Highlights of Kansai – Teil 1: Osaka Präfektur | Pressereise

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Im Januar 2020 wurde ich auf eine Pressereise in die Kansai-Region eingeladen, um diese Gegend von Japan besser kennen zu lernen und neue Orte zu entdecken. Auf meinem Blog möchte ich euch in zwei Artikeln mitnehmen auf diese Reise und euch meine Erlebnisse weitergeben und euch vielleicht auch ein paar Ideen für eure eigene Reise nach Japan geben.

Hinweis: Für diesen Artikel wurde ich auf eine Pressereise eingeladen.
Es handelt sich daher um bezahlte Werbung.

Was ist die Kansai-Region?

Die Region Kansai (関西) ist auch als Kinki-Region (近畿) bekannt und befindet sich im mittleren westlichen Teil der japanischen Hauptinsel. Bekannt sind vor allem die dortigen Großstädte Osaka, Kyoto und Kobe. Geografisch variiert die Zuteilung der Präfekturen etwas, aber in den meisten Fällen wird bei der Kansai-Region von den sieben Präfekturen Osaka, Kyoto, Hyogo, Nara, Shiga, Mie und Wakayama geredet, die alle ihre Besonderheiten haben.

Unsere Pressetour widmete sich drei dieser Präfekturen: Osaka, Wakayama und Hyogo. Aus diesen möchte ich euch ein paar Highlights vorstellen. Im ersten Teil starten wir mit der Präfektur Osaka und gehen dann im zweiten Teil zu den Präfekturen Wakayama und Hyogo über.


Kansai Airport KIX

Das Tor zur Welt der Kansai-Region ist der Kansai International Airport KIX, der sowohl einen inländischen als auch einen internationalen Bereich besitzt und somit einen guten Anlaufpunkt bietet. Er befindet sich etwa 5 Kilometer von der Küste entfernt auf einer künstlichen Insel und wurde im September 1994 eröffnet. Direktflüge zwischen Deutschland und dem Kansai International Airport werden derzeit von Lufthansa und ANA angeboten.

Das Flughafengebäude, welches vom italienischen Architekt Renzo Piano, entworfen wurde, hat einiges zu bieten. Natürlich zahlreiche Restaurants und Shops, aber auch eine recht große Touristeninformation im Erdgeschoss. Ein großer Teil der Angestellten des Kansai Tourist Information Center sind selbst Ausländer, um in verschiedenen Sprachen aushelfen zu können. Die Mitarbeiter helfen einem bei zahlreichen Fragen weiter, u.a. zum Thema Verkehrsanbindung, Hotelsuche, Touristenziele, mobiles Internet und mehr. Auch verschiedene Touristenpässe und Coupons kann man dort erhalten.

Zur Weiterreise ins Festland hat man verschiedene Möglichkeiten. Die JR und die Nankai-Line bieten Zugverbindungen nach Osaka und Kyoto an. Mit dem Bay Shuttle kann man Richtung Kobe per Fähre fahren (dieser bietet sogar gerade einen Rabatt für ausländische Touristen bis zum 31. März 2020 an). Auch besteht die Möglichkeit mit einem der Fernbusse ans Ziel zu kommen. Über die beste Reiseroute können auch die Mitarbeiter des Information Center beraten.

Links:
Kansai International Airport
Kobe-Kansai Bay Shuttle


Die Stadt Osaka

Osaka bezeichnet sowohl eine Präfektur mit verschiedenen Städten als auch selbst eine Großstadt, die sich in der gleichnamigen Präfektur befindet. Touristen halten sich meist nur im Stadtgebiet auf, weshalb wir auch erst einmal einen Blick dorthin geworfen haben.

Osaka Castle und Samurai Experience

Die Burg Osaka (大阪城) ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Zuerst erbaut im 16. Jahrhundert wurde sie im 17. Jahrhundert zerstört, neu aufgebaut und ist dann einem Feuer zum Opfer gefallen. Die heutige Burg wurde 1931 neu errichtet und hat den zweiten Weltkrieg gut überstanden. 1997 fanden Restaurierungsarbeiten statt und auch im Inneren ist die Burg Osaka sehr modern mit Fahrstuhl und interaktiven Ausstellungselementen.

