Masken und 100.000 Yen für alle | Alltagsleben

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Masken und 100.000 Yen für alle – das hat die japanische Regierung angekündigt. Inzwischen ist der Juni angebrochen und in Japan wurde vor knapp zwei Wochen der State of Emergency in allen Präfekturen komplett aufgelöst. In Tokyo geht das Leben nach und nach wieder los. Mehr und mehr Geschäfte öffnen wieder. Auch die Schulen starten wieder. Und trotzdem ist noch nicht an Normalität zu denken.

Mit einem kleinen Update versuche ich mal wieder meinen Blog zu beleben… *hust*

Zurück in den Alltag?

Wer meinen letzten Artikel zur Gaman Week gelesen hat, erinnert sich vielleicht daran, dass meine Schule seit Anfang April geschlossen ist. Im Mai haben wir Online-Unterricht gegeben. Für alle etwas Neues, aber es lief als “Überbrückung” ganz gut. Seit Anfang Juni hat meine Schule nun wieder offen. Da aber von der Regierung die Unterstützung noch nicht da ist und einige Eltern ihre Kinder auch noch nicht zurück zu uns lassen, geht es meiner kleinen Schule finanziell nicht sonderlich gut. Es wurde entschlossen unsere Stundenzahl weiter zu reduzieren, so dass ich im Juni nur einen Nachmittag die Woche dort arbeiten gehe.

Momentan gilt dies nur für den Juni und meine Schule wird wohl Monat für Monat neu entscheiden, wie sie die Situation handhaben. Unsere Sommerferien wurden zudem verschoben (angepasst auf die Verkürzung der Schulferien in Yokohama) und unsere freie Woche im September gestrichen, damit wir einen Teil der verlorenen Unterrichtsstunden aufholen können.

Hortensien auf dem Weg zur Arbeit

Im Juni – und ich denke mal auch noch im Juli – habe ich daher weiterhin recht viel Freizeit, die ich aber inzwischen auch schon gut verplant habe. Ich plane wieder mehr zu bloggen, aber das hat ja bisher auch nicht geklappt… *hust* Allerdings schreibe ich wieder häufiger Artikel für englisch-sprachige Seiten. Eigentlich könnte ich genau die gleichen Sachen auch hier auf meinen Blog werfen auf Deutsch, aber irgenwie fehlt mir dazu der Elan…

Ich habe einige Ideen für meinen Youtube-Kanal. Mal sehen, was ich davon umsetzen werde. Ansonsten heißt es wie immer: wer mit meinem Leben up-to-date bleiben möchte kann gern auf Instagram (Lost in Japan | Just Being Yoko) vorbei schauen oder auf Twitter.

Die Abe-Masken sind da

Aufgrund Corona war es in Japan schwierig an Masken zu kommen. Diese waren überall ausverkauft und teilweise Stunden vor Öffnung der Läden standen Leute Schlange, um welche zu ergattern. Die Regierung kündigte Mitte April an, jedem Haushalt zwei Masken zuzusenden – zwei Masken, egal ob man alleine lebt oder eine vierköpfige Familie ist.

Die Zustellung dauerte allerdings lange, mal von den Berichten, wie schlecht die Masken produziert sein und wie unpassend die Größe ist, abgesehen. Immer mehr meiner Freunde in Tokyo haben sie in den letzten Wochen bekommen. Bei uns kamen die AbenoMask, wie sie genannt werden, am 27. Mai an – zwei Tage nachdem der State of Emergency gelöst wurde. Welch ein Timing.

Wir selbst brauchen die Masken nicht und werden sie auch nicht benutzen. Einerseits gibt es nun inzwischen wieder überall Masken zu kaufen – egal ob Einweg oder waschbar. Mein Mann bekommt seine von der Arbeit gestellt. Andererseits hat die liebe Yumkeks für mich jede Menge Masken genäht, die waschbar sind und auch noch hübsch aussehen.

Allerdings merke ich jetzt schon bei den warmen Temperaturen, dass es ein Kampf wird mit den Masken in den nächsten heißen Sommermonaten. Wir haben jetzt schon Tage mit über 30 Grad und unter der Maske schwitze ich einfach extrem. Davon, dass meine Haut das auch nicht mag und ich davon gerade jede Menge Pickel bekomme, will ich gar nicht reden. Sieht ja draußen unter der Maske eh niemand. Zumindest muss ich mich dann auch nicht weiter schminken.

100.000 Yen für alle

Interessanter als die Abenomask ist allerdings die Finanzspritze, die es für alle geben soll. Jeder bekommt 100.000 Yen – egal ab welchem Alter, was natürlich umso praktischer für Familien mit Kindern ist. Mein Mann und ich bekommen daher zwei Mal 100.000 Yen, was sich auf den ersten Blick natürlich nach ziemlich viel anhört. Das sind etwas über 800 Euro.

Wenn ich mir die aktuelle Situation anschaue, werde ich diese aber auch brauchen. Das Formular zur Beantragung haben wir diese Woche zumindest schon mal im Briefkasten gehabt. Bin man gespannt, wie lange es dauert, bis das Geld auf dem Konto sein wird.

Für die zwei Monate April und Mai bekomme ich 60% meines eigentlichen Einkommens von der Arbeit. Da ich allerdings zu Beginn des neuen Schuljahres (ab April) weniger Klassen habe, war es so schon sehr gering und so sind 60% nicht viel. Durch die Kürzung im Juni habe ich sogar nur 1/3 meines Einkommens, was nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Ich bin froh, dass ich nebenbei zumindest meinen Shopping Service noch habe.

Die 100.000 Yen gleichen meinen Auswahl von der Arbeit der Corona-Monate also nicht mal aus. Sehr viel “Was werde ich mit dem Geld machen”-Überlegungen brauche ich also nicht machen. Ich werde sie für mein Alltagsleben verwenden.

Mein Mann geht zum Glück weiter normal arbeiten. Von seinen 100.000 Yen wollen wir einen größeren Kühlschrank kaufen, damit wir nicht mehr alle 1-2 Tage einkaufen gehen müssen und ich auch im Costco größere Packungen kaufen kann. Den Rest möchte mein Mann zurück legen.


Ich bin gespannt, wie es nun weiter gehen wird. Vor allem warte ich darauf, wann endlich wieder Konzerte möglich sein werden. Denn da merke ich meinen Entzug extrem… Zumindest kommt diese Woche das neue Album vom MUCC raus. Zumindest etwas Aufmunterung in der Richtung.

Passt alle auf euch auf ♥

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