[Okinawa] Tag 1 – Anreise, Hotel und Kokusaidori

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Als mein Mann und ich im Juli 2016 geheiratet haben, stand für mich sofort fest, dass unsere Flitterwochen nach Okinawa gehen sollen. Unsere Hochzeit ist inzwischen anderthalb Jahre her und nun haben wir es Anfang Januar 2018 endlich geschafft. Ich hatte die erste Januarwoche frei, mein Mann hat sich ein paar Tage frei genommen und los ging es. Wir suchten uns ein etwas teureres Hotel, die passenden Flüge und so war schon eine große Summe an Yen weg – aber was soll’s. Sollte ja schließlich unsere Hochzeitsreise werden.

Mit dem Bus um 7:00 Uhr ging es am 3. Januar los Richtung Bahnhof und von dort auf zum Flughafen Haneda. Bisher kannte ich von dort nur den International Airport, diesmal ging es auf den Domestic, der nicht so pompöse gestaltet ist. Unser Hinflug war mit ANA, also suchten wir uns einen Automaten, um einzuchecken und schon kam der erste Tiefpunkt: es gibt für uns keine Plätze zusammen. Na toll, da fliege ich zum ersten Mal mit meinem Mann zusammen – auf unserer Hochzeitsreise – und wir sitzen im Flieger auch noch 15 Reihen auseinander…

Mein Mann hatte zu tun meine Stimmung wieder zu verbessern und so ging es, nachdem wir den großen Koffer abgegeben haben, erst einmal mit dem Shuttlebus an das andere der beiden Domestic Terminals. Dort wollte ich mir die neuste Tokyo Banana Sorte mit Panda Print holen, welche es nur an wenigen Orten in Tokyo gibt – und in einem Shop an Haneda Flughafen (inzwischen übrigens nicht mehr). Eine Packung davon gekauft, nahm ich auch gleich noch eine Packung der Ginza Matcha Cake mit, an die es auch recht schwer ist dran zu kommen (nämlich nur am Tokyo Tower und an Flughäfen).

Zurück an unserem Terminal sahen wir uns noch ein wenig um, kauften ein paar Sandwiches für’s Mittagessen und machten uns dann fertig für den Sicherheitscheck. Für mich war es nicht nur mein erster Inlandsflug in Japan sondern überhaupt. Daher war ich sehr gespannt, wie es nun ablaufen würde. Die erste Überraschung: wir durften unsere Getränke mitnehmen! Es wurde auf Metalle geprüft und die Mitarbeiterin fragte mich, ob sie daran riechen darf, und das war es. Auch wurden von mir und meinem Mann keine Dokumente oder irgendwas anderes gewollte. Dadurch ging alles super schnell voran und wir mussten nur noch warten, dass wir ins Flugzeug können.

Das sollte dann aber länger dauern als geplant. Eigentlich sollte der Flug 10:35 Uhr gehen. Nachdem gegen 10:20 Uhr immer noch nicht damit begonnen wurde, Leute rein zu lassen, merkte ich schon, dass es wohl länger dauern wird. Irgendwann wurden dann 10 Minuten Verspätung angekündigt. Natürlich wurde es mehr. Anstatt 13:30 Uhr landeten wir dann 14:05 in Naha auf der Hauptinsel von Okinawa. Bis wir unseren Koffer dann hatten, verging auch noch eine gewisse Zeit, aber zumindest fiel die nervige Passkontrolle weg.

