[Unterwegs] Kimono Event zum Nihonbashi Kyobashi Matsuri

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Allein in Tokyo finden das Jahr über unzählige Festivals, auf Japanisch Matsuri genannt, statt. Eines dieses ist das Nihonbashi Kyobashi Matsuri (日本橋・京橋祭り), welches Ende Oktober in der Gegend um die Nihonbashi-Brücke gefeiert wird. Ein Teil dieses Festivals ist ein Kimono Event, an dem ich dieses Jahr teilnehmen durfte.

Hierbei handelt es sich um einen Kollaborationsartikel. Für diesen Artikel wurde ich von der Geschäftsgruppe Mitsui Fudosan zur Veranstaltung nach Nihonbashi eingeladen.

 

Nachdem ich im Juli an einer Pressetour in Nihonbashi teilgenommen habe, freute ich mich sehr über eine weitere Einladung in den alten Stadtteil von Tokyo. Ich hatte vorher noch nie vom Nihonbashi Kyobashi Matsuri gehört, auch wenn dieses 2018 bereits zum 46. Mal stattfand. Hauptsächlich dreht sich dabei alles um die Parade, die zwischen 11:20 Uhr und 14:30 Uhr stattfindet.

Am Anfang der Parade findet man eher westliche Elemente, wie zum Beispiel Kinder mit Blasorchester, was mich sehr an Festumzüge in Deutschland erinnerte. Passend zur Rugby Weltmeisterschaft, die im kommenden Jahr in Japan stattfindet, sind auch ein paar Rugby-Spieler – groß und klein – mit gelaufen.

Danach wechselt es mehr zum Japanischen mit viel Musik und Tanz und natürlich auch der traditionellen Kleidung aus den entsprechenden Regionen.

Leider konnten wir von der Parade nicht allzu viel sehen, denn für unseren Auftritt im Kimono mussten wir erst einmal eingekleidet werden. Dafür wurden wir in zwei Gruppen geteilt und es dauerte eine Weile, bis wir alle in den wunderschönen Kimonos steckten. Wie üblich hatte ich mal wieder das Problem mit meinen weiten Hüften, sodass am Ende doch ein anderer Kimono um mich gebunden wurde, als der, den ich mir zuerst ausgewählt hatte. Dieser war aber auch wunderschönen. Die Kimono-Ankleider waren alle sehr professionell und arbeiten auch normal in Kimono-Rental-Shops oder anderen Kimono-Läden.

Zum Event begleitete mich die liebe Bontenmaru (Twitter | YouTube) und wir nutzten unserer kurze freie Zeit natürlich aus, um ein paar Fotos am Fukutoku Schrein zu machen, der versteckt zwischen den vielen Geschäftsgebäuden liegt.

Das Kimono-Event fand am Ende der Parade auf der Nihonbashi-Brücke statt. Dort versammelte sich eine Gruppe von Personen, die alle Kimono trugen. Auf dem Weg dorthin wurde unsere Gruppe von etwa 20 Ausländern natürlich stark beäugt. Es gab sehr viele positive Kommentare zu hören und viele lächelten uns an. Und machten natürlich Fotos von uns.

Auf der Brücke wurden wir dann in Reihe aufgestellt und ein Fotograf machte Fotos. Dies dauerte natürlich eine Weile bis der richtige Winkel gefunden wurde. Später kam auch noch eine Gruppe um die Queen of Kimono, wie auf ihrer Schärpe stand, vor uns hinzu und es wurden noch einmal Fotos gemacht. Die Ergebnisse seht ihr hier:

Für mich war es natürlich sehr interessant, die vielen verschiedenen Kimono und Obi-Designs zu sehen. Es gibt wirklich so wunderschöne Designs. Am liebsten würde ich alle haben wollen, aber bisher kann ich mich noch nicht mal selbst in einen Kimono einkleiden – nur in einen einfachen Yukata. Und dann brauche ich ja auch noch eine größere Große und und und. Ich glaube, ich bleibe erst einmal beim regelmäßigen Ausleihen.

Nachdem wir das große Gruppen-Foto gemacht hatten, ging es in unserer ausländischen Gruppe noch einmal zum Schrein, wo wir alle noch einmal Fotos machen konnten. Dann hieß es aber auch schon wieder zurück zum Umkleiden und das Event war für uns zumindest von der offiziellen Seite aus beendet. Mit Bonten ging es dann noch fix etwas auf der kleinen Essensmeile etwas essen.

Mir hat das Event sehr viel Spaß gemacht und ich habe es natürlich genossen, wieder einen Kimono tragen zu können. Das Kimono Photoshooting findet jedes Jahr auf der Nihonbashi statt und jeder, der einen Kimono trägt, kann daran teilnehmen. Die meisten der Teilnehmer kleiden sich selbst zuhause oder in einem Kimono-Studio für diese Veranstaltung ein.

Dieses Jahr hat Mitsui Fudosan zum ersten Mal den Versuch gestartet und ausländische Gäste zum Event eingeladen und damit, denke ich zumindest, einen vollen Erfolg gelandet. Leider steht noch nicht fest, ob so eine Veranstaltung für Ausländer auch im nächsten Jahr wieder stattfinden wird, wenn ihr aber trotzdem am Photoshooting dabei sein wollt, könnt ihr das natürlich auch privat machen.


Ein weiterer Teil des Events war für uns ein Kimono-Vortrag bevor wir eingekleidet wurden. Diesen leitete Sheila Cliffe, eine wirklich sehr liebenswerte Britin, die bereits über 30 Jahre in Japan lebt und sich hauptsächlich mit Kimono auseinander setzt. Im Vortrag erklärte sie uns erst den Aufbau und die einzelnen Bestandteile eines Kimono-Kitsuke und zeigte uns auch alles an Beispielen. Danach ging sie noch weiter auf die Geschichte des Kimono ein und wie sich der Stand dieser Mode in der Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat.

Mit ihrem Humor hat sie uns alle begeistert und ich bin sehr glücklich über die Chance, Sheila einmal kennen lernen zu dürfen. Schaut doch mal auf ihrem Instagram-Account vorbei.


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4 Kommentare

  1. Du siehst toll im Kimono aus! Und wenn du schon Yukata anziehen kannst, ist der Sprung zu Kimono gar nicht mal so schwer 🙂

    Ich frage mich allerdings ehrlich, warum die Einkleider immer so völlig unpassende Obis aussuchen.. Ich sehe das so oft wenn ich Ausländer sehe, die sich für einen Tag einkleiden lassen.

    • Danke! ♥ Irgendwann möchte ich den Sprung mal machen. Aber es ist auch so selten die Gelegenheit Kimono selbst zu tragen, dass ich da auch noch überlege, ob es sich lohnt. Nimmt ja auch alles Platz und Geld weg xD’

      Sie hatten auch nicht allzu viele verschiedene Obi da. Und bei mir haben wir ja zwischendurch noch den Kimono gewechselt und den Obi aber nicht xD” In Kyoto konnte ich ihn mir am Wochenende selbst aussuchen.

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