[Review] Fettnäpfchenführer Japan: Die Axt im Chrysanthemenwald

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Werbung (kostenloses Rezensionsexemplar)

Wenn man ein anderes Land bereist, beschleicht viele immer wieder die Angst in irgendein kulturelles Fettnäpfchen zu treten. Und vor allem Japan hat davon so einige zu bieten. Bereits vor einen Jahren habe ich den Fettnäpfchenführer Japan: Die Axt im Chrysanthemenwald schon einmal gelesen. Dieses Jahr ist allerdings eine Neuauflage erschienen – aktualisiert, komplett überarbeitet und mit noch mehr Themen. Ich hatte sehr viel Spaß damit noch einmal in die Welt der japanischen Fettnäpfchen einzutauchen.

Worum geht es im Buch?

Der Titel des Buches – Fettnäpfchenführer Japan: Die Axt im Chrysanthemenwald – sagt eigentlich schon alles. Dieses Buch von Kerstin und Andreas Fels soll die Fettnäpfchen aufführen, in die man in Japan treten kann und einem zeigen, wie man sich eben nicht wie die Axt im Wald verhält. Um dies nicht nur als langweilige Auflistung abzuarbeiten, wird das Buch rund um die Geschäftsreise des Herrn Hoffmanns aufgebaut.

Die Gestalt des Herrn Hoffmanns stellt einen Norddeutschen dar, der für einen Chemiekonzern arbeitet und sich recht unbekümmert in das Abenteuer einer Geschäftsreise nach Japan begibt. Er hat ja in ein paar Dokumentation schon etwas über das ferne Land gelernt und sich auf Wikipedia gelesen. Allerdings schafft er es während seiner Reise immer wieder in jedes nur erdenkliche Fettnäpfchen zu treten.

Die Autoren weisen bereits im Vorwort darauf hin, dass genau so wenig, wie Herr Hoffmann den typischen Deutschen repräsentieren kann, können seine Bekanntschaften im Fettnäpfchenführer Japan den typischen Japaner repräsentieren. Nicht jeder Japaner liebt Karaoke und verbringt mehrere Stunden in Pachinko-Spielhallen. Genau so wenig wie alle Deutschen jeden Tag Bier trinken und in Lederhosen rumlaufen. Also nichts zu sehr verallgemeinern, sondern einfach aus den Situationen lernen.

Wie ist das Buch aufgebaut?

Das Buch beginnt mit einer langen Kapitelübersicht, denn insgesamt gibt es 52 kürzere und längere Geschichten über Herrn Hoffmann, die einen Fettnäpfchen, in die man in Japan treten kann, aufführen. Dabei muss man sich aber nicht strikt an die Reihenfolge halten. Man kann sich auch einfach ein Kapitel herauspicken, dass einen gerade interessiert. Egal ob es also zuerst ums Essen, den Toilettengang oder einen Onsen-Besuch gehen soll.

Die einzelnen Kapitel haben einen recht ähnlichen Aufbau. Wir starten mit Herrn Hoffmanns Geschichte zu einer Situation, die uns zu einem oder mehreren Fettnäpfchen führt. Dann fragt uns der Fettnäpfchenführer “Was ist diesmal schiefgelaufen?” und die Situation mit den Fehlern wird aufgeklärt. Danach erfährt man “Was können Sie besser machen?“.

Immer wenn es passt, gibt es grau unterlegte Informationsboxen, die einen zum Thema passende Sachen erklären. Unter anderem, was es mit Konbini auf zu sich hat, welche Sushi-Arten es gibt oder Informationen zu historischen Personen oder Orten. Das macht den Fettnäpchenführer neben seinen Geschichten mit Herrn Hoffmann noch informativer.

Im Anhang des Buches befinden sich jeweils noch 10 Dinge, die man in Japan getan haben muss sowie 10 Dinge, mit denen man sich blamiert. Dazu gibt es auch noch ein niedliches Lesezeichen mit Do’s & Don’ts. Auch ein Glossar mit Erklärungen zu japanischen Begriffen befindet sich am Ende.

Wie hat mir das Buch gefallen?

Ich habe, wie in der Einleitung bereits erwähnt, den Fettnäpfchenführer Japan bereits vor einigen Jahren gelesen, als ich mich auf meine eigenen Japan-Reisen vorbereitet habe und auch einfach meinen Wissensdurst über Japan stillen wollte. Die Lektüre hat mir viele Erinnerungen daran zurück gebracht und war auch trotz dessen, dass ich inzwischen schon eine ganze Zeit in Japan lebe, immer wieder sehr spannend.

Vor allem aber hat mir der witzige Schreibstil gefallen. Dieser hat mich sehr oft zum Schmunzeln bis hin zum lauten Lachen gebracht. Auch lies sich das Buch dadurch sehr gut lesen und blieb unterhaltsam. Ein sehr wichtiger Punkt, ist Lektüre, die einem Wissen übermitteln soll, doch manchmal recht zäh und langatmig. Die Kapitel im Fettnäpfchenführer Japan haben eine angenehme länge und sind auch für eine kurze Leserunde zwischendurch geeignet.

Auch die Aufteilung in von einander unabhängige Kapitel finde ich sehr hilfreich, denn so kann man in die Teile rein lesen, die einem gerade wichtig erscheinen, ohne Wissen aus den Kapiteln zuvor zu benötigen. Selbst, wenn man mal eine länger Lesepause gehabt hat, kommt man so schnell wieder rein.

Fazit: Der Fettnäpfchenführer Japan bringt einem auf sehr unterhaltsame Art und Weise die kulturellen Unterschiede des Land der aufgehenden Sonne näher. Er ist nicht nur amüsant, sondern auch sehr informativ und lehrreich. Auf das beim nächsten Japan-Besuch nichts mehr schief läuft.

Informationen zum Buch

Titel:  Fettnäpfchenführer Japan: Die Axt im Chrysanthemenwald
Autoren: Kerstin und Andreas Fels
Verlag: CONBOOK Verlag (Webseite)
Erscheinungsdatum Neuauflage: Januar 2019
Umfang: Gebundenes Buch mit Flexcover, 320 Seiten

Das gebundene Buch kostet 12,95 Euro und ist in den bekannten Büchershops sowie auf Amazon* erhältlich.

Ich bedanke mich herzlich beim CONBOOK Verlag, der mir das Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat. Zudem gibt es noch zwei weitere Exemplare vom Verlag, die bis zum 30. Juni 2019 auf meinen Social Media Accounts (Facebook / Instagram / Twitter) verlost werden. Schaut also vorbei (Start der Verlosung am 23. Juni 2019 um 15 Uhr deutscher Zeit).

* Hierbei handelt es sich um einen sogenannte Affiliate- / Werbelink. Wenn du das Buch über diesen Link kaufst, erhalte ich eine kleine Provision von Amazon. Für dich entstehen dabei keine Extrakosten.


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