[Unterwegs] Deutscher Besuch in Machida

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Mitte Mai bekamen wir Besuch aus Deutschland und da sie nicht das erste Mal in Japan waren, überlegten wir eine Weile, was wir unternehmen könnten. Sie wollten uns auch mit dem Ort etwas entgegen kommen, aber leider gibt es in unserer Wohngegend nicht allzu viel interessantes zu sehen. Am Ende war aber auch das Wetter ein wichtiger Punkt. Die meisten Sachen waren draußen und die Wettervorhersage meinte eine gute Woche, dass zwei Tage Regen für uns passen würden…

Zum Glück stimmte sich das Wetter doch noch gnädig und verlegte den Regen etwas nach vorn. So war der Samstag, an dem wir uns zuerst trafen, zwar etwas kühler und bewölkt, aber zumindest trocken.

Unser erstes Ziel war Machida (町田市). Die Stadt im Westen Tokyos liegt mit dem Expresszug von uns nur 10 Minuten entfernt und ich bin inzwischen recht gern dort. Leider gibt es neben Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten (leider haben sie den Rilakkuma Store Anfang Juni geschlossen…) und KatzenCafés wenig touristisches dort bzw. halt nur Sachen, wie GameCenter, Karaoke & Co, die man überall in Japan auch finden kann. Trotzdem habe ich Machida richtig lieb gewonnen.

Wir waren für die Mittagszeit verabredet und besuchten das Lieblingsrestaurant von meinem Mann und mir: das Hiroshima Tetchan (Travel Blog Artikel). Dort gibt es hauptsächlich Hiroshima Okonomiyaki – und wir haben inzwischen einige Hiroshima Okonomiyaki Läden ausprobiert; es hat zwar überall geschmeckt, aber nirgendwo so gut wie in Machida.

Für die Mittagszeit hatten wir eine Reservierung gemacht und bekamen so auch gleich einen Platz. Ich bestellte mir wie immer mein Hiroshima Okonomiyaki mit Mochi und Käse als Topping und war danach pappsatt. Auch unser Besuch ist, denke ich, gut satt geworden.

Als wir das Restaurant verließen, waren wir über die vielen Menschen erstaunt, die auf einmal in den Straßen herumstanden und auf ihre Handys starrten. Der Pokemon Go Community Day hatte begonnen und ich war echt verblüfft, was hier los war. Auf jeden Fall ein guter Spot für die nächsten Male.

Wir liefen zur Bushaltestelle und fuhren zu unserem eigentlichen Ziel des Tages: den Machida Eichhörnchen Park (町田リス園). In einem großen Gehege findet man dort um die 200 Eichhörnchen, die man u.a. füttern kann. Genauere Infos dazu findet ihr auf meinem Travel Blog. Zudem gibt es auf meinem YouTube Kanal ein Video.

Zum Artikel auf meinem Travel Blog
Zum Video auf YouTube

Im Park verbrachten wir einiges an Zeit und es machte wirklich Spaß die niedlichen Tierchen zu füttern. Irgendwann möchte ich mal unter der Woche dorthin. Da ist dann sicher nicht all zu viel los.

Im Anschluss an den Besuch bei den Eichhörnchen gingen wir noch in den Park nebenan. Durch einen Teil des Yakushiike Parks waren wir auch das letzte Mal schon gelaufen. Damals blühten gerade die Hortensien. Dieses Mal gab es andere schöne Blumen zu sehen und wir sahen uns den weiteren Teil des Parks an. Man findet sogar ein paar alte Gebäude dort. Es war wirklich schön dort, vor allem auch, weil das Wetter immer besser wurde.

So langsam machten wir uns dann aber doch auf den Rückweg zur Bushaltestelle und in das Zentrum von Machida. Wir hatten noch ein wenig Zeit, weshalb wir das Game Center besuchten. Einmal zum Purikura machen. Zudem gab es am Eingang Lose, mit denen man ein, zwei oder drei zusätzliche Versuche am Ufo-Catcher gewinnen konnte. Mein Mann hatte einen zusätzlichen Versuch, also konnte er für ¥ 100 zwei Mal spielen und angelte zwei kleine Rilakkuma-Plüschies. Ich hatte zwei Versuche gezogen und durfte somit drei Mal mein Glück versuchen – und bekam natürlich nichts heraus…

Eigentlich war geplant am Abend zusammen in eines der Sushi-Kettenrestaurants zu gehen, bei denen auch Sorten ohne Fisch im Angebot waren. Leider fanden wir kein passendes in Machida und wir entschieden uns die wenigen Stationen nach Hashimoto zu fahren. Mein Mann hatte für 18:00 Uhr eine Reservierung bei Kura Sushi über die entsprechende App gemacht.

Leider wusste wir nicht, dass Reservierung dort nicht hieß, dass man auch zu dieser Zeit dran kommt. So hatten wir zwar eine Wartenummer für diese Zeit, aber immer noch jede Menge Nummern vor uns, was wohl noch mindestens eine halbe Stunde, wenn nicht noch länger, gedauert hätte. Das war es uns nicht wert und wir entschieden uns kurzer Hand um.

Wir liefen zum Ario Shopping Center, wo es ebenfalls eine große Auswahl an Restaurants gibt. Die Entscheidung dort viel auf das Omurice Restaurant POMME’s. Dort gibt es unzählige Varianten von Omelette auf Reis, aber am interessantesten ist wohl, dass man die Größe auswählen kann. Ich hatte die kleinste Version und diese war schon ausreichend. Leider gab es mein Wunschdessert auf der Speisekarte noch nicht (doofe Saisonkarten), aber trotzdem gönnte ich mir noch ein kleines Dessert.

Inzwischen war es auch recht spät und wir brachten unseren Besuch zum Bahnhof, von dem sie mit dem Expresszug zurück nach Shinjuku fahren konnten. Wir verabschiedeten uns bis zum nächsten Tag und fuhren dann auch mit dem Bus nach Hause.

Da dieser Artikel schon etwas lang geworden ist, geht es mit unserem Ausflug nach Yokohama am nächsten Tag in einem anderen Bericht weiter.

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