[Alltagsleben] Meine ersten Tage zurück in Japan

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Am Sonntag ging mein großes Abenteuer los! Seit Montag bin ich nun wieder zurück in Japan. Und damit ich die Fragen nicht noch öfter beantworten muss, gibt es jetzt einen kleinen Bericht zum Flug und meinen ersten Tagen hier im Land der aufgehenden Sonne.

Nach vielen vergossenen Tränen ging es am Sonntag, den 9. Oktober 2016 um 15 Uhr von zu Hause nach Frankfurt. Um 20:45 Uhr sollte mein Flieger von ANA gehen, eine halbe Stunde vorher war Boarding. Gegen 20:00 Uhr entschied ich mich nochmal auf Toilette zu gehen, damit ich pünktlich zum Boarding wieder zurück am Gate bin. Als ich aber kurz vor 20:15 Uhr dort wieder ankam, waren schon fast alle eingestiegen. Überpünktlich sind die hier bei ANA also. Ich hatte meinen Sitzplatz ganz hinten rechts, umgeben von 90 % Japanern.

Der Flug war ganz ok. Ich schaute mir drei Filme an – “Findet Dorie” auf Japanisch mit japanischem Untertitel, “Alice Through the Looking Glass” auf Deutsch und später noch “Evergreen Love” (植物図鑑) auf Japanisch mit englischem Untertitel. Schlafen konnte ich nicht so richtig, vielleicht knappe zwei Stunden. Und das Essen war diesmal auch nicht so meins vom Angebot her. Als Hauptgericht hatte ich die Wahl zwischen Rinderragout und Meeresfrüchte-Curry. Da ich keine Meeresfrüchte esse, blieb nur das Rind übrig. Das mag ich allerdings auch nicht so sehr. Beim Frühstück stand dann Champignon-Omlette gegen Keine-Ahnung-was-das-war. Da ich aber Pilze auch nicht esse, entschied ich mich für Zweiteres, was sich als irgendwas Schleimiges aus Reis mit etwas Gemüse rausstellte. Meine Platznachbarin hat davon auch nur zwei Löffel gegessen. Sonst fand ich das Essen bei ANA immer lecker – und die Kleinigkeiten, die es dazu gab, waren es auch wieder.

Nach der Landung gegen 15:10 Uhr japanischer Zeit ging alles recht schnell. Kurz auf Toilette frisch gemacht, stand ich bei der Immigration nicht lange an (es gab sogar Umfragezettel, wie lange es dauert; waren bei mir nur gute 5 Minuten bis ich dran war). So schnell, dass ich es gerade so schaffte mich im Flughafen-WiFi einzuloggen und meinem Mann zu schreiben, dass ich da bin. Auf meine Koffer musste ich auch nicht all zu lange warten. Nachdem ich dann meinen Mann gefunden hatte, ging es noch schnell den JR Pass holen, den ich beim Fotowettbewerb der Deutsch-Japanische Jugendgesellschaft (DJJG) gewonnen hatte und 16:10 Uhr saßen wir auch schon im Bus nach Shibuya.

Odaiba

Mit dem Bus von Haneda durch Odaiba über die Rainbow Bridge nach Shibuya.

Nach Shibuya wollte ich aufgrund dessen, dass ich so schnell wie möglich wieder mit meinem Handy mobil sein wollte. Also hieß es Data-SIM kaufen. Wie bereits im Dezember entschied ich mich für eine PLAY SIM von So-Net. Wir waren sogar wieder beim gleichen Staff wie das letzte Mal. Allerdings mussten wir diesmal eine Ewigkeit warten, denn es war Feiertag in Japan und somit gefühlt die Hälfte der Bevölkerung Shoppen. Mein Mann und der Staff haben dann alles installiert und mich angemeldet – nur die Kreditkartendaten durfte ich selbst eintragen – und nun habe ich für ¥ 1,020 im Monat 4 GB zur Verfügung (allerdings ist eine Begrenzung auf 500 MB / 3 Tage, wenn ich das richtig verstanden habe). SMS schreiben kann ich damit auch, ich muss nur noch heraus finden wie. Nur Telefonieren kann ich nicht – braucht man mit LINE, Skype und Facebook aber auch nicht so dringend. Und falls ich etwas ändern möchte, ist der Tarif monatlich kündbar. Die SIM-Karte an sich kostet einmalig ¥ 3,240. Aber Hauptsache ich kann jetzt wieder unterwegs außerhalb der Free-WiFi-Bereiche ins Internet.

