[Review] Sadako – Ein Wunsch aus tausend Kranichen

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Der Atombombenabwurf über Hiroshima hat unzählige Leben gekostet und viele tragische Geschichten mit sich gebracht. Einige davon bleiben in trauriger Erinnerung an uns haften. So auch die Geschichte von Sadako, die noch 63 Jahre nach ihrem Tod weiter in die Welt hinausgetragen wird.

Sadakos Schicksal hat sich auch der Aladin-Verlag angenommen und daraus ein tolles Kinder- und Jugendbuch gemacht. Hier stelle ich euch das Buch einmal vor.

Worum geht es im Buch?

Das Buch von Johanna Hohnhold erzählt von Sadako Sasakis Leben und beruht auf einer wahren Geschichte. Wir gehen zurück in das Jahr 1955 in Hiroshima, indem die damals 12-jährige Sadako die schnellste Läuferin der Schule ist und alle beim Wettbewerb der Schulen auf sie zählen. Sie gibt ihr Bestes, doch bricht am Ende des Staffellaufes zusammen.

Die Ärzte stellen fest, dass Sadako an Leukämie erkrankt ist, was in der Hiroshima-Gegend weitläufig als Atombenkrankeit bekannt ist. Für sie und ihre Familie bricht eine Welt zusammen. Doch Sadako kämpft und glaubt fest an die japanische Legende, nach der sie einen Wunsch frei hat, wenn sie 1.000 Kraniche faltet.

 

Wie ist das Buch aufgebaut?

Das Buch besteht aus elf Kapiteln, beendet mit einem Epilog der nach Ende der Geschichte weitere 16 Jahre in die Zukunft blickt. Die Schrift ist recht groß und der Schreibstil einfach gehalten, wodurch sich das Buch schnell lesen lässt und ist damit für Kinder gut geeignet. Aber auch für Erwachsene ist das Buch mit seiner traurigen Geschichte zu empfehlen.

Schon das Bild auf dem Cover gefällt mir sehr. Illustrationen von Gerda Raidt findet man immer wieder im Buch, die die Geschichte und Emotionen unterstreichen. Hierbei sind diese recht einfach gehalten und in bleistift-schwarzweiß, was gut zum trüben Thema passt.

Am Ende des Buches befindet sich ein Anhang mit historischen Hintergrundinformationen, einer kurzen Biografie zu Sadako, einem Glossar zu japanischen Worten und eine Bastelanleitung für Papierkraniche.

 

Wie hat mir das Buch gefallen?

Mir hat Sadako – Ein Wunsch aus tausend Kranichen sehr gefallen. Ich kannte die Geschichte natürlich bereits von meinem Besuch in Hiroshima 2014 sowie aus dem Buch Sadako will leben von Karl Bruckner. Doch hier war es noch einmal etwas ganz anderes.

Die Autorin hat sich die Freiheit genommen, zu den Grundzügen der Lebensgeschichte von Sadako Ereignisse und Figuren zu erfinden, die nicht den historischen Tatsachen entsprechen. Damit hat sie es geschafft, dass doch recht ernste und traurige Thema kindgerecht aufzuarbeiten – passend für ein Kinderbuch, welches auch als Schullektüre geeignet ist.

Was mir beim Lesen sehr gefallen hat, ist die Leichtigkeit, welche das Buch trotz des schweren Schicksales der jungen Sadako versprüht. Allerdings haben einige Stellen mich doch wieder zu Tränen gerührt. Im Gegensatz zum o. g. Sadako will leben wurden hier größere Details zum Thema Atombombe, den schwer verletzen Opfern und Toten ausgespart. Der Fokus liegt mehr auf dem Leben Sadakos, ihrer Zeit im Krankenhaus und dem Wunsch, mit Hilfe der tausend Kraniche weiter leben zu können.

Fazit: Ein tolles Buch für kurzweilige Leser, das eine tragische Geschichte erzählt und zum Nachdenken über das Thema Krieg und Frieden anregt.


Informationen zum Buch

Titel: SADAKO – Ein Wunsch aus tausend Kranichen
Autorin: Johanna Hohnhold
Verlag: Aladin Verlag (Webseite)
Erscheinungsdatum: September 2017
Umfang: Hardcover, gebundene Ausgabe mit 144 Seiten
Empfohlenes Alter: 10 – 14 Jahre

Das Buch kostet 11,95 Euro und ist in den bekannten Büchershops sowie auf Amazon* erhältlich.

Ich bedanke mich beim Aladin Verlag, der mir das Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

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Mehr zum Thema?

→ Bücher-Reviews auf meinem Blog
→ Review: Sadako will Leben von Karl Bruckner
→ Reisebericht: Auf den Spuren der Atombombe in Hiroshima

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