Um die Burg befinden sich zahlreiche Grünanlagen, u.a. ein Pflaumen- und Kirschblütengarten, die Multifunktionsarena Osaka-Jo Hall sowie die Jo-Terrace mit verschiedenen Restaurants und Cafés.

Ein Blick lohnt sich auch in das Miraiza Gebäude direkt neben der Burg. Dort gibt es Geschäfte und Restaurants, doch eines der Highlights versteckt sich im unteren Geschoss, denn dort kann man ein Samurai Training machen, welches wir ausprobiert haben. Eingekleidet in den passenden Gewändern wird eine Schwertkampfszene eintrainiert und man kann vor der Burg Fotos machen. Der reguläre Kurs dauert 60 Minuten, kostet 7,000 Yen und hat jede Menge Spaß gemacht.

Links:
Osaka Castle
Miraiza
Samurai Experience

Dotonbori und Shinsaibashi (Namba)

In der Innenstadt von Osaka befinden sich um den Bahnhofskomplex Namba zwei sehr beliebte Bereiche, in der sowohl tagsüber aber vor allem am Abend das Leben blüht. Shinsaibashi (心斎橋) ist eine überdachte Shopping Straße, die etwa 600 Meter lang ist und natürlich noch zahlreiche Seitenausläufer hat. Dort gibt es unzählige Geschäfte – von Second Hand Läden bis hin zu teuren Marken und Designer Mode.

Diese Gegend geht über in Dotonbori (道頓堀), welches eines der beliebtesten Touristenziele in Osaka ist. In der Nacht leuchten in den Straßen rund um den Kanal zahlreiche Neonlichter und es gibt viel zu entdecken: Geschäfte, Restaurants, Cafés, Entertainment-Läden wie Gamecenter, Karaoke und vieles mehr. Dortige Wahrzeichen sind der berühmte rennende Glico Mann, die große Krabbenfigur sowie das Riesenrad auf dem Don Quijote.

Ein besonderes Erlebnis bietet eine Rundfahrt auf den Dotonbori Kanal, die sowohl tagsüber als auch nach Dämmerung angeboten wird.

Links:
Dotonbori Official Website
Tombori River Cruise | Japanisch

Bekannte Gerichte: Okonomiyaki & Kushikatsu

Osaka ist hauptsächlich für drei Gerichte bekannt: Takoyaki, Okonomiyaki und Kushikatsu – und diese sollte man, wenn möglich, probiert haben! Takoyaki, zu Deutsch Oktopusbällchen, findet man zum Mitnehmen an zahlreichen Straßenecken.

Für Kushikatsu haben wir das Restaurant Yokozuna (Webseite) besucht. Bei dem Gericht handelt es sich um Spieße, auf die man quasi alles machen kann. Diese werden dann paniert und frittiert und mit einer besonderen Sauce gegessen.

Okonomiyaki haben wir im Restaurant Chibo (Webseite) gegessen, in dem nicht nur Okonamiyaki mit verschiedenen Toppings angeboten wird, sondern auch andere Teppanyaki-Gerichte wie Fleisch und Seafood, welche man auf der heißen Platte, die in den Tisch eingelassen ist, selbst braten kann.


Universal Studios Japan

Neben dem Tokyo Disney Resort gehören die Universal Studios Japan zu den beliebtesten Freizeitparks Japans. Das USJ, wie es abgekürzt heißt, wurde im März 2001 eröffnet und hat jede Menge zu bieten. Dazu gehören natürlich Fahrgeschäfte für Groß und Klein, Shows, Foto-Spots sowie themenbezogenes Essen und Merchandise. Trefft auf Snoppy, Hello Kitty und die Charakter der Sesamstraße im Universal Wonderland, begegnet den Dinosauriern aus Jurrasic Park oder dem Hai aus Jaws oder werdet Teil der Welt von Spiderman und Terminator.

