[Konzert] Christmas Event mit Chachamaru

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Im Sommer 2004 hat meine Leidenschaft mit der japanischen Musik begonnen und ich bin Fan von Gackt geworden. Es dauerte allerdings nicht allzu lange und auf einmal spielte nicht mehr Gackt selbst für mich die Hauptrolle, sondern mehr sein Gitarrist Chachamaru. Ich hatte mich verliebt in ihn – er war meine zweite große Liebe (nach Shinichi Kudo aus Detektiv Conan) und mir sehr wichtig.

Als Gackt damals 2010 und 2011 mit den Yellow Fried Chickenz in Deutschland tourte, waren wir bei fünf der Konzerten – und ich habe Chacha jedes Mal einen langen Brief geschrieben, Geschenke mitgebracht und so weiter. Doch hatte ich immer einen Traum: Chacha mal als Chacha zu erleben. Schließlich hatte er 2002 sogar ein eigenes Album veröffentlicht.

Um Gackt ist es zumindest musikalisch ziemlich ruhig geworden und mein Interesse an ihm ist auch sehr geschwunden. Dadurch hat nun aber anscheinend auch Chachamura Zeit für andere Projekte – was mir natürlich zu Gute kommt. Im Oktober kündigte er auf einmal ein Weihnachtsevent an und für mich stand sofort fest: ich muss dahin!

Der Ticketverkauf lief über die Webseite der Location – und war anders als normal. Ich brauchte nur meine Daten eingeben und hatte eine Reservierung. Bezahlen musste ich erst am Tag beim Einlass. Erst war mir das etwas subtil, aber da es wirklich nur ein kleiner Club war, akzeptierte ich es so.

Natürlich machte ich mir vorher jede Menge Gedanken. Auch wenn ich in den letzten Jahren nicht mehr so vernarrt in Chachamaru war, ist er immer noch sehr wichtig für mich. Ich entschied mich ihm wieder ein Brief zu schreiben. Zudem bereitete ich eine kleine Geschenkpackung meiner Weihnachtsplätzchen vor.

Chachamaru

Der Tag des Events

Das Weihnachtsevent – auf Japanisch mit dem Titel 『 Chachamaru presents ~EVE EVE~ 聖月夜の前に』– fand am 23. Dezember zur Mittagszeit statt und ich wusste immer noch nicht, was mich erwarten würde. Es gab zwar ein paar Hinweise zum Ablauf, allerdings konnte ich mir das Ganze noch nicht richtig vorstellen. Um 11:30 Uhr sollte der Einlass beginnen und in der Seitenstraße vor dem Club wurden wir nach und nach nach unseren Ticketnummern sortiert. Ich hatte die Nummer 77. Wie vermutet hat das Prozedere mit Bezahlen am Einlass bei gut hundert Leuten recht lange gedauert und so startete das Event auch mit etwas Verspätung.

Beim Einlass erhielten wir einige Zettel. Zu einem natürlich Werbung für weitere Veranstaltungen, aber auch zwei Zettel für das Event. Einmal konnte man auf einem Zettel Fragen schreiben, von denen Chacha später ein paar beantworten würde. Ein weiterer Zettel war eine Umfrage – wofür die war, kommt später.

Als Chacha auf die Bühne kam, war ich erst einmal hin und weg und konnte es irgendwie kaum glaube. Ich kam mir vor wie in einem Traum. Er sah richtig toll aus mit seinen wunderschönen Haaren. Und da der Club so klein war, konnte ich auch obwohl ich mir einen Platz recht weit hinten zum Anlehnen gesucht hatte, ihn sehr gut sehen.

Chachamaru

Fragerunde

Das Event begann mit einer Fragerunde mit den zuvor genannten Zetteln. Ein Staff hatte alle abgegeben Frage in eine Box gesteckt und Chacha hat nach und nach welche davon gezogen. Natürlich hatte ich zu tun dem ganzen Geschehen auf Japanisch zu folgen. Doch am Ende habe ich dabei einiges verstehen können.

