[Unterwegs] Auf der Jagd nach Kirschblüten 2018

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Auch dieses Jahr habe ich den Frühling in Japan natürlich wieder genutzt, um die berühmte Kirschblüte zu sehen. An den Touristenorten ist es leider meist wenig „genießen“, weil es einfach nur super voll ist. Aber es gibt auch wirkliche schöne Orte –vor allem bei uns am Fluss war es dieses Jahr wieder wunderbar. In diesem Artikel spamme ich euch also mit meinen Kirschblütenfotos 2018 zu. Seid ihr bereit? Los geht’s!

Kirschblüte Sakai Fluss

Die frühblühenden Kirschblüten

Schon einige Wochen bevor man in Tokyo die Kirschblüten erahnen konnte, machte ich mich – verbunden mit der Arbeit auf den Weg zu zwei Orten in der Präfektur Kanagawa, die für ihre frühen Kirschblüten bekannt sind – die Kawazu Sakura.

Am 16. Februar machte ich auf dem Weg nach Odawara stopp in Matsuda, von wo ein Bus in den Nishihirabatake Park fährt. Leider war ich wohl etwa eine Woche zu früh dort für die perfekte Blüte, es war aber trotzdem sehr schön. Eine Woche später dann, am 23. Februar, musste ich beruflich nach Yokosuka und bin vorher weiter bis zur Miura Kaigan gefahren. Hier hat das Timing gepasst und es war wirklich einzigartig dort.

Zu beiden Ausflügen findet ihr Videos auf meinem YouTube-Kanal.
Matsuda & Odawara
Miura Kaigan

 

Yokohama Motomachi

Am 23. März war ich im Rahmen einer Pressetour in Yokohama unterwegs. Diese führte uns auch in den Stadtteil Motomachi, in dem die ersten Kirschblüten sich schon öffneten. Vor allem im kleinen Park und entlang der europäischen Häuser war es wirklich schön. Ich mag vor allem den Schnappschuss mit dem alten Telefonhäuschen. Leider hatten wir nicht allzu lang Zeit dort Fotos zu machen und uns alles anzusehen. Irgendwann sollte ich noch einmal dorthin, wenn ich mehr Zeit habe.

 

Ueno Park und Umgebung

Am 26. März habe nach etwa zwei Jahren meine Tandem-Partnerin wieder getroffen. Wieder hatten uns in ihrem Austauschjahr in Deutschland meist einmal die Woche getroffen. Wir wohnen zwar nun beide in Japan – ich allerdings in Kanagawa und sie in Chiba. Nicht unendlich weit voneinander entfernt, aber es ist doch eine ganz schöne Strecke. Wir suchten uns einen Punkt etwa in der Mitte von uns und entschieden uns am Ende für Ueno. Ich war seit 6 Jahren nicht mehr dort im Zoo gewesen und die Kirschblüte konnten wir dann auch gleich im Park genießen. Dachte ich zumindest.

Trotzdessen, das es Montag war, war es unglaublich voll. Ich kam vor lauter Leuten kaum aus der Bahnstation heraus. Im Park waren unzählige Menschen und auch beim Zoo standen jede Menge Menschen an. Wir haben trotzdem versucht das Beste draus zu machen und sind eine ganze Weile im Zoo herum gelaufen. Vor allem hatte ich auch endlich mal Gelegenheit mein Japanisch wieder in längeren Gesprächen zu benutzen.

Im Ueno Park waren wir dann nicht mehr sehr lange, weil es einfach nur voll war und kein Spaß gemacht hat.

 

Um die Tokyo Station

Am nächsten Tag hatte ich ein Vorstellungsgespräch in Ginza, Tokyo. Ich bin etwas früher los, um im neuen Pokemon Center vorbei zu schauen. Dabei bin ich durch die Kirschblütenallee Sakuradori von der Tokyo Station Richtung Takashimaya gelaufen und es war einfach nur wunderschön.

Nach dem Gespräch wollte ich eigentlich in den Imperial East Garden, doch als ich am Kaiserpalast ankam, sah ich die Menschen in eine andere Richtung strömen. Die Straße durch die Inneren Gärten des Geländes waren geöffnete und alle wollten diese Chance natürlich nutzen. Auch, wenn die Schlange von außen endlos wirkte, war es Innen nicht so brechend voll. Die Sicherheitsleute wiesen aber trotzdem immer wieder hin, dass man nach 2~3 Fotos doch bitte weiter laufen sollte.

Am Kitanomaru Park und dem Nihon Budokan ging es dann vorbei zum Chidori-ga-fuchi, einem beliebten Sakura-Spot. Leider hatte sich das Wetter inzwischen verschlechtert und die Sicht auf den Tokyo Tower war nicht mehr all zu berauschend. Wirklich schade. Da werde ich nächstes Jahr mein Glück noch einmal versuchen müssen.

 

Yasukuni Schrein

Weil es sich anbot, schaute ich an dem Tag auch noch am Yasukuni Schrein vorbei. Diesen kannte ich auch den Yuka-Sato-Krimis von Andreas Neuenkirchen* schon eine Weile und wollte ihn selbst mal besuchen. Ein wirklich hübscher Ort für Kirschblüten und dementsprechend war es auch recht voll. Trotzdem hat es mir dort sehr gefallen. Durch den Wind kam es auch immer wieder zu einem Kirschblütenregen.

 

Unser Fluss Sakai

Wie im letzten Jahr war ich auch dieses Mal wieder in unserer Nachbarschaft unterwegs. Dieses Mal war ich rechtzeitig dort und am Sakai Fluss war es beeindruckend. Vor allem war es sehr ruhig und ich war nicht von allzu vielen Menschen umgeben. Nur ein paar Leute machten einen Spaziergang entlang des Gehwegs am Fluss. Ich ging noch etwas weiter, zum Fukuoji Tempel und Fudatsugi Schrein, wo ich ebenfalls ein paar Fotos machen konnte. Dazu gibt es auch ein Video.

 

Kofu

Mein letzter Sakura-Spot dieses Jahr war die Stadt Kofu in der Präfektur Yamanashi. Eigentlich waren wir zum Fußball dort, doch wir nutzten auch die Chance uns ein wenig in der Stadt umzusehen. Leider war es am 7. April schon etwas spät für die Kirschblüten. An den Burgruinen konnten wir aber noch ein paar Bäume finden. Ich fand vor allem den Kontrast zwischen pink, grün und blau sehr interessant.

 

Das war es leider schon wieder mit den Kirschblüten von diesem Jahr. Etwas schade ist, dass ich auch die Kirschblüte in Tamaplaza auf meinem Weg zur Arbeit verpasst habe, weil ich genau in den zwei Wochen der Kirschblüte frei hatte. Mal sehen, wie es dann nächstes Jahr wird – falls ich die Kirschblüte nicht aufgrund meines Deutschlandurlaubs verpasse.


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