Mit der Zeit sind immer mehr neue Bereiche hinzugekommen – zuletzt die Harry Potter sowie die Minios Area, die wir uns bei einer Führung etwas genau angesehen haben.

The Wizarding World of Harry Potter

Die Area The Wizarding World of Harry Potter wurde im Juli 2014 eröffnet und beeindruckt vor allem durch den detailreichen Nachbau der Zaubererschule Hogwarts und des Dorfes Hogsmeade. Im Schulgebäude befindet sich eine 3D-Achterbahn, die einen auf einen Flug durch die Zaubererwelt mitnimmt. Zudem kann man auf einem weiteren Fahrtgeschäft auf einem Hippogreiff reiten.

Über den Tag verteilt finden kleine Shows statt und, wenn man einen eigenen Zauberstab besitzt, kann man an verschiedenen Ecken kleine Zaubertricks ausprobieren. Neben Zauberstäben bei Ollivanders kann man bei Zonko’s und in anderen Läden nicht nur Sachen aus den Harry Potter Filmen kaufen, sondern auch zahlreiches anderes Merchandise wie Umhänge und Schals der verschieden Häuser.

Fans von Harry Potter sollten einmal das berühmte Butterbier (natürlich ohne Alkohol) probieren und können ein üppiges Mahl in den Drei Besen zu sich nehmen.

Minion Park

Im April 2017 öffnete die Minion Park Area ihre Türen, die die Besucher in eine bunte Welt entführt. Auch hier ist die Hauptattraktion wieder das Fahrgeschäft, welches mit einem großen Domescreen und sehr realistischen Projektionen überzeugt. Die kleinere Fahrtattraktion Freeze Ray Sliders verspricht aber ebenfalls Spaß.

Die Area hat sehr viele Fotospots und Einzelheiten zu entdecken. Die Shops dort bieten viel limitiertes Merchandise zum Durchstöbern und Kaufen an. Vor allem aber die kleinen Essenstände haben einiges zu bieten. Wie wäre es mit einem Minion Ice Cookie oder Minion Popcorn in einem besonderen Container?

Noch vor den olympischen Sommerspielen 2020 soll ein neuer Bereich öffnen: Super Nintendo World! Dort dreht sich alles um Super Mario & Co. und mit den neuesten Technologien soll ein ganz besonders Freizeitpark-Erlebnis geschaffen werden. Wir sind gespannt!

Link:
Universal Studios Japan


Die Stadt Sakai

Die Stadt Sakai (堺市) befindet sich im nördlich Teil der Präfektur Osaka. Vom Bahnhof Namba aus benötigt man gerade mal 15 Minuten mit der Nankai Line zum Bahnhof Sakai, von wo aus man die Stadt erkunden kann.

Grabstätten in Schlüsselloch-Form

Am bekanntesten ist Sakai für die alten Grabhügel, die sich überall in der Stadt befinden und zum Weltkulturerbe zählen. Diese werden Mozu Furuichi Kofun Gruppe (百舌鳥・古市古墳群) genannt und erstrecken sich über ein großes Gebiet. Im größten Grab, dem Nintoku-tenno-ryo Kofun, sollen sich die sterblichen Überreste des Kaiser Nintoku befinden, der im 4. Jahrhundert gelebt hat. Insgesamt befinden sich in der Stadt Sakai 23 solcher Grabstätten.

Leider sieht man vor Ort nicht viel außer den Wassergräben und die zahlreiche Vegetation. Aufgrund der Größe kann man die Form nur aus der Luft erkennen. Im Sakai City Museum, welches sich direkt neben dem Nintoku-Grabmal im Daisen Park befindet, hat man aber seit wenigen Jahren die Möglichkeit die Grabstätte mit einer Virtual Reality Tour nicht nur von oben sondern auch von Innen zu sehen. Die Luftaufnahmen wurden mit einer Drohne gemacht und wirken wirklich sehr real.

