[Unterwegs] Feuerwerk Festival in Kamakura 2017

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Ich war zwar bereits Anfang Juli für zwei Tage in Kamakura unterwegs (Tag 1 | Tag 2), allerdings hatte ich trotzdem mit dem Feuerwerk Festival geliebäugelt, was am 19. Juli 2018 stattfand. Ein Wochentag, was hieß, dass ich nicht mit meinem Mann gehen konnte, weil dieser arbeiten musste. Ich hatte an dem Tag frei – und fand auf einmal eine Begleitung!

Die liebe Angelina Paustian, die einige wahrscheinlich durch ihre japanischen Kochbücher kennen, war gerade mit ihrer besseren Hälfte (^_~) in Japan unterwegs und wir wollten uns treffen. Da war das Feuerwerk doch perfekt dafür.

Wir trafen uns gegen 15:00 Uhr am Bahnhof in Kamakura. Da es in Japan zu Feuerwerken üblich ist einen Yukata zu tragen, wollten wir das auch und so verwandelten wir kurzerhand die Ecke mit den Schließfächern in unsere Umkleide. Wir wickelten uns in unsere Yukata und ich durfte seit langem mal wieder für jemand anderen den Obi binden. Die Schleife ist mir sogar richtig gut gelungen, wenn ich das sagen darf.

Kamakura Yukata

Da es für das Feuerwerk noch etwas früh war, drehten wir erst eine Runde in Kamakura selbst. Durch die Einkaufsstraße ging es in Richtung des Tsurugaoka Hachimangu (鶴岡八幡宮). Mich hat es besonders gefreut, dass überall die Leute im Yukata herum liefen. Das hat eine ganz besondere Atmosphäre. Wir sahen uns beim Schrein um und machten dann eine Pause am Wasser. Dort bot uns ein Mann an die Schildkröten zu füttern. Zudem versuchten Japanerinnen mit Tauben auf dem Arm Fotos zu machen.

Auf dem Weg zurück zum Bahnhof stoppten wir noch einmal an ein paar Geschäften und aßen ein paar Kleinigkeiten. Als Köchin probiert Angelina ja viel aus. Ich gönnte mir ein Softeis mit Erdbeer-Ramune-Geschmack und ganz vielen Marshmallow-Herzen. Yummy!

Dann ging es auf Richtung Feuerwerk. Das fand am Yuigahama Beach (由比ヶ浜) statt, also ganz in der Nähe vom WeBase Hostel, in dem ich zuvor übernachtet hatte. Dort haben wir auch später japanische Fächer geschenkt bekommen. Zuerst mussten wir aber einmal dahin kommen. Da wir recht lauffaul waren, entschieden wir uns mit der Enoden-Bahn die zwei Stationen zu fahren, nachdem wir uns im Konbini noch ein paar Dosen Alkohol geholt hatten. Natürlich war sowohl im Konbini als auch auf dem Bahnhof die Hölle los und wir mussten eine gefühlte Ewigkeit anstehen. Überraschenderweise ergatterte ich im Zug aber einen Sitzplatz.

Als wir 18:30 Uhr am Strand ankamen, waren dort wie erwartet schon jede Menge Menschen. Wir konnten trotzdem noch einen guten Platz ergattern und breiteten dort unsere große blaue Plane aus. Mitten drin wurden wir auf einmal unterbrochen. Eine meiner Leserinnen hatte mich erkannt – hier zwischen den zehntausenden Menschen. Zufälle gibt es! Ich war erst einmal total perplex, aber auch happy.

Mit Angelina machte ich noch ein paar Fotos am Strand. Dann stellten wir uns an, um noch ein wenig Essen zu bekommen. Da das auch lange dauerte, blieb es bei Pommes und Karaage-Hühnchen. Wir machten es uns gemütlichen, stießen an und warteten auf den Beginn des Feuerwerkes.

Fast pünktlich um 19:20 Uhr ging es dann los und die ersten Feuerwerkskörper explodierten über dem Meer. Gerade das macht das Feuerwerk hier so besonders. Durch die Spiegelung im Meer sieht es einfach traumhaft aus Leider zogen zwischenzeitlich immer Mal die Rauchschwaden erst vor dem Feuerwerk herum und dann über uns drüber. Trotzdem war das Feuerwerk wirklich unbeschreiblich schön – eines der schönsten, die ich bisher erlebt habe.

Gegen 20:10 Uhr endete das Spektakel dann. 50 Minuten hören sich zwar lang an, aber durch das abwechslungsreiche Feuerwerk vergingen sie dann doch recht schnell.

Wir ließen erst die Massen etwas abziehen und packten dann unsere Sachen zusammen. Den Weg zurück zum Bahnhof wollten wir laufen – die Bahn wäre wahrscheinlich der reine Selbstmord gewesen. Auf dem Weg kamen wir nochmal bei einigen Fressbuden vorbei, wo wir uns noch etwas zu essen holten.

Kamakura

Irgendwann stießen wir dann auf die Massen, die vor dem Bahnhof anstanden. Die fleißigen Polizisten vor Ort versuchten der Menschenflut Herr zu werden und so dauerte es dann noch etwas, bis wir irgendwann in einem der überfüllten Züge waren. Nach dem Umsteigen wurde es zum Glück in meine Richtung angenehmer.

Ich habe mich sehr gefreut, dass ich Angelina in Japan treffen konnte. Sie hatte sogar ein paar Geschenke für mich dabei. Unter anderem ihr aktuelles Manga Kochbuch -Kawaii-, dessen Review euch diesen Monat auch noch auf meinem Blog erwartet.

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Den ganzen Ausflug gibt es auch in bewegten Bildern auf meinem YouTube-Kanal!


Mehr zum Thema?

Zwei Tage unterwegs in Kamakura (Teil 1 | Teil 2)
→ Besuchte Feuerwerke in Japan: Atsugi | Sumidagawa | Tsuchiura | Narita
→ Angelina’s Kochbücher: Koch dich Japanisch! | Manga Kochbuch | Manga Kochbuch -Bento-

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