Unser 4. Hochzeitstag | Liebesleben

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Wie die Zeit doch fliegt. Inzwischen ist August und wir hatten vor guten zwei Wochen unseren vierten Hochzeitstag. Vier Jahre sind wir nun schon verheiratet und es wird einfach nicht langweilig, was ich wirklich toll finde und ich hoffe, dass wird auch in Zukunft so bleiben.

Unser vierter Hochzeitstag war am 16. Juli 2020, ein Donnerstag, an dem wir beide arbeiten mussten. Wir machten daher nur etwas Kleines. Nach der Arbeit trafen wir uns am Bahnhof – fast wie jedes Mal, wenn ich nachmittags unterrichte – und damit niemand kochen musste, gingen wir essen. Ganz einfach im Saizeriya (サイゼリヤ), einem bekannten Family-Restaurant mit günstigen Preisen – denn wir hatten noch etwas teureres zum Feiern geplant. So gab es für uns Pasta, Knoblauch-Baguette und mit Käse überbackenen Kartoffelbrei.

Natürlich darf bei mir als Naschkatze zu so einem Anlass eine Torte nicht fehlen und da ich ein paar Tage zuvor beim Costco war, bin ich bei einer Erdbeertorte schwach geworden. Die war zwar ziemlich groß und wir haben vier Abende daran gegessen, aber im Vergleich zu den japanischen Torten eine günstige Alternative. Und vor allem: Erdbeeren! 🍓

Eigentlich wollten wir gleich am Wochenende unser Wedding Anniversary Date machen, aber dann wurde ich erst einmal krank und anstatt Essen ging es zum Arzt. Es dauerte auch etwas bis meine Erkältung durch war und so warteten wir insgesamt zwei Wochen ab, bis ich wieder ganz fit und bereit für das teure Essen war.

Am Samstag war es nun soweit und unser erster Weg führte uns ins Game Center. Denn traditionell machen wir jedes Jahr zum Hochzeitstag Purikura. Wir probierten eine der neuen Maschinen aus – und bedauerlicherweise gab es an der keine Option die Augen etwas kleiner zu machen. Also haben wir dieses Jahr tolle Alien-Erinnerungsbilder. Aber ich mag die Motive.

Nach einer Runde Taiko-no-Tatsujin-Trommeln ging es dann zum Essen. Wir waren im Heijouen (平城苑), einem Yakiniku-Restaurant, zu dem ich schon lange mal wieder wollte. Wir haben es aber immer wieder geschoben, weil es nicht ganz günstig ist – und für einen Hochzeitstag dann schon recht passend. Das erste und letzte Mal waren wir dort nach unserem Umzug in unsere erste Wohnung im November 2016 – auch schon fast vier Jahre her. Damals waren wir dort mit den Arbeitskollegen meines Mannes, die uns beim Umzug geholfen haben – und dann den Restaurantbesuch auch noch bezahlt haben als Hochzeitsgeschenk.

→ Dazu gab es damals auch einen Blogartikel: Einmal teures Yakiniku bitte

Nun waren wir also wieder hier. Glücklicherweise hatten wir uns mittags doch noch entschieden vorab für abends einen Tisch zu reservieren, denn es standen Leute draußen an. Wir saßen wieder in einem abgetrennten Bereich, was mir sehr gefällt, denn so hat man ein Stück Privatsphäre.

Die Qual der Wahl: Was wollen wir essen? Mein Mann war bereit Geld auszugeben. Ich so halb, ließ mich dann aber doch verführen, denn es war einfach so lecker und wir bestellten nach und nach mehr. Wahrscheinlich würde es wieder drei-vier Jahre dauern, bis wir wieder hierher kommen.

Wir starteten mit dem Samurai-Teller für zwei Personen. Darauf fünf verschiedene Fleischsorten für 5.390 Yen. Dazu gab es Wagyu-Sushi, welches in der Speisekarte unglaublich toll aussah und auch wirklich sehr gut schmeckte. Die Platte war ein Traum und mir lief gleich beim Anblick das Wasser im Mund zusammen (Sorry, ich werde wohl nie Vegetarier werden). Wir haben uns Zeit gelassen beim Braten und es wirklich sehr lecker – und viel zu schnell alle.

Wir entschieden uns dann noch einmal nach zu bestellen. Einmal ロース (ist wohl Roastbeef?) vom normalen japanischen Rind und einmal das gleiche vom A5-Wagyu-Rind – also die teurere Variante. Und es war soooo gut! Ich hatte es nur kurz auf dem Grill liegen, damit es nicht zu sehr brät und es ist einfach so im Mund geschmolzen. So lecker!

Mein Mann aß hingegen eine Schüssel scharfe Ramen mit Rippenfleisch. Diese sah auch sehr lecker aus – nur leider nichts für mich – und hat ihn gut gefüllt.

Wir verbrachten einen schönen Abend im Restaurant. Die Rechnung war am Ende nicht ganz günstig, aber zum Hochzeitstag kann man sich das ja mal gönnen. Ich bin gespannt, wo wir nächstes Jahr essen gehen werden.


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