Ein Herbsttag in Chofu | Unterwegs in Japan

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Bevor das Jahr zu Ende geht, möchte ich versuchen, zumindest noch 1-2 Artikel hier mit euch zu teilen. Auch wenn Weihnachten kurz vor der Tür steht, nehme ich euch heute mit zu einem wunderschönen Herbsttag in Chofu im Westen Tokyos.

Chofu (調布) war schon lange ein Ausflugsziel, das wir geplant hatten. Aber wie das immer so ist, schiebt man Orte in der Nähe gern immer wieder auf und auf. Denn Chofu ist gar nicht so weit von uns weg, denn wir wohnen an der Keio-Line und diese hält dort. Bis zum Bahnhof Chofu brauchen wir nur etwa 20~25 Minuten mit dem Zug. Allerdings war ich auch ganz froh darüber, dass wir uns nun für den Herbst entschieden hatten, denn die Farben vor Ort waren einfach nur traumhaft.

Wir besuchten Chofu am 22. November diesen Jahres. Es war ein sonniger Sonntag und, wie vermutet, war einiges los. Vom Bahnhof aus nahmen wird den Bus zum Tempel Jindaiji, der eine der Hauptattraktionen von Chofu als Ausflugsziel ist.

Da das Shichi-Go-San-Fest gerade von vielen gefeiert wurde, konnten wir viele Kinder im Kimono sehen, als wir den Tempel besucht haben. Der Jindaiji (深大寺) gehört zu den ältesten Tempeln von Tokyo und ist daher recht bekannt. Hier findet ihr die englisch-sprachige Webseite dazu. Natürlich haben wir ihn uns auch in Ruhe angeschaut und ich habe vor Ort ein Goshuin für meine Sammlung geholt. Und bei den Omikuji habe ich eins mit “Excellent Luck” gezogen. Na dann, kann ja nichts mehr schief gehen.

Am schönsten ist während der Herbstzeit allerdings die Gegend um den Tempel herum. Dort befinden sich zahlreiche Restaurants mit Soba und ein kleiner Kanal mit sehr klarem Wasser. Es war wirklich schwierig sich für eines der hübschen Restaurants zu entscheiden. Sie sahen vorwiegend alle sehr traditionell aus und ich hätte alle sehr gern besucht.

Wir entschieden uns am Ende für eins direkt vor dem Tempel und haben dort die leckeren Nudeln gegessen. Wir haben auch eine Packung Soba-Nudeln als Souvenir mit nach Hause genommen.

Zum Sonntag fand vor Ort ein kleiner Markt mit Handarbeiten statt, der sehr interessant war. Es gab viel zu sehen und vor allem in die Holzarbeiten hatte ich mich verliebt. So wunderschön! Da mussten wir etwas mitnehmen – als Weihnachtsgeschenke für die Familie in Deutschland.

Auch in der Nähe des Tempels gelegen ist das Kitaro Chaya (鬼太郎茶屋), ein Laden und Café für die Manga-Serie GeGeGe no Kitaro, die bereits in den 1960er Jahren erschien. Als Fan von Themencafes hätte ich dieses auch gern besucht, allerdings war es für den Tag schon ausgebucht. So schauten wir uns nur im Laden um und gönnten uns etwas vom Take-Out-Stand. Das war auch lecker.

Mit dem Bus ging es zurück zum Bahnhof Chofu. Eigentlich hätte ich auch gern noch einen Blick in den großen botanischen Garten geworfen, aber mein Mann interessiet sich nicht wirklich für “Grünzeug” und zudem haben wir beim Vorbeifahren gesehen, wie unzählige Familien mit kleinen Kindern hinein gegangen sind. Dann lieber mal an einem Wochentag.

Vom Bahnhof aus liefen wir zu einem Schrein, der in der Gegend ebenfalls recht bekannt ist. Der Fudaten Schrein (布多天神社) spielt nämlich u.a. im zuvor erwähntem Manga GeGeGe no Kitaro eine zentrale Rolle. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie dort gerade besondere Goshuin zur Serie angeboten haben. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen.

Unseren Weg zurück zum Bahnhof liefen wir entlang der Tenjin-dori, welche als Einkaufsstraße mit vielen kleinen Geschäften bekannt ist. Allerdings hatten die meisten Läden geschlossen.

Aber zumindest ein paar Kitaro-Funde konnten wir dort in der Gegend noch machen. So gibt es neben Figuren auch noch ein paar hübsche Gullideckel.


Wir hatten einen schönen Tag in Chofu und werden sicher irgendwann zurück kehren. Vor allem die herbstlichen Farben dort haben mich total verzaubert. Schaut also mal vorbei, wenn ihr das nächste Mal in Tokyo seid

Und wer noch ein paar bewegt Bilder sehen möchte, ich habe an dem Tag auch gefilmt und ein Video auf Youtube hochgeladen!

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