Gleich die erste Frage schlug ein wie eine Bombe: Was trägst du beim Schlafen in der Nacht? Nach einem Lachen teilte er uns mit, dass er Unterhosen hasst und somit meist nackt (ui~) oder mit Bademantel und ähnlichem schläft. Aus dem Publikum kam dann auch die Frage, wie es denn jetzt gerade mit Unterwäsche aussieht, was er mit einem „Die Frage hier dreht sich nur um die Nacht!“ abwendete.

Es folgten weitere Fragen von welche Handcreme er benutzt, übers Kochen bis hin zu der Beziehung mit seinen Geschwistern, über die Chacha ausführlich plauderte. Natürlich durfte auch die Frage nicht fehlen, was er Weihnachten macht. Dieses verbringt er mit uns! Am Abend war ein Bonenkai geplant – wie vermutet mit Gackt und seiner Crew, auch wenn er das nicht direkt sagte – und am Sonntag, dem 24. Dezember wäre er dann nach dem Saufgelage tot und würde nichts machen. Jaja…

Am Ende wurde noch Geburtstagskindern gratuliert, wovon es einige gab.

ChachamaruGeschenk-Lotterie

Weiter ging es mit einer Geschenk-Lotterie, für die insgesamt sieben Preise vorbereitet wurden. Darunter zwei signierte Fotos im Bilderrahmen, ein Set mit Chacha‘s Plektren sowie sechs weitere Artikel aus der Kollaboration mit ACds, wozu auch eine kleine Tasche gehört.

Die Auslosung war ganz lustig gemacht. Chacha zog aus einer Box Nummern, die für unsere Einlassnummern standen. Es ging gleich damit los, das er bei der ersten Zahl nicht wusste, ob es 09 oder 60 ist und alle mussten lachen. Die Gewinner durften dann jeweils auf die Bühne und das Geschenk von Chacha persönlich entgegen nehmen. Ich hatte die Nummer 77 und es wurden einige Nummern um mich herum gezogen, nur meine natürlich nicht.

Acoustic Konzert

Es gab eine kleine Pause, während auf der Bühne alles für das kleine Acoustic Konzert vorbereitet wurde. Chacha nahm in der Mitte der Bühne auf einem Barhocker Platz und es sah mit dem Mond im Hintergrund einfach nur toll aus. Insgesamt spielte er fünf Songs:

1. 風立ちぬ
2. Moon Stone
3. Honki Tonk (Rolling Stones)
4. As
5. You are the one

Die ersten beiden kannte ich nicht, fand sie aber sehr schön in der Acoustic Version, in der Chacha sie spielte. Der zweite Song davon, Moon Stone, ist ein Song seiner alten Band Vienna aus den 1990er Jahren. Chacha meinte dann, dass er hier trotz Weihnachten nicht nur Balladen spielen möchte und so gab es als nächstes eine rockige Version von Honki Tonk von den Rolling Stones. Das war wirklich cool!

Dann spielte er As. Eines meiner Lieblingslieder seines Solo-Albums und ich hätte es wirklich nie im Traum für möglich gehalten es einmal live zu erleben. Mir kamen die Tränchen und ich habe wirklich jede Sekunde davon genossen. Zum Schluss gab es noch eine schöne Ballade names You Are The One, die mir ebenfalls Gänsehaut brachte. Ich wünschte, dieses kurze Konzert würde nie enden. Doch leider war es wirklich nach den fünf Liedern schon wieder vorbei.

Chacha erklärte uns nun noch, wofür die Umfragezettel waren. Am 3. März 2018 gibt es zu seinem Geburtstag ein größeres Konzert – auch gleich zusammen mit seinem 35-jährigen Bühnenjubiläum. Mit unserem Ticketkauf für das Weihnachtskonzert hatten wir uns ein Vorverkaufsrecht für diese Veranstaltung gesichert. Wir sollten daher angeben, ob wir gehen wollen, wie viele Tickets wir etwa benötigen und unsere eMail-Adresse hinterlassen. Zudem konnten wir Ideen für Merchandise abgeben. Die Zettel werden dann am Ende vom Staff eingesammelt.