Links:
Kaiser Nintoku Grabmal
VR Video Experience

Sakai Plaza of Rikyu and Akiko

Ein recht neues Museum der Stadt ist das Sakai Risho no Mori – Sakai Plaza of Rikyu and Akiko. Dieses ist zwei der bekanntesten Persönlichkeiten von Sakai gewidmet. Zum einen der Dichterin Akiko Yosano, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht nur ihre eigenen Werke schrieb, sondern auch klassische Werke des mittelalterlichen Japans in die moderne Sprache übersetze und für die Rechte der Frauen kämpfte.

Die zweite Persönlichkeit ist aber wahrscheinlich mehr Leuten bekannt, denn der in Sakai geborene Sen no Rikyu hatte wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der japanischen Teezeremonie. Im Sakai Plaza befinden sich Ausstellungen zu beiden, doch vor allem die verschiedenen Teeräume von Sen no Rikyu und die dort stattfindenden Teezeremonien & Workshops sind für Besucher interessant.

Link:
Sakai Risho no Mori

Industrie & Messerschmiede zum Ausprobieren

Die Stadt Sakai hat viele Gewerbezweige zu bieten. Dazu gehören Fahrradteile, Dantsu Teppiche, Räucherstäbchen, Kombu, Baumwollstoffe und Yukata sowie Karpfenfahnen. Vor allem im Traditional Crafts Museum kann man sich darüber informieren und auch regionale Produkte kaufen.

Besonders beliebt sind Messer aus Sakai, da diese noch heute handgefertigt werden und eine hohe Qualität besitzen. In der Stadt befinden sich daher viele kleine und große Geschäfte, in denen Messer hergestellt und verkauft werden. In der Schmiede Wada haben wir mehr über die einzelnen Schritte der Messerherstellung erfahren und konnten in einem Workshop erlernen, wie man Messer richtig schärft und wie diese mit dem späteren Griff zusammengesetzt werden.

Links:
Sakai City Traditional Crafts Museum
Messergeschäft Wada

Restaurant-Tipps: Soba, Café und Sushi

Natürlich gibt es auch in Sakai viele Restaurants und Cafés, die man besuchen kann. Drei davon möchte ich euch hier kurz vorstellen.

Chikuma Soba ist ein Restaurant mit 300 Jahren Geschichte. Von außen übersieht man es sehr leicht, denn das Restaurant befindet sich in einem alten Fabrikgebäude, wo das Mehl für die frischen Nudeln hergestellt wird. Eine Besonderheit dort ist, dass man in die Soße, in die man die Nudeln tunkt, ein rohes Ei rührt. Zudem kann man diese später mit dem Nudelwasser aufgießen und trinken.

Weiterhin ist das Café Que Sera Sera eher ein Geheimtipp, weil es recht versteckt und in einem Gebäude liegt, welches ich ohne die Empfehlung wohl nicht betreten hätte. Von dem Café aus hat man einen tollen Blick auf das Hafengebiet und vor allem bei Sonnenuntergang ist es dort sehr romantisch.

Edo-mae Style ist eine besondere Zubereitungsart von Sushi, die man nicht mehr so oft findet. Das kleine Sushi-Restaurant Matsugen (まつ元, Webseite) bietet diese Variante aber noch an und allein optisch sehen die Platten mit Sushi sehr ansprechend aus. Zudem gibt es auch für Vegetarier ein paar Alternativen.


Die Präfektur Osaka hat natürlich noch sehr viel mehr zu bieten, was in unserer Reise nicht enthalten war. Die meisten davon sind sehr bekannt und ich hoffe, ihr habt hier ein paar neue Reiseziele kennen gelernt. Meine Top 10 Dinge, die man in Osaka getan haben sollte findet ihr hier → Blog-Artikel von 2016 – sowie einen Artikel zum Osaka Amazing Pass.

Das war Teil 1 der Presse-Reise. Im zweiten Teil der kleinen Artikelreihe nehme ich euch mit in die Präfekturen Wakayama und Hyogo, wo wir ebenfalls viel erlebt haben. Seid gespannt!

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