[Feste] Tanabata Matsuri in Hashimoto 2017

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Das Sternenfest Tanabata hat in Japan zwei verschiedene Zeiträume zum Feiern. Die einen feiern es am 7. Juli, die anderen am 8. August, je nachdem wie der Kalender gesehen wird. In Hashimoto haben sie das Problem ganz praktisch gelöst: ab Anfang Juli hingen in der Bahnhofsgegend jede Menge Tanabata-Dekoration und Anfang August gab es dann das passende Festival dazu. Natürlich konnte ich mir das nicht entgehen lassen, wenn schon ein Festival fast vor unserer Haustür stattfindet.

Das Festival startete am Freitag, den 4. August und lief bis zum Sonntag. Darin enthalten laut Festivalplan –der natürlich vollständig auf Japanisch war – verschiedene Bühnen mit Tanzaufführungen, Musikauftritten und DJs. Für mich am interessantesten waren die Yukata Show und das Bon Odori – und natürlich das Ganze drum herum. Wir entschieden uns somit am Samstagabend gemeinsam hinzugehen, nachdem wir unsere Mietze Miko im Katzenhotel abgegeben hatten, da wir die nächsten zwei Tage verreisen wollten.

Die Yukata Fashion Show fand allerdings bereits am Freitagabend statt. Mein Mann war mit seiner Firma zum BBQ und ich musste an dem Freitag auch arbeiten. Allerdings beeilten wir uns nach Feierabend zum Zug zu kommen und so schaffte ich es doch noch fast pünktlich zum Beginn der Fashion Show in Hashimoto zu sein. Wie vermutet dauerte die Show nämlich nur knapp 30 Minuten und da sind die fünf Minuten, die ich am Anfang nicht gesehen habe, doch recht viel. Leider waren es vorwiegend Kinder, die ihre Sommeroutfits präsentierten. Die waren zwar auch super niedlich, aber Yukata für erwachsene Frauen wären auch noch interessant gewesen. Auch einige Familien präsentierten sich zusammen. Gegen Ende hat dann ein Frisör zwei Frauen auf der Bühne die Haare frisiert, was allerdings etwas langweilig für mich war, da man davon selbst nicht viel sehen konnte. Aber zumindest das Abschlussfoto mit allen ist schön geworden.

Mehr Bilder von der Fashion Show findet ihr auf der offiziellen Facebook Seite.

Eigentlich wollte ich mir nur schnell was zu essen bei den vielen Ständen holen und dann gleich nach Hause. Doch dann realisierte ich, wie riesig das Festivalgelände doch war. Ich entschied mich zumindest ein Stück entlang der Straße zu laufen. An der Straßenkreuzung fanden gerade verschiedene Yosakoi – Tanzperformances statt, die mich eine ganze Zeit in ihren Bann gezogen haben. Ich liebe es dabei zu zuschauen, die die Tänzer dort mit voller Energie und Hingabe herumspringen. Auch eine Gruppe älterer Frauen war dabei.

Auf dem Rückweg durch die mit Essenständen gefüllte Straße entschied ich mich für Jagabatta – Kartoffeln mit Butter. Leider schien der Stand dort sehr beliebt zu sein und ich musste eine ganze Weile warten. Am Ende fand ich auch heraus warum: die Kartoffeln waren nicht wie üblich nur gedämpft, sondern mit einer leckeren Kruste frittiert. Sooo lecker! Aber nun ganz schnell nach Hause.

Am Samstag waren wir dann gegen 17:30 Uhr wieder dort und liefen nach und nach entlang der ganzen Festivalstraße. Zuerst könnten wir uns aber etwas zu essen, während auf der ersten Bühne alleine eine junge Frau rumtanzte. Die Essensauswahl war so groß, dass ich mich kaum entscheiden konnte. Aber wir haben uns am Ende den ganzen Abend durchgefuttert. Mein Mann hat sich u.a. über Takoyaki (Tintenfischbällchen) hergemacht, ich habe mich über leckeren frittierten Käse und Kakigoori-Eis gefreut.

Beim BonOdori war leider nicht allzu viel los und auch die Ecke dort war recht klein, so, dass wir nicht lange dort blieben. Entlang der Straße bestaunte ich die wunderbare Deko, die überall herunter hing. Das war wirklich beeindruckend. Und dann die ganzen Frauen, Männer und Kinder im Yukata – hach, pures Sommerfest-Feeling! Zudem gab es überall etwas zu sehen: Maskottchen von Vereinen, Straßenperformances, Essen und Spiele. Die Zeit verging viel zu schnell. Trotzdem mussten wir uns dann langsam nach Hause machen, denn für unseren Kurzurlaub in Ito, der die nächsten zwei Tage bevorstand, war noch einiges vorzubereiten. Ich werde aber nächstes Jahr sicherlich wieder dorthin gehen.

Zusatz:

Bereits am 24. Juli fand in Hashimoto ein BonOdori Fest statt, welches mit Plakaten vor unserer Wohnung beworben wurde. Allerdings war es dann doch etwas von uns entfernt. Anders als gedacht, war der Tanz in einer Turnhalle der dortigen Schule, was für mich etwas die Atmosphäre genommen hat. Trotzdem war alles mit Laternen geschmückt und die meist älteren Frauen tanzten in ihren Sommerkimono zur Musik. Es hat Spaß gemacht, dort zuzuschauen und wir haben auch wieder einen niedlichen Fächer geschenkt bekommen. Nur das Essensangebot war nicht allzu groß: es gab nur Kakigoori-Eis und Popcorn. Nach einer knappen halben Stunde gingen wir dann wieder und gönnten uns ein leckeres Abendessen im Sushi-Restaurant.

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Tanabata – das japanische Sternenfest
Fotogalerie auf Facebook (wird noch weiter gefüllt)

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