[Info] KatzenCafé – ein Ort für Fans der Schmusetiger

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Wie viele wissen, bin ich ein absoluter Katzenliebhaber. Nun bin ich es von meinem Zuhause in Deutschland gewöhnt jeden Tag meinen kleinen Schmusetiger um mich zu haben. Das ist hier in Japan natürlich nicht so. Einerseits weiß ich nicht mal, ob wir in unserer Wohnung Haustiere halten dürfen (ich bezweifel es mal) und andererseits sind Haustiere hier in der Anschaffung bereits total teuer. Eine Alternative bieten die KatzenCafés, die es in ganz Japan und besonders zahlreich in Tokyo gibt.

Was ist eigentlich ein KatzenCafe?

Nun ja, wie der Name schon sagt, ist es ein Café, in dem sich Katzen befinden. Diese Idee haben die Japan vor etwa 10 Jahren aus Taiwan mitgebracht. Denn in Japan gibt es viele Menschen, die Katzen mögen, sich aber in ihren Mietwohnungen meist keine halten dürfen. Zudem ist es für viele auch bestimmt wegen der Arbeitszeiten schwierig. Wie auch immer, dafür gibt es ja die KatzenCafés! Oder besser gesagt NekoCafé (猫カフェ) oder Neko-Kissaten (猫喫茶店). Man kann dort hingehen, muss einen bestimmten Preis pro Stunde bezahlen und kann dann nach Begnügen Katzen streicheln. Dazu kann man auch meist noch etwas trinken oder eine Kleinigkeit essen. Zudem gibt es dort auch meist viele Bücher, Zeitschriften und Manga, die mit Katzen zu tun haben, und in denen man schmökern kann.

Natürlich gibt es in den Cafés Regeln beim Umgang mit den Katzen, die einmal vorher auch noch einmal erklärt werden. Beim Betreten muss man sich vorher die Hände waschen und desinfizieren. Die Schuhe werden ausgezogen, manchmal gibt es Hausschule, manchmal bleibt man in Socken. Ebenfalls gilt, dass man die Katzen nicht hochheben darf und auch nichts gegen den Willen der Katze machen soll. Wenn die Katze nicht will, dann sollte man sie auch in Ruhe lassen. Außerdem haben die Katzen einen Ort, an den sie sich zurück ziehen können und zu denen die Kunden keinen Zugang haben. Fotografieren ist erlaubt, aber ohne Blitz. In vielen Cafés ist zudem der Eintritt für Kinder (bis etwa 12 Jahren) verboten.

KatzenCafé

Raubtierfütterung

In den letzten Jahren habe ich bereits viele KatzenCafés besucht. Dazu gehören u.a. das Nekomaru Cafe (猫まるカフェ) in Ueno, das NekoShiki (猫式) in Mizonokuchi und das NekoCafe Caligo (猫カフェきゃりこ) in Shinjuku. Auch das im Smile Cat (スマイルキャット) in Nakameguro war sehr interessant. Dieses ist kein richtiges Café, sondern nur ein Raum, in dem man mit Katzen spielen kann. Viele davon sind ehemalige Straßenkatzen und stehen auch zur Adoption frei.

“Meine Schuhe!”

Preislich liegen die Eintrittspreise pro Stunde bei etwa ¥ 1,000 wochentags  und ¥ 1,200 am Wochenende und an Feiertagen. In manchen Cafés kann man auch noch kleine Häppchen für die Katzen kaufen und hat innerhalb von Sekunden einen ganzen Haufen Katzen um sich herum. Oftmals gibt es auch noch einen kleinen Verkaufsbereich für Gegenständen mit Katzenmotiven wie Taschen, Beutel, Portemonnaies usw.

Gefallen hat es mir eigentlich überall. Das Caligo war allerdings ziemlich voll (da kamen wir auch erst gar nicht rein und mussten für eine Stunde später reservieren). Im Smile Cat sind die Katzen sehr aktiv und verspielt und es hat dort ziemlich viel Spaß gemacht. Ich werde auf meinem Travel Blog wohl mal über die einzelnen Cafés schreiben.

Eine gute Übersicht der NekoCafés in Japan findet ihr übrigens hier:  NekoCafé Map.

Inzwischen gibt es auch ein paar KatzenCafés in Deutschland. Allerdings habe ich noch keins von diesen besucht. Wenn ihr also in München seid, könnt ihr ja mal im Café KatzenTempel oder in Berlin in PeePees Katzencafé vorbei schauen und, wenn ihr Lust habt, mir davon berichten (^__~)v

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