Data-SIM Play SIM von So-net

Von Shibuya aus ging es dann in unsere Monthly Mansion nach Mizonokuchi. Wir sind auch hier wieder im gleichen Gebäude wie im Dezember, allerdings ist das kleine Zimmer diesmal ein wenig größer und wohnlicher. Jetzt werden wir sehen, wie lange wir hier bleiben, bis wir eine richtige Wohnung gefunden habe. Wer einen Blick hinein werfen möchte, findet ein Video mit Führung auf meinem YouTube-Kanal → hier!!

Am Dienstag habe ich meine Koffer etwas sortiert und war in Mizonokuchi einkaufen. Das Wichtigste wie Shampoo, Zahnpasta & Co. und so habe ich gleich ein wenig im Donki Hote rumgestöbert, den sie einmal komplett umgeräumt haben. Leider mussten mein Mann und ich feststellen, dass sowohl der günstige große Supermarkt sowie der zweistöckige Daiso weg sind – das ganze Gebäude wurde abgerissen. Einen kleinen Daiso gibt es noch nebenan. An Lebensmittel kommen wir nun nur im etwas teureren Tokyu Store am Bahnhof, im Donki Hote oder im Kombini. So kauft mein Mann jetzt meist schon an seinem Arbeitsort ein. Ich geh meist zum Donki.

Am Mittwoch war ich kurz in Shibuya und Harajuku unterwegs. Hauptziel war es einen süßen Rucksack für die nächsten Ausflüge zu kaufen. Schwere Handtaschen sind da ja nicht so gut für die Schultern. Nachdem ich also erst dem Tower Records in Shibuya einen Besuch abgestattet hatte, ging es zu Fuß weiter nach Harajuku. Einmal die Takeshita Dori rauf und runter und um einen schwarz-pinken Katzen-Rucksack reicher. Eigentlich sollte es ja was mit Rüschen/Spitze werden, der Katzennarr hat dann aber doch gesiegt.

Auch im Daiso in Harajuku bin ich einmal alle Etagen abgelaufen, noch mit großer Zurückhaltung, denn der Daiso-Großeinkauf kommt erst, wenn wir unsere richtige Wohnung haben. Aber hier gibt es um einiges mehr als in dem Mini-Laden bei unserer Wohung. Eigentlich wollte ich ja noch den berühmten Crêpe Crème Brûlée essen, aber das Geschäft hat Mittwochs Ruhetag. So gab es Halloween-Burger mit lila Käsesoße von Lotteria.

Bisher verbringe ich die meiste Zeit in unserer Wohnung. Einerseits am Laptop, Fernsehen schauen und schlafen – irgendwie hab ich diesmal Problem mit dem Jetlag. Nebenbei versuche ich mit meinen Bücher für den JLPT im Dezember zu lernen oder halt Blog schreiben und solchen Spaß. Zudem hält mich meine Erkältung noch im Schach. War es beim Flug zum Glück nicht all zu schlimm, hole ich seit gestern Sachen aus meiner Nase, wo ich mich frage, wo das alles her kommt. Hoffentlich werde ich bald wieder gesund… Spätestens nächste Woche Dienstag, wenn ich beim Konzert von Ayu rumhüpfen möchte.

Die nächsten drei Tage sind sehr verplant: Immigration Office und Wohnungsbesichtigungen stehen an. Zudem möchte mein Mann mit mir wahrscheinlich noch zu einem Rilakkuma Event und zum Oktoberfest in Yokohama. Dann gibt es wieder viel zu berichten.

 

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