kleinen Glasstanks findet ihr zahlreiche Goldfische in unterschiedlichen Formen. In Schüssel schwimmen sie zusammen mit Glaskugeln, die wunderschöne Kontraste erzeugen. Eines der Highlights ist Picture of a Giant Screen, wo die Fische gemeinsam in einem Farbenspiel entlang es riesigen japanischen Raumteilers schwimmen.

Am Abend, ab 19 Uhr, verwandelt sich das Art Aquarium in das Night Aquarium in eine Lounge mit alkoholischen Getränken. Zudem finden immer wieder spezielle Veranstaltungen mit DJs, Geishas und mehr statt.

Neben einen großen Shop mit Goldfisch-Goods, befindet sich beim Art Aquarium auch ein Café mit passenden Speisen und Getränken. Dazu gehört unter anderem Jelly mit niedlichen Goldfischen. Zu süß zum Essen, oder?

Nihonbashi ist ein besonderer historischer Ort von Japans Hauptstadt und hat so einiges zu bieten. Schaut doch beim eurem nächsten Besuch in Tokyo einmal vorbei, denn Nihonbashi befindet sich unweit des Tokyoter Hauptbahnhofes.

2 Kommentare

  1. Hallo Claudia,
    du hast eine wirklich tolle Webseite mit vielen interessanten Infos.
    Ich war schon in vielen Ländern in Asien, aber noch nicht in Japan. Auf der Suche nach Infos über Japan bin ich auf deine Seite gestoßen. Ich werde mal noch ein bisschen herumstöbern und mich inspirieren lassen.
    Gruß Marvin

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