Zuerst ging es für uns ins Hotel, wo wir auch erst 1~2 Stunden bleiben wollten, da wir beide vom Flug irgendwie k.o. waren. Nach einer Empfehlung hatten wir uns für das Loisir Hotel Naha (Webseiteentschieden, für das wir für vier Nächte zu zweit mit Frühstück etwa 90,000 Yen (ca. 680 Euro) bezahlten. Für das Geld erwartete ich ein wenig Luxus und meinen ersten guten Eindruck erhielt ich gleich als einer der Mitarbeiter und in der Ausfahrt bereits entgegen kam, um meinem Mann den Koffer abzunehmen und uns dann zur Rezeption zu begleiten. Im unteren Geschoss gibt es verschiedene Restaurants und Geschäfte (Schmuck, Souvenirs, Bäckerei, …) sowie eine hübsche Terrasse mit Wasserspiel. Auf der zweiten Ebene gibt es einen Spa-Bereich sowie Pool und Außenpool (für diesen musste man aber einerseits extra zahlen, außerdem war draußen keine Badesaison mehr). Unser Zimmer war im achten Stock, sehr geräumig und ordentlich, mit kleinem Balkon und Blick auf den Hafen. Also alles super.

Gegen 17 Uhr machten wir uns dann auf dem Weg und fuhren mit der Monorail zum Bahnhof Mikasa, von dem aus wir die etwa 2 Kilometer lange Kokusaidori (国際通り) entlang laufen wollten. Hierbei handelt es sich um Naha’s größter Shoppingstraße mit jeder Menge Geschäften, Souvenirläden und Restaurants. Wir stöberten eine Weile und machten dann einen Stop im Yataimura (屋台村), einer Ecke mit jede Mengen Mini-Restaurants, wo es allerlei Essen gibt. Wir starteten mit Okinawa Soba für meinen Mann und Gyoza für mich. Sehr lecker und auch eine tolle Atmosphäre.

Ein Stück weiter fragte mich mein Mann, ob wir ein Eis essen wollen. Bei etwa 20 Grad gar keine so schlechte Idee und wir entdeckten auch gleich einen der bekannten Blue Seal Ice Cream Läden. Dort gibt es jede Menge Sorten und ich hatte Probleme mich zu entscheiden. Am Ende gab es für mich eine Kugel Winter Mint Cookies. Für mich als Mint-Fan echt perfekt.

Wir liefen noch eine Stunde herum und mein Mann kaufte auch schon den ersten Berg an Omiyage (Reisemitbringsel) für seine Familie und Arbeitskollegen. Ich ließ mir damit noch ein paar Tage Zeit. Wir schauten auch im Pokemon Store vorbei, wo ich kurz überlegte, mir etwas zu kaufen. Da ich aber schon einen Pikachu-Okinawa-Schlüsselanhänger besitze, habe ich mir das Geld für später aufgehoben.

Nun hieß es Abendessen und wir taten uns schwer mit einer Entscheidung. Wir endeten in einem tollen Soba-Restaurant namens Udunyama (御殿山 国際通り店), was mir von der Einrichtung sehr gefallen hat. Am Eingang bezahlte man seine Gerichte am Automaten und drinnen brauchte man dann nur noch warten. Ich hatte Yasai Soba mit viel Gemüse, das wirklich sehr lecker war. An diesem Abend habe ich mich in die Okinawa Soba verliebt.

Damit endete unser erster Abend auf Okinawa. Wir holten uns im Supermarkt neben dem Hotel noch ein paar Getränke und bereiteten uns dann auf den nächsten Tag vor.


Übersicht unserer Okinawa-Reise

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4 Kommentare

  1. Hallöchen,

    ein interessanter Bericht. Schade, dass du und dein Mann nicht zusammen sitzen konntet beim Flug. Ich hätte in dem Fall mal bei meinem Nebensitzer gefragt ob man tauschen könnte. Bin aber bei so etwas immer relativ unerschrocken. Habe aber auch etwas Flugangst und dann will ich, wenn das Flugzeug schon möglicherweise abstürzt jemand geliebtes oder zumindest sehr gemochtes an meiner Seite haben.

    Viele Grüße,
    Abigail

    • Danke 🙂
      Da wir ja 15 Reihen auseinander saßen, wäre das recht schwierig geworden mit irgendjemanden spontan noch umzutauschen. Mein Sitznachbar war – so wie es dann mitbekommen habe – mit seinem Vordermann in der Reihe vor uns unterwegs. Es wurden wohl viele durcheinander verteilt… Aber zumindest auf dem Rückweg hat es dann mit Zusammensitzen geklappt ^^

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