Photoshooting

Ein Teil des Weihnachtsevents war ein gemeinsames Foto mit Chacha. Ich vermutete, dass es das übliche: Chacha steht auf der Bühne und wir sind alle im Hintergrund. Doch dann hieß es, dass es kleine Gruppenbilder von 10 Leuten werden und wir gemeinsam mit Chacha auf der Bühne stehen. Oh mein Gott!

Die Gruppen gingen nach den Ticketnummern und so hatte ich sieben Gruppen lang Zeit zu beobachten. Es wurde nicht nur ein Foto gemacht. Danach durfte jeder einzeln zu Chacha, mit ihm ein paar Worte wechseln und bekam ein kleines Geschenk. OH MEIN GOTT!!! Ich würde Chacha gegenüber stehen. Ich würde mit ihm reden können. Ich würde definitiv heulen!

Schon allein beim Zusehen der anderen wurde mir ganz mulmig und ich bekam weiche Knie. Was sollte ich ihm eigentlich sagen? Ich bekomme da eh kein Wort hinaus. Ich musste beim Zuschauen schon aufpassen, dass ich nicht losweine.

Dann ging alles ziemlich schnell. Wir durften auf die Bühne, wurden etwas sortiert. Ein paar Mädels haben sich auch gleich neben ihn gedrängt für das Foto. Das war dann schnell gemacht und wir standen an. Als ich an der Reihe war, war ich wie vermutet sprachlos. Bis auf ein paar Worte bekam ich auf Japanisch nicht viel heraus. Und wahrscheinlich habe ich auch so komisch gesprochen, dass Chacha es nicht wirklich verstand. Und ich ihn auch nicht. Mein Hirn war in dem Moment komplettes Mus. Er fragte mich, wo ich herkomme, da ich die einzige Ausländerin im Publikum war. Er freute sich, als er Deutschland hörte. Ich überreichte ihm meine Geschenktüte, ich erhielt seine Weihnachtskarte. Nach einem Händedruck wurde ich vom Staff dann auch schon weg geschoben, Chacha’s „Take Care!“ in meinen Ohren.

Chachamaru

Meine Beine wie Gummi stand ich dann da und packte langsam meine Sachen in meine Tasche und zog meinen Mantel an. So richtig realisiert hatte ich die Situation noch nicht. Das habe ich heute, gut zwei Monate später, immer noch nicht. Ich ging noch zum Goods-Stand und kaufte mir drei Random-Fotos (natürlich war eins doppelt) sowie einen GachaGacha-Button. Nachdem ich meinen Umfragezettel abgegeben hatte, machte ich mich gegen 14:30 Uhr auf den Weg zum Ausgang und dann nach Shibuya, wo ich mit meinem Mann verabredet war.

Chachamaru

Heute ist nun der 3. März – Chacha hat Geburtstag und ich wünsche ihm alles Gute. Natürlich habe ich für heute ein Ticket für sein Geburtstagskonzert und bin schon sehr gespannt wie es werden wird. Auf jeden Fall freue ich mich, dass ich seinen Geburtstag mit Chacha zusammen feier kann.


→ Mehr Konzertberichte und eine Übersicht meiner besuchen Konzerte gibt es hier.

3 Kommentare

  1. Was für ein schöner Bericht ♥ Beim Lesen musste ich immer wieder lachen und ich bin so froh, dass du ihn treffen konntest! Ich vermisse die Zeit, als wir früher so viel zusammen auf Konzerten waren. Die Gackt/YFC-Konzerte 2010/2011 waren einfach nur großartig. Was für schöne Erinnerungen werden da geweckt!

    Vielen Dank für diese tolle Berichterstattung und ganz ganz viel Spaß auf dem Konzert heute (Happy birthday, Chacha!! ♥) ♥